Sachrang - Eine Chronik aus den Bergen

1978

 

Filmliste Wolf Dietrich

 

  

  

Regie

Wolf Dietrich

Drehbuch

Oliver Storz

Regie-Assistent

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Vorlage

nach dem Roman "Der Müller Peter von Sachrang" von Carl Oskar Renner

Produktion

Bayerischer Rundfunk, Redaktion: Peter Hoheisel

Kamera

Klaus König

Musik

Jochen Langner

FSK

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Länge

289 Minuten

Sonstiges

Special zum film bei br-online.de

Filmbeschreibung bei www.aschau.de

Auszeichnung

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FBW-Bewertung

-

Ur-/Erstaufführung

-

Genre

Fernsehfilm, Literaturverfilmung

      

    

Darsteller

Rolle Darsteller Rolle
Gerhart Lippert Müllner Peter Ludwig Boettger Melchior
Silvia Janisch Marei Wilfried Klaus Harlander
Oswald Fuchs Krautnudel Werner Asam Trixl
Fred Stillkrauth Roter Leopold Gmeinwieser Stierle
Gustl Bayrhammer Ertlbauer Georg Blädel Kratzer
Franziska Stömmer Ertlbäuerin Alexander Pleyer Stockinger
Willy Harlander Eberwirt Peter Gebhardt Steindlmüller
Ursula Luber Eberwirtin Willi Meyer-Fürst Aiblinger
Thekla Mayhoff Norburga Franziska Liebing Beerensammlerin
Fritz Strassner Müllner Vater Alexander Golling Dr. Russegger
Evelyn Palet Ursel Ulrich Beiger Baron von Lilien
Franz Seidenschwan Lukas Schmierl Mathias Eysen von Lippert
Eberhard Peiker Hiaz Marius Aicher Adjutant
Enzi Fuchs Martl Rolf Castell Wurzer
Bernd Helfrich Alois Anton Feichtner Mathias
Rudolf Waldemar Brem Daxer Eva Eichner Theres
Michael Stippel Grottenbacher Ulli Steinberg Jagdvogt
Claudia Gerhardt Terry Susi Engel Kind Maria
Walter Riss Geier Liesl Haller Sophie
Joseph Saxinger Egener Tosca Landsberger Rosanna

  

        

Inhalt

Die Geschichte spielt in den Jahren zwischen 1791 und 1814. Man war arm in Sachrang dieser Tage. Die Menschen kämpften oft ums nackte Leben und aus diesem Kampf und der ständigen Unterdrückung durch die allmächtige Obrigkeit wuchs immer wieder eine jäh aufflackernde Grausamkeit gegen Mitmenschen und Umwelt. In diesen Ausbrüchen machte man sich Luft, vergaß dabei, dass man selbst auch nur ein Geschundener, ein Unterdrückter war. Man vergaß den Hunger, die Not, die Sorgen.

 

Die Wirren des Krieges drangen bin in das entlegene Dorf Sachrang, an der Tiroler Grenze, hinter Aschau, im bayerischen Chiemgau gelegen. Die Franzosen verwüsteten das Land, obwohl der bayerische Kurfürst Maximilian IV. Joseph, ab 1806 König Maximilian I. Joseph von Napoleons Gnaden, doch ein Verbündeter Bonapartes war. Was nach Hagelschlag, Seuchen und Überfällen der Franzosen und der Kaiserlichen auf den Feldern noch zur Ernte übrig war und nicht rechtzeitig eingebracht wurde, vernichteten die herrschaftlichen Jagdgesellschaften. Doch die von Jahr zu Jahr steigenden Abgaben an den Grundherrn mussten pünktlich entrichtet werden.

 

In dieser Welt des Aufbruchs in eine neue Zeit, die im Bann der französischen Revolution stand, versuchte der Müllner-Peter gegen Unterdrückung, Armut und Gewalt seine Vorstellung von menschlichem Zusammenleben zu verwirklichen.

 

Der Müllner-Peter von Sachrang ist eine historische Figur. Er lebte von 1766 bis 1843 auf dem Besitz der Familie Huber, einer Kornmühle. Ursprünglich sollte er Pfarrer werden, doch er brach das Studium in München ab und kehrte nach Hause zurück. Seine neuen Ideen, seine von ihm komponierte Musik, und sein Weltbild fanden keineswegs immer ein positives Echo in der Gemeinde. Neider zerren ihn sogar vor den Landrichter in Prien, der ihn für längere Zeit nach Burg Grünwald in Haft bringen läßt.

