Die kurze lehrreiche Geschichte der Helga N.

Stationen eines ganz gewöhnlichen Zusammenbruchs

1975

  

Filmliste Rolf Busch 

  

  

  

Regie

Rolf Busch

Drehbuch

Katrin Arnold

Vorlage

-

Produktion

-

Kamera

Charly Steinberger

Musik

-

FSK

-

Länge

-

Sonstiges

Studioprogramm Der kleine Fernsehspiel (ZDF)

Auszeichnung

-

Ur-/Erstaufführung

-

Genre

Fernsehspiel

      

  

  

Darsteller

Rolle

Hilde Lermann

Helga N.

Gerd Anthoff

Wolfgang

Irmgard Först

Helgas Mutter

      

     

       

Inhalt  

 

Die kurze lehrreiche Geschichte der Helga N. wurde nach langen Recherchen und zahlreichen Gesprächen mit Frauen aus dem sogenannten Mittelstand geschrieben. Helga N. ist eine erfundene Figur. Die Geschichte erzählt Stationen eines "ganz gewöhnlichen Zusammenbruchs", die Unvereinbarkeit von Berufsleben und Kindererziehung. Aufgeschlossen für die jeweils aktuellen Diskussionsthemen ihrer Generation, fühlt sich Helga N. trotz ihrer Abwehr von jenen Proklamationen getroffen, die jungen Frauen suggerieren, dass Familie und Karriere keine Alternativen seien. Während sie, um Geld zu sparen, ihren Haushalt selbst versorgt, überlegt, wirtschaftet, aufmerksame Gastgeberin ist, Abendveranstaltungen besucht und die Kinder in jeder Beziehung optimal versorgt, wird sie von dem wachsenden Druck von Aufopferungsideologie, Hausfrauendiffamierung und falsch interpretierten Gleichberechtigungsparolen zermürbt und zerstört. Helga N. glaubte, dass ein mütterlicher Einsatz im Haushalt sie nicht notwendigerweise aus dem Wettbewerb um eine diskutable Position im Berufsleben ausschließen muss. Aber der Kontakt zum Beruf, den ihr Mann zunächst unterstützte, erweist sich keineswegs als das probate Mittel, "ein erfülltes Frauenleben" zu ermöglichen. Unmerklich wandelt sich Helgas Aktivität in Hektik, ihr Tempo wird zur Hetze; war sie zunächst unbedenklich mit ihrer Kraft umgegangen, so wird sie nun rücksichtslos gegen sich selbst. Sie unterschätzt die Belastung ihrer verschiedenartigen Beschäftigungen. Die Mehrgleisigkeit ihrer an sich reizvollen Aufgaben zermürbt sie. Verkrallt in die Vorstellung, dass ein Einschränken oder vorübergehendes Aufgeben der beruflichen Tätigkeit bereits ein Scheitern sei, gibt es für sie keinen Weg zurück in ein vernünftiges Mittelmaß. 

Helga N. wird krank, aber sie weiß es nicht. Sie leidet an Erschöpfungsdepressionen. Auch Aufputschmittel erzielen mit der Zeit nur noch negative Effekte. Der Lebensstandard der Familie ist hoch, das neu bezogene Heim schön, alle finden die Kinder entzückend. Als Helga N. fünfzig Schlaftabletten nahm, konnte keiner sich die Tat erklären. (Quelle: Das Fernsehspiel im ZDF, Information und Presse/Öffentlichkeitsarbeit, Heft 9, Juni bis August 1975)

 

  

  

  
  

 

 

  

   

   

   

   

   

   

    

   

   

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 16. März 2016

  

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