Die Kümmeltürkin geht

1985

 

Filmliste Jeanine Meerapfel

  

  

  

Regie

Jeanine Meerapfel

Drehbuch

Jeanine Meerapfel

Produktion

Journal-Film Klaus Volkenborn

Kamera

Johann Feindt

Musik

Markus Lichtmann

FSK

-

Länge

88 Minuten

Sonstiges

INTERFILM Award / Otto-Dibelius-Preis im Forum der Internationalen Filmfestspiele von Berlin

Kritik von Karl Ludwig Baader, FAZ, 06.11.85 bei filmportal

Auszeichnung

Preis der Deutschen Kritiker 1985

Ur-/Erstaufführung

06.02.1987 WDR

Genre

Dokumentarfilm

  

 

   

Darsteller

Melek Tez

Niyazi Türgay
Erna Krause

    

  

    

Inhalt

 

Melek, eine 38jährige Türkin, geht nach 14 Jahren aus Berlin in ihre Heimat zurück. Es ist das Portrait einer unüblichen Frau, einer Überlebenskünstlerin, die uns zwingt, die Vorstellungen, die wir von einer "typischen" Türkin haben, zu überprüfen.

Melek wehrt sich, läßt sich nicht in Schubladen stecken. Auch der Film über sie ist schwer zu etikettieren: eine Mischung aus dokumentarischen und nachinszenierten Szenen der Berliner Zeit Meleks, aus Assoziationen und Bildern über Berlin und Istanbul. Es ist ein Versuch, die unsichtbaren Verletzungen zu beschreiben, die eine "Gastarbeiterin" nach 14 Jahren in Deutschland gezeichnet haben.

 

"Geschickt umgeht Jeanine Meerapfel die Spannungslosigkeit des reinen Interviewstils, indem sie verschiedene Situationen für sich selbst sprechen läßt. So befragt sie Melek Tez nicht nach ihren Erfahrungen mit Ämtern und Behörden, sondern begleitet sie mit der Kamera. Und fast beiläufig wird dabei die wachsende Ausländerfeindlichkeit deutlich in den überall sichtbaren Graffities >Türken raus<." (Quelle: Basisfilm)

 

  
Der Film ist das Portrait einer unüblichen Frau, einer Überlebenskünstlerin, die uns zwingt, die Vorstellungen, die wir von einer „typischen“ Türkin haben, zu überprüfen.
(Quelle: femmetotale.de)
  

 

Pressestimmen (Auswahl):

"Doch noch nie hat man dieses Thema - trotz zahlreicher filmischer Bemühungen darum - so ganz und gar unsentimental und doch feinnervig dargestellt gesehen. Hier werden keine wortreichen Schuldzuweisungen wie Holzhammer geschwungen, hier genügen liebevoll-scharfsichtige und nachdenkliche Beobachtungen, die betroffen machen, zornig, die anstacheln, die eigene Hilflosigkeit, gepaart mit dem kopfabwendenden schlechten Gewissen, zu überwinden. 'Die Kümmeltürkin geht' - das ist Kino der Provokation, des Zorns und der Spannung." Hannoversche Allgemeine, Hannover (gt, 19.04.85)

  

"Für mich war dies einer der besten diesjährigen Berlinale-Filme, weil er mehr erreicht und bewegt als viele Worte, Reportagen oder Diskussionen." TIP, Berlin (Hans-Ulrich Pönack, Nr. 8/85)
  
"So gelingt es ihr, einem Thema, das heute verbraucht scheint, neue, überraschende Bilder und Töne zu entlocken"
(Frankfurter Rundschau, Frankfurt am Main (Malte Ludin, 30.04.85)

(Quelle: www.meerapfel.de)

 

 

   

  

Fremde Links:

www.filmportal.de (Filmkritik) 

 

  

 

 

 

 

 

 

   

 

Disc 1:

Malou, Spielfilm, D 1981, 94 Minuten

Im Land meiner Eltern, Dokumentarfilm, D 1981, 88 Minuten

  

Disc 2:

Die Verliebten, Dokumentarfilm, D 1985, 88 Minuten

Die Kümmeltürkin geht, Spielfilm, D/Jug. 1987, 96 Minuten

  

Disc 3:

La Amiga, Spielfilm, D/Arg. 1988, 109 Minuten

Desembarcos - ...es gibt kein Vergessen (OmU), Dokumentarfilm, D/Arg. 1986-89, 74 Minuten

  

Disc 4:

Amigomio, Spielfilm, D/Arg. 1995, 114 Minuten

Mosconi - oder wem gehört die Welt? (OmU). Dokumentarfilm, D/Arg. 2007, 78 Minuten

Porträt Jeanine Meerapfel, Dokumentarfilm, D 2003, 41 Minuten

  

Disc 5:

Annas Sommer, Spielfilm, D/Gr. 2001, 91 Minuten

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: Januar 2011