Wahnsinn, das ganze Leben ist Wahnsinn 1979
Inhalt Karin
Q., 16jährige Hauptschülerin, vertraut ihrem Tagebuch ihre Erlebnisse,
Gedanken und Gefühle an, auch ihre Schwierigkeiten mit dem Erwachsenwerden. Die
Wege, die ihr Mutter, Lehrer und Freunde anzubieten haben, genügen ihr nicht.
Sie baut sich ihre eigene Welt zurecht, in der nach einigen Disco-Freundschaften
mit Jungen nur noch die 'große Liebe' zu Robert, einem verheirateten jungen
Mann, von Bedeutung ist. Damit verdrängt sie Probleme wie Berufsfindung,
Lehrstellensuche oder andere Überlegungen für die Zukunft. Nachdem abzusehen
ist, dass das Intermezzo für Robert an Interesse verliert, versucht Karin, ihn
mit einer vorgetäuschten Schwangerschaft zu halten. So reiht sich in den
Tagebuchaufzeichnungen ein Klischee ans andere, was in einer schmerzhaften Weise
bedrückend wirkt. "Mir scheint diese Filmarbeit zu einem Dokument geraten
zu sein über unser aller Lebenslüge und über die, die da immer wiederholen,
wir hätten ein ausreichendes Bildungssystem. Solange man einen Großteil der
Bevölkerung (die Hauptschüler) so mit sich und seinen Problemen allein lässt
in einer wichtigen Lebensphase, kann es mit der "Sorge um das Wohl der Bürger
draußen im Lande" nicht weit her sein." (Thomas Thieringer in
"Kirche und Rundfunk", 7.7.1979)
Layout: Rosemarie Kuheim Bearbeitet: 07/2010
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