Herbert Achternbusch

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Herbert Achternbusch bei der Eröffnung des 33. Filmfestes München 2015

Foto: Harald Bischoff

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Geboren am 23. November 1938 in München. 

  

Er wuchs als Herbert Schild bei der Großmutter in einem Dorf namens Mietraching im Bayerischen Wald auf.

Nach der späteren Adoption durch seinen leiblichen Vater trägt er seit 1960 den Namen Achternbusch.

  

Studium an der Kunstakademie in Nürnberg und München, fertigte Plastiken, malte und schrieb Gedichte, die 1964 erstmals veröffentlicht werden. Er erzielte Erfolge mit seinen Erzählungen und insbesondere "sein Erstlingsroman Die Alexanderschlacht, wurde als bahnbrechend für die Avantgarde der jungen deutschen Literatur in den 1970er- und 80er-Jahren empfunden".1) 1977 wurde ihm der Petrarca-Preis verliehen, den er nicht angenommen hat.

1) Zitat gelesen bei www.isarbote.de

 

Nach einigen Schmalfilm-Experimenten Anfang der 70er Jahre lernte Achternbusch die "jungen deutschen wilden" Filmemacher Werner Herzog, Volker Schlöndorff und  Margarethe von Trotta  kennen, die ihn in seiner Arbeit bestärkten. Percy Adlon sagte vom ihm: "Er ist einer der wildesten Geister Bayerns" und Franz-Xaver Kroetz nannte ihn den "einzigen legitimen Nachfolger von Karl Valentin".

  

Obwohl er mittlerweile seit seinem Kino-Debüt Das Andechser Gefühl bis heute über 30 Filme gedreht, an die 50 Bücher und 20 Theaterstücke geschrieben hat, wurde er vom großen Publikum kaum beachtet, zu provokant waren seine Filme. Die größte Aufmerksamkeit jedoch schenkten ihm ausgerechnet bayerische Politiker, die seinen Film Das Gespenst (1982) als blasphemisch ansahen und gerichtlich dagegen vorgingen. Grundtenor der tragikkomischen Satire ist der Konflikt zwischen dem wiedergekehrten Jesus mit der heutigen Welt. Der damalige Innenminister Friedrich Zimmermann (CSU) verweigert die Zahlung der letzten Rate der Filmförderung, weil er den Film für "religionsfeindlich" hält. Der Rechtsstreit dauerte fast zehn Jahre. 1992 erhält Herbert Achternbusch vor dem Oberverwaltungsgericht Münster Recht.

 

Herbert Achternbusch ist Vater von sechs Kindern. Er lebt mit ihnen und seiner Frau Gerda in einem ehemaligen Wirtshaus in Buchendorf bei München. (rk)

   

   

  

Auszeichnungen

Bundesfilmpreis für Das letzte Loch 1982.

Preis der deutschen Filmkritik für Das letzte Loch.

Im Januar 1996 wurde A. mit dem Bielefelder "Friedrich Wilhelm Murnau-Filmpreis" ausgezeichnet.

   

 

Literatur über Herbert Achternbusch

- Hans-Günther Pflaum: "Herbert Achternbusch – Regisseur, Autor, Schauspieler, Produzent"

- Jörg Drews (Hrsg.): "Herbert Achternbusch" (Suhrkamp-Taschenbuch, 1982)  

  

Weitere Filme von und mit Herbert Achternbusch sind bei IMDb und bei Filmportal (+ biografische Angaben) gelistet.

  

  

  

  

  

 

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 28.10.2015

Diese Kurzbiografie kann nur Stichpunkte aus dem Leben des Künstlers enthalten und erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, deshalb sind auf dieser Seite Links angebracht, die weitere Hinweise geben.

      

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