Kante

1977

 

Filmliste Eberhard Itzenplitz

 

  

  

Regie

Eberhard Itzenplitz

Drehbuch

Karl Wittlinger

Redaktion

Peter Göbbels

Vorlage

-

Produktion

FBT Berlin / ZDF

Kamera

Gernot Roll

Musik

-

FSK

-

Länge

-

Auszeichnung

-

FBW-Bewertