Deutschland privat

1980

 

Filmliste Robert van Ackeren

   

 

 

Regie

Robert van Ackeren, Erwin Kneihsl (Konzept)  

Drehbuch

Robert van Ackeren, Erwin Kneihsl  

Produktion

Robert van Ackeren Filmproduktion

Länge

86 Minuten

Ur-/Erstaufführung

1.8.1980 in Locarno

Genre

Dokumentarfilm

     

   

  

Inhalt  

 

Abendfüllendes Programm von hausgemachten Super 8-Urlaubs-, Familien- und Pornofilmen, die die Amateure selber kommentieren. Den überkandidelten Anspruch, den die Verantwortlichen diesem Film anzuhängen versuchen, erfüllt Deutschland privat nicht im mindesten, und die Notwendigkeit, privates Kino zu zeigen, wird nicht einsehbar. (Quelle: Datenbank Movieline)

  

  

Van Ackeren und Kneihsl mussten sich trotz der erklärten guten Absicht den Vorwurf gefallen lassen, ihre mehr oder minder freiwilligen "Mitarbeiter" zur Schau zu stellen. Ihre einzige Autorenschaft besteht in der Auswahl der Filme und der Aufteilung in diverse Kategorien, wobei das "heimliche Deutschland" (hausgemachte Strip-, Sex- und Pornofilme) gut die Hälfte des gesamten Programms ausmacht. Die einzelnen Filme lassen sie vor den Amateuren, die sich gedreht haben, auch kommentieren. Der Titel ist irreführend: Ein Deutschland-Bild, geschweige denn ein neues, privates oder heimliches, entsteht hier sicher nicht. (Quelle: Robert Fischer/Joe Hembus: Der Neue Deutsche Film 1960 - 1980, Goldmann Verlag München, 1981)

 

 

 

Robert van Ackeren und Erwin Kneihsl zu ihrem Film:

"Der private Film, das gesamte Spektrum des Amateurfilms, ist bis heute ein wenig beachtetes und völlig unterbewertetes Genre. Im ästhetischen Sinne, wie auch in der Bewertung der Inhalte. Seit mehreren Jahren haben wir uns mit dieser vernachlässigten Filmform beschäftigt. Wir haben systematisch etwa 200 Stunden Super 8-Material gesichtet und haben schrittweise eine umfassende Kollektion des Privatfilms zusammengetragen und die Rechte zur Veröffentlichung der Filme erworben. dabei interessieren uns nicht so sehr die gehobenen Super 8-Amateure, die sich meistens in Clubs organisiert haben und mit ihren Filmen nur den professionellen Kino- und Fernsehfilm imitieren. Viel charakteristischer für das Wesen des Amateurfilms ist die private Sehweise des Amateurs, der seine Welt ganz nach eigenen Gesichtspunkten filmt. Die schönsten Augenblicke, die wichtigsten Ereignisse, heimlichsten Wünsche: vom Kinderfilm bis zum Urlaubsfilm, vom Familienfilm bis zum erotischen Film. Unser Ziel war die möglichst unverfälschte Wiedergabe unserer Wirklichkeit aus privater Perspektive."  

 

 

   

 

 

 

 

  

  

  

  

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet:

06/2010