|
Theo Gallehr Regisseur
Seine Biografie (noch nicht vorhanden)
Drei und Drei ...R, DA, 1973 Drei "Darsteller", ein Tontechniker, ein Kameramann und der Regisseur, mieten sich ein Haus, um während eines Arbeitsurlaubs nach der Assoziativmethode einen kleinen Spielfilm zu drehen, der den Zuschauern Einblick in die Subjektivität der Filmarbeit gewähren soll. (Quelle: Broschüre Das Fernsehspiel im ZDF, Heft 3, Winter 1973/74, Herausgeber: Zweites Deutsches Fernsehen - Informations- und Presseabteilung)
Rosinen im Kopf ... R, DA zusammen mit Rita Quittek, 1976, Dok, 45 Minuten Die 16jährige Lydia, vom Land in die Kleinstadt zu ihrer Tante gekommen, versucht vergeblich, eine Ausbildung zu machen. Doch überall liegen ihr Steine im Weg. Einige aussagekräftige Originalzitate aus dem Film: "Viele Erwartungen, die heute noch von vielen jungen Mädchen gehegt werden, werden kaum jemals in Erfüllung gehen" sagt der Arbeitsamtsdirektor, und eine Berufsschuldirektorin: "Du wirst genau wie alle anderen jungen Mädchen früher oder später heiraten, und dann ist das, was du in der Hauswirtschaftsschule lernst, äußerst wichtig für dich und sehr nützlich." Die Mutter in einem Brief: "Wir haben dir doch immer gesagt, dass es nicht so einfach ist. Vater ist sehr ärgerlich und lässt dir sagen, du sollst endlich vernünftig sein und nicht immer Rosinen im Kopf haben, woraus sowieso nichts wird." Nach einer Reihe von enttäuschenden Ansätzen findet Lydia eine Beschäftigung in einer Wäscherei, immer noch auf eine Lehrstelle als Fotografin hoffend. Der Film beschreibt das Problem der Jugendarbeitslosigkeit an einem persönlichen Fall und verdeutlicht damit die Schwierigkeiten, die sich für viele junge Arbeitslose und Lehrstellensuchende typisch sind. "Am meisten machte uns die Angst der Beteiligten betroffen. Sie begegnete uns bei den von uns angesprochenen arbeitslosen Jugendlichen, ihren Eltern, bei Berufsschuldirektoren, bei Beamten verschiedener Dienststellen." So die Filmemacher über ihre Erfahrungen bei den Dreharbeiten. (Quelle: "Der Frauenfilm" - Filme von und für Frauen, von Gudrun Lukasz-Aden/Christel Strobel, Heyne Filmbibliothek Nr. 32/90, 1985)
Rote Fahnen sieht man besser ... R und DA zusammen mit Rolf Schübel, 1971 "Ein Fernsehfilm über die Stilllegung einer Krefelder Chemiefabrik erregt öffentliches Aufsehen. Weil in dem Film "Rote Fahnen sieht man besser", der im September 1971 ausgestrahlt wird, zum ersten Mal in der Geschichte des öffentlich-rechtlichen Fernsehens "Arbeiter im Originalton" zu hören sind, gerät der Film von Rolf Schübel und Theo Gallehr in die Diskussion. "Wir waren bewusst parteiisch und politisch nicht ausgewogen", formuliert Gallehr in einem Interview. Als 1972 der Film dann sogar einen Grimme-Preis erhält, sorgt das für weiteres Aufsehen. Industrielle im Raum Marl nehmen die Preisverleihung zum Anlass, sich vom Grimme-Preis zurückzuziehen." (Quelle: Text aus www.geschichte.nrw.de )
"Im August 1970 wurde erstmals nach 1948 ein größerer Betrieb stillgelegt: die Phrix AG in Krefeld. Gallehr und Schübel drehten darüber einen Dokumentarfilm aus der Sicht der Entlassenen, die aus Protest gegen die Schließung eine schwarze Fahne hissten. Sie taten das aus Trauer um die einseitig verratene "Sozialpartnerschaft". Ein kluger DGB-Funktionär erzählt im Film, die Arbeiter hätten besser zur roten Fahne gegriffen, weil dieses Signal in Bonn angekommen wäre. Gallehr/Schübel zeigen lieber die ernüchternd langsamen Lernprozesse, die um 1970 zu etwas wie Klassenbewusstsein hinzuführen vermögen. Am Schluss sorgte dann ein altkluger Agit-Prop-Song von Dieter Süverkrüp für etwas revolutionäre Verve, der wurde denn auch gleich wieder weg zensuriert: wegen Einseitigkeit, Demagogie, der Inszeniertheit des Dokumentarischen. Der mehrfach preisgekrönte Film war danach viele Jahre unsichtbar, erst im August 1989, kurz vor dem Zusammenbruch der DDR, wurde er am späten Abend noch mal ins Programm gehoben." (Quelle: Zitiert aus der Webseite www.kulturkurier.de)
Diese Seite enthält Links fremder Seiten: www.contraermusic.de (Dieter Süverkrüp)
Layout: Rosemarie Kuheim Bearbeitet: 16.09.2011
Diese Filmliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit |