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Andreas Dresen Regisseur Drehbuchautor
Geboren am 16.8.1963 in Gera.
Drehte bereits in seiner Jugend Amateurfilme. Nach dem Abitur 1982 arbeitete der Sohn des kürzlich verstorbenen Regisseurs Adolf Dresen 1984/85 als Tontechniker am Schweriner Theater.
Volontariat 1985/86 im DEFA-Spielfilmstudio.
Von 1986 bis 1991 schloss sich ein Regiestudium an der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" in Babelsberg an; in dieser Zeit entstanden vor allem Kurzfilme, später auch Dokumentationen.
Seit seinem Spielfilmdebüt - Stilles Land (1992) - arbeitet er als Drehbuchautor und Regisseur.
Es folgten Kuckuckskinder, Mein unbekannter Ehemann (beide 1994) und Raus aus der Haut (1997). Einen echten Durchbruch erlebte Dresen mit seinem hoch gelobten Kinofilm Nachtgestalten (1998), der 1999 in fünf Kategorien beim Deutschen Filmpreis nominiert war (u.a. für "Beste Regie") und als Produktion den Preis in Silber erhielt. Sein viel beachteter TV-Film Die Polizistin (2000) wurde auch im Kino ausgewertet. Dresens jüngste Leinwandproduktion, Halbe Treppe (finanziert ausschließlich durch Preisgelder für Nachtgestalten), wurde auf der Berlinale 2002 mit dem Silbernen Bären als Großem Preis der Jury prämiert, ist beim Deutschen Filmpreis 2002 auch als "Bester Spielfilm" nominiert. Diese Produktion stellt in seiner Karriere wiederum ein in jeder Hinsicht mutiges Experiment dar: Der Dreh in Frankfurt/Oder fand mit einer digitalen Amateurkamera und ohne Drehbuch statt, und das Team entwickelte die Story erst vor Ort, während die ersten Szenen parallel schon geschnitten wurden. Zu Dresens Arbeiten als Bühnenregisseur zählen bisher Goethes Urfaust (1996), Brechts Herr Puntila und sein Knecht Matti (1999) - beide am Staatstheater Cottbus - und, seit Dezember 2001, Akte Böhme am Schauspiel Leipzig. Er ist seit 1998 Mitglied der Akademie der Künste Berlin/Brandenburg und lebt in Potsdam.
Weitere Filme: 2002/03 Herr Wichmann von der CDU, 2004 Willenbrock, 2004/05 Sommer vorm Balkon, 2007 Wolke 9, 2007 Whisky mit Wodka, 2008 Beteiligung an Auge in Auge - Eine deutsche Filmgeschichte.
Mit seinem neuen Film Halt auf freier Strecke zeigt Andreas Dresen die dramatische Geschichte einer Familie, bei der der Familienvater an einem inoperablem, aggressiven Hirntumor erkrankt. Der Film wurde 2011 beim Filmfestival in Cannes gezeigt und trieb den Zuschauern die Tränen in die Augen. Siehe Beschreibung und Kritiken auf www.film-zeit.de. Von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden wurde Halt auf freier Strecke mit dem Prädikat "Besonders wertvoll" prämiert. (Quelle: u.a. www.deutscherfilmpreis.de)
NEU - 1. Oktober 2011: Andreas Dresen und sein langjähriger Produzent Peter Rommel sind glückliche Preisträger des Douglas-Sirk-Preises, der während des Hamburger Filmfestes vergeben wurde. Regisseur und Produzent arbeiten seit ca. 20 Jahren zusammen und haben so wunderbare Filme wie Sommer vorm Balkon und Halbe Treppe auf die Leinwand gebracht.
*) Un Certain Regard (dt. "Ein gewisser Blick") ist eine Sektion der Internationalen Filmfestspiele von Cannes. Sie wurde 1978 vom damaligen Generalbeauftragten des Festivals, Gilles Jacob, eingeführt, um Filme zu fördern, die zu "untypisch" für den Hauptwettbewerb des Filmfestivals und deren Macher deswegen oft nur wenig bekannt sind. Gezeigt werden jährlich bis zu 20 Filme. (Quelle: wikipedia)
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Layout: Rosemarie Kuheim Bearbeitet: 5. Okt. 2011 |