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Herbert Achternbusch Regisseur Drehbuchautor Produzent Darsteller Kamera
Geboren am 23. November 1938 in München.
Er wuchs als Herbert Schild bei der Großmutter in einem Dorf namens Mietraching im Bayerischen Wald auf. Nach der späteren Adoption durch seinen leiblichen Vater trägt er seit 1960 den Namen Achternbusch.
Studium an der Kunstakademie in Nürnberg und München, fertigte Plastiken, malte und schrieb Gedichte, die 1964 erstmals veröffentlicht werden. Er erzielte Erfolge mit seinen Erzählungen und insbesondere "sein Erstlingsroman Die Alexanderschlacht, wurde als bahnbrechend für die Avantgarde der jungen deutschen Literatur in den 1970er- und 80er-Jahren empfunden".1) 1977 wurde ihm der Petrarca-Preis verliehen, den er nicht angenommen hat. 1) Zitat www.isarbote.de
Nach einigen Schmalfilm-Experimenten Anfang der 70er Jahre lernte Achternbusch
die "jungen deutschen wilden" Filmemacher Werner
Herzog, Volker Schlöndorff
und Margarethe
von Trotta kennen, die ihn in seiner Arbeit bestärkten. Percy Adlon
sagte vom ihm: "Er ist einer der wildesten Geister Bayerns" und
Franz-Xaver Kroetz nannte ihn den "einzigen legitimen Nachfolger von Karl
Valentin".
Obwohl er mittlerweile seit seinem Kino-Debüt Das Andechser Gefühl bis heute über 30 Filme gedreht, an die 50 Bücher und 20 Theaterstücke geschrieben hat, wurde er vom großen Publikum kaum beachtet, zu provokant waren seine Filme. Die größte Aufmerksamkeit jedoch schenkten ihm ausgerechnet bayerische Politiker, die seinen Film Das Gespenst (1982) als blasphemisch ansahen und gerichtlich dagegen vorgingen. Grundtenor der tragikkomischen Satire ist der Konflikt zwischen dem wiedergekehrten Jesus mit der heutigen Welt. Der damalige Innenminister Friedrich Zimmermann (CSU) verweigert die Zahlung der letzten Rate der Filmförderung, weil er den Film für "religionsfeindlich hält". Der Rechtsstreit dauerte fast zehn Jahre. 1992 erhält Herbert Achternbusch vor dem Oberverwaltungsgericht Münster Recht.
Herbert
Achternbusch ist Vater von vier Kindern. Er lebt mit ihnen und seiner
Frau Gerda in einem ehemaligen Wirtshaus in Buchendorf bei München.
(rk)
Auszeichnungen Bundesfilmpreis für
Das letzte Loch 1982. Preis der deutschen Filmkritik
für Das letzte Loch. Im
Januar 1996 wurde A. mit dem
Bielefelder "Friedrich Wilhelm Murnau-Filmpreis" ausgezeichnet.
Literatur
über Herbert Achternbusch -
Hans-Günther Pflaum: "Herbert Achternbusch – Regisseur, Autor, Schauspieler, Produzent" -
Jörg Drews (Hrsg.): "Herbert Achternbusch" (Suhrkamp-Taschenbuch,
1982)
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Layout: Rosemarie Kuheim Bearbeitet: 5/2011
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