  

Schließlich gelingt es Terry von Lilien, bei der der Peter Hauslehrer war, ihren Einfluss am Hofe geltend zu machen und Peter aus der Haft zu befreien. Er kehrt nach Sachrang zurück. Wiederum setzt er sich mit aller Kraft und allem Willen für Gerechtigkeit und Fortschritt ein.

Nach und nach beugte man sich nun der geistigen Autorität. Der Peter wird sogar Amtsvorsteher von Sachrang.

 

Der Aufstieg in diesem Amt, das ihm erlaubt, seine Vorstellungen in der Gemeinde zu realisieren, steht im Gegensatz zu seinem privaten Scheitern. Seine Ehe mit Marei, der Tochter des Ertlbauern, wird nicht glücklich. Zu verschieden sind die Charaktere und Lebensziele.

 

Die leidenschaftliche hoffnungslose Liebe des reifen Mannes zu einem jungen Zigeunermädchen trifft Peter wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Verzweifelt und zutiefst verletzt zündet Marei das elterliche Gehöft an und kommt dabei ums Leben.

 

Schon anderntags zieht der Peter bis nach Italien - immer auf der Suche nach Rosanna. 1814 kehrt er, ausgebrannt, schweigsam und ruhig geworden, nach Sachrang zurück. Er betreibt die Mühle wieder und lebt, als ob nie etwas geschehen wäre, noch 30 Jahre auf seinem Besitz.

(Quelle: Broschüre ARD-Fernsehspiel, Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland, Heft: 10-12 1978)

  

  

  

Gerhart Lippert wurde am 14. März 1937 im oberbayerischen Pietzing am Simssee im Chiemgau geboren, verbrachte seine Kindheit und Jugend aber im benachbarten Tirol, wo er bis heute wohnt. Selbst in den Kriegsjahren erlebte er eine naturverbundene, heile Familienwelt. Vater und Mutter waren Künstler (Maler, Pianistin) und auch der Sohn zeigte bald eine künstlerische Ader, die im Internat Schloss Neubeuern gezielt gefördert wurde. Sein Wunsch, Schauspieler zu werden, konnte er als 18-Jähriger an der Otto-Falckenberg-Schule in München umsetzen, wo er u.a. von Schauspielgrößen wie Lina Carstens und Peter Lühr unterrichtet wurde.
Sein erstes Engagement führte ihn nach seiner Abschlussprüfung zur Spielzeit 1956/57 an den Münchner Kammerspielen, wo sein Lehrherr kein anderer war als der große
Kurt Meisel. Schon früh zeigte Gerhart Lippert eine große Bandbreite schauspielerischen Könnens. Einem breiteren Publikum wurde er bereits bekannt 1965 in der Familienserie Forellenhof. In den Siebzigern avancierte er zum Publikumsliebling im "Komödienstadel", wo er in Gustl Bayrhammer einen prominenten Förderer fand. 
Ein weiterer Meilenstein in seiner Karriere war 1978 die Hauptrolle als Müllner-Peter im mehrmals wiederholten BR-Dreiteiler "Sachrang - Eine Chronik aus den Bergen" (Buch: Oliver Storz, Regie: Wolf Dietrich; nach Motiven des Romans "Der Müllner-Peter von Sachrang" von Carl Oskar Renner).

Die Rolle, die G. Lippert 1993 übernahm, wurde von ihm so glaubwürdig gespielt, dass er sogar auf der Straße mit Herr Doktor Burgner angesprochen wurde, es handelte sich um die Rolle des Bergdoktors. Dabei hat er sich längst anderen Aufgaben zugewandt und ist auch wieder im Theater präsent. 2005 trat er bei den Luisenburg-Festspielen in Wunsiedel auf und spielte in der "Geierwally" den anfangs hartherzigen Vater der Titelheldin und Bauerntochter Walburga Stromminger (Barbara Romaner).

  

   

  

Links fremder Seiten:

www.derchiemgauer.de (Informative Seite über den 'Müllner Peter')

www.grenzenlos.com 

www.werner-asam.de (HP des Künstlers)

www.bayerischesstaatsschauspiel.de (über Fred Stillkrauth)

www.br-online.de (über Gustl Bayrhammer)

www.br-online.de (über Willy Harlander)

www.br-online.de (über Bernd Helfrich)

www.2000.theatersommer.at (über Oswald Fuchs)

www.winklstueberl.de (über Thekla Mayhoff)

http://theater1.augsburg.de (über Eberhard Peiler)

www.schauspieler60plus.de (über Joseph Saxinger)

www.agentur-reimann.de (Agentur des Schauspielers Mathias Eysen)

 

 

 

 

 


  

 

 

  

   

   

   

   

   

   

    

   

   

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 06/2010