Andreas Dresen

Regisseur  Drehbuchautor

     

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Andreas Dresen bei Filmportal

        

Verdienstorden des Landes Brandenburg für Andreas Dresen

(Lausitzer Rundschau, 14. Juni 2012)

  

  

   

  

 

  

   

Andreas Dresen - Foto: ©Che/Petr Novák, Wikipedia

Regisseur und Drehbuchautor Andreas Dresen, hier 2009 beim Filmfestival in Karlovy Vary

  

Foto: Che/Petr Novák, Wikipedia

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Geboren am 16.8.1963 in Gera.

   

Bereits in seiner Jugend drehte Andreas Dresen Amateurfilme. Nach dem Abitur 1982 arbeitete der Sohn des im Juli 2001 verstorbenen Regisseurs Adolf Dresen 1984/85 als Tontechniker am Schweriner Theater.

  

Volontariat 1985/86 im DEFA-Spielfilmstudio.

  

Von 1986 bis 1991 schloss sich ein Regiestudium an der "Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf" in Babelsberg an; in dieser Zeit entstanden vor allem Kurzfilme, später auch Dokumentarfilme.

  

Seit seinem Spielfilmdebüt - Stilles Land (1992) - arbeitet er als Drehbuchautor und Regisseur. Dann folgten Kuckuckskinder, Mein unbekannter Ehemann (ausgezeichnet mit dem Förderpreis des Max-Ophüls-Filmfestivals 1995), welchen ich damals schon sehr beeindruckend und fand (beide 1994) und Raus aus der Haut (1997).

 

Einen echten Durchbruch erlebte Dresen mit seinem hoch gelobten Kinofilm Nachtgestalten (1998), der 1999 in fünf Kategorien beim Deutschen Filmpreis nominiert war (u.a. für "Beste Regie") und als Produktion den Preis in Silber erhielt. Sein viel beachteter TV-Film Die Polizistin (2000) wurde auch im Kino ausgewertet. Die Leinwandproduktion, Halbe Treppe (finanziert ausschließlich durch Preisgelder für Nachtgestalten), wurde auf der Berlinale 2002 mit dem Silbernen Bären als Großem Preis der Jury prämiert, ist beim Deutschen Filmpreis 2002 auch als "Bester Spielfilm" nominiert. Diese Produktion stellt in seiner Karriere wiederum ein in jeder Hinsicht mutiges Experiment dar: Der Dreh in Frankfurt/Oder fand mit einer digitalen Amateurkamera und ohne Drehbuch statt, und das Team entwickelte die Story erst vor Ort, während die ersten Szenen parallel schon geschnitten wurden. Zu Dresens Arbeiten als Bühnenregisseur zählen bisher Goethes Urfaust (1996), Brechts Herr Puntila und sein Knecht Matti (1999) - beide am Staatstheater Cottbus - und, seit Dezember 2001, Akte Böhme am Schauspiel Leipzig. Er ist seit 1998 Mitglied der Akademie der Künste Berlin/Brandenburg und lebt in Potsdam.

  

Weitere Filme waren 2002/03 Herr Wichmann von der CDU, 2004 Willenbrock, 2004/05 Sommer vorm Balkon 2007 Wolke 9 (beeindruckendes Spiel der Schauspielerin Ursula Werner), 2007 Whisky mit Wodka, 2008 Beteiligung an Auge in Auge - Eine deutsche Filmgeschichte.

  

Andreas Dresen und sein langjähriger Produzent Peter Rommel sind glückliche Preisträger des Douglas-Sirk-Preises, der während des Hamburger Filmfestes vergeben wurde. Regisseur und Produzent arbeiten seit ca. 20 Jahren zusammen und haben so wunderbare Filme wie Sommer vorm Balkon und Halbe Treppe auf die Leinwand gebracht. 

  

Mit seinem Film (2011) Halt auf freier Strecke zeigt Andreas Dresen die dramatische Geschichte einer Familie, bei der der Familienvater an einem inoperablem, aggressiven Hirntumor erkrankt. Der Film wurde 2011 beim Filmfestival in Cannes gezeigt und trieb den Zuschauern die Tränen in die Augen. Siehe Beschreibung und Kritiken auf www.film-zeit.de. Von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden wurde Halt auf freier Strecke mit dem Prädikat "Besonders wertvoll" prämiert und erhielt in Cannes den "Un Certain Regard"*) (Quelle: u.a. www.deutscherfilmpreis.de)

*) Un Certain Regard (dt. "Ein gewisser Blick") ist eine Sektion der Internationalen Filmfestspiele von Cannes. Sie wurde 1978 vom damaligen Generalbeauftragten des Festivals, Gilles Jacob, eingeführt, um Filme zu fördern, die zu "untypisch" für den Hauptwettbewerb des Filmfestivals und deren Macher deswegen oft nur wenig bekannt sind. Gezeigt werden jährlich bis zu 20 Filme. (Quelle: Wikipedia)

Hier ein Interview mit dem Regisseur (Hamburger Abendblatt vom 23.05.2011) 

 

In den Potsdamer Neuesten Nachrichten war am 6. November 2012 zu lesen, dass Andreas Dresen zum Laien-Verfassungsrichter in den Brandenburger Landtag berufen wurde. Siehe weitere Informationen >>

 

Andreas Dresen schickt seinen neuen Film Als wir träumten zur Berlinale, nach einem Drehbuch von Wolfgang Kohlhaase (gelesen in der "Neuen Presse" am 15.12.2014). Die Geschichte ist verfilmt nach dem Debütroman des Leipziger Schriftstellers Clemens Meyer. 

  

Nach dem Jugendroman "Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen" von James Krüss aus dem Jahre 1962 drehte Andreas Dresen 2017 den gleichnamigen Kinofilm. 1979 wurde die Story bereits im Fernsehen (ZDF) in einer 13teiligen TV-Serie (es war die erste Weihnachtsserie) mit Thomas Ohrner in der Rolle des Timm Thaler gezeigt. In Dresens Film spielten Schauspielgrößen wie Justus von Dohnányi (Baron Lefuet), Charly Hübner, Axel Prahl, Nadja Uhl, Milan Peschel und Heinz Rudolf Kunze (Schuldirektor) mit. Die Rolle des Timm Thaler übernahm Jungschauspieler Arved Friese. Timm Thaler ... wurde von der Filmbewertungsstelle mit dem Prädikat "Besonders wertvoll" ausgezeichnet.

 

 

  

    

 

 

    

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 12. August 2017

  

Diese Kurzbiografie kann nur Stichpunkte aus dem Leben des Künstlers enthalten und erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, deshalb sind hier Links angebracht, die weitere Hinweise geben.

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