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Jean-Marie Straub Regisseur
Jean Marie Straub wird am 8.1.1933 in Metz geboren.
Er wächst französischsprachig auf, muss während der deutschen Besetzung deutsch lernen. Er studiert in Straßburg und Nancy und ist seit 1954 in Paris, als Assistent von Abel Gance, Jean Renoir, Alexandre Astruc und Robert Bresson. Dort lernt er Danièle Huillet kennen, die soeben ihr Abitur gemacht hat. Seither sind ihre Wege beruflich wie privat aufs engste verbunden. Es war nicht bekannt, ob sie verheiratet waren.
1958 gehen sie nach Deutschland, 1965 sorgt Nicht versöhnt... (nach einer Vorlage von Heinrich Böll) für einen Skandal auf der Berlinale. Es folgen Adaptionen von Corneilles Othon (1969), Brechts im Film Geschichtsunterricht (1972), von Schönbergs Oper Moses und Aron (1974/5), alles im selben wenig publikumsträchtigen Stil karger Exerzitien. Für größere Aufmerksamkeit sorgt die Kafka-Adaption Klassenverhältnisse (nach dem Fragment Amerika/Der Verschollene) (1983); es folgen Auseinandersetzungen mit Hölderlin, Sophokles und anderem hochkulturellen Erbe.
Seit den siebziger Jahren leben und arbeiten Straub/Huillet vorwiegend in Italien und Frankreich, produzierten dort Filme in deutscher und französischer Sprache.
Layout: Rosemarie Kuheim Bearbeitet: 28.11.2008
Die o.g. Filmliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit |