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Die Kümmeltürkin geht 1985
Inhalt
Melek,
eine 38jährige Türkin, geht nach 14 Jahren aus Berlin in ihre Heimat zurück.
Es ist das Portrait einer unüblichen Frau, einer Überlebenskünstlerin, die
uns zwingt, die Vorstellungen, die wir von einer "typischen" Türkin
haben, zu überprüfen. Melek
wehrt sich, läßt sich nicht in Schubladen stecken. Auch der Film über sie ist
schwer zu etikettieren: eine Mischung aus dokumentarischen und nachinszenierten
Szenen der Berliner Zeit Meleks, aus Assoziationen und Bildern über Berlin und
Istanbul. Es ist ein Versuch, die unsichtbaren Verletzungen zu beschreiben, die
eine "Gastarbeiterin" nach 14 Jahren in Deutschland gezeichnet haben. "Geschickt umgeht Jeanine Meerapfel die Spannungslosigkeit des reinen Interviewstils, indem sie verschiedene Situationen für sich selbst sprechen läßt. So befragt sie Melek Tez nicht nach ihren Erfahrungen mit Ämtern und Behörden, sondern begleitet sie mit der Kamera. Und fast beiläufig wird dabei die wachsende Ausländerfeindlichkeit deutlich in den überall sichtbaren Graffities >Türken raus<." (Quelle: Basisfilm)
Pressestimmen (Auswahl): "Doch noch nie hat man dieses Thema - trotz zahlreicher filmischer Bemühungen darum - so ganz und gar unsentimental und doch feinnervig dargestellt gesehen. Hier werden keine wortreichen Schuldzuweisungen wie Holzhammer geschwungen, hier genügen liebevoll-scharfsichtige und nachdenkliche Beobachtungen, die betroffen machen, zornig, die anstacheln, die eigene Hilflosigkeit, gepaart mit dem kopfabwendenden schlechten Gewissen, zu überwinden. 'Die Kümmeltürkin geht' - das ist Kino der Provokation, des Zorns und der Spannung." Hannoversche Allgemeine, Hannover (gt, 19.04.85)
"Für
mich war dies einer der besten diesjährigen Berlinale-Filme, weil er mehr
erreicht und bewegt als viele Worte, Reportagen oder Diskussionen."
TIP, Berlin (Hans-Ulrich Pönack, Nr. 8/85) (Quelle: www.meerapfel.de)
Fremde Links: www.filmportal.de (Filmkritik)
Layout: Rosemarie Kuheim Bearbeitet: Januar 2011
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