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Der junge Mönch 1978
Filmliste Herbert Achternbusch
Darsteller ... spielt wen
Inhalt Die
Welt ist nur noch eine große eisige Wüste. Wo einst München stand, ist jetzt
ein riesiger Geysir. Nur das Dörfchen Buchendorf, wo Achternbusch lebt, ist
unbeschädigt geblieben. Das ist die Ausgangsidee für Achternbuschs fünften
Filmversuch. (Zehn Jahre zuvor hatte Richard Lester den gleichen Gedanken und
machte daraus The
Bed Sitting Room.) Was folgt, ist eine mehr oder weniger
bunte Folge ungeordneter Geistesblitze (Achternbusch als seine eigene Mutter;
die Montage von Aufnahmen in Island und München im Schuss/Gegenschuss-Verfahren) und arrangierter, d. h. konstruiert und erzwungen
wirkender Subversivitäten (Gott als Kaufhausosterhase; die Galerie der
Fehlgeburten: Achternbusch als Papst). Alles ist auf solide Weise bis zum
Irrsinn verfremdet und so gewollt und absichtlich "absurd", dass
absolut nichts mehr schockiert, ausgesprochen wenig amüsiert und das meiste
ungeheuer langweilt. Für die Freunde Achternbuschs gibt es, wie gehabt, eine
Menge eitler Aphorismen zum Mitschreiben.
Nach der großen Weltkatastrophe gründet Herbert als Mönch eine neue Religion um einen Schokoladenosterhasen. Merke: "Gott darf nicht gebissen werden". Was für die Freude des Achternbusch-Kosmos ein Schlüsselwerk sein mag, kann sich für Zuschauer, die keinen Zugang zu seiner krausen Poesie finden, als arge Qual erweisen. (Quelle: Heyne Filmlexikon von Lothar R. Just, Heyne-Verlag München, 1996)
Fremde Links: www.steffi-line.de (Josef Bierbichler)
Layout: Rosemarie Kuheim Bearbeitet: 11/2010 |