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Berlin
Mitte 1980
Inhalt Irmtraud
Schmidt, von Freunden auch Irmchen genannt, ist im anderen Teil von Berlin –
im Bezirk Mitte – aufgewachsen, hat dort das Abitur bestanden und wird, weil
sie politisch auffällig wurde, nicht zum Studium zugelassen. Als dadurch auch
die private Bindung zu ihren Freund in die Brüche geht, stellt sie einen
Ausreiseantrag.
Der
Film beginnt mit der Ankunft im westlichen Teil der Stadt, den sie bisher nur
durch einen Blick vom Fernsehturm am Alexanderplatz oder durch Bilder im
"Westfernsehen" kannte. Irmchen wird zunächst bei Freunden in einer
Wohngemeinschaft aufgenommen. Sie hat Schwierigkeiten mit dem neuen Leben, mit
der Vielfalt der Konsumangebotes, den Preisen, den irritierenden Nachrichten
und Informationen. Sie versucht, sich mit neuen politischen Meinungen
auseinander zu setzen und eine eigene Position zu beziehen. Um selbständiger
zu werden, sucht und findet sie eine Arbeit, bei der sie einen jungen Monteur
kennen lernt, mit dem sie sich rasch anfreundet. Gerade durch Achim wird
Irmchen in ihrer allmählich kritisch werdenden Haltung gegenüber den
Freunden in der Wohngemeinschaft bestärkt. Als diese sich eine Villa kaufen
wollen, da jeder eine sichere Geldanlage im Rückhalt hat, beschließt sie,
sich endgültig selbständig zu machen und eine eigene Wohnung zu mieten. Nur
der Versuch, auf schnelle Weise zu Geld zu kommen, misslingt, da Irmchen ihre
"neue Freiheit" und die schnell angenommene "westliche
Lebensart" überschätzt. Als ihr Freund aus der DDR für einen Tag eine
Ausreisegenehmigung erhalten hat, um eine Lesung zu veranstalten, wird ihr
bewusst, wie weit sie sich inzwischen den neuen Lebensbedingungen doch auch
angepasst hat. Sie fühlt sich als "Berlin-Mitte" und sieht
Schwierigkeiten in beiden Teilen der Stadt.
Layout: Rosemarie Kuheim Bearbeitet: 06/2010 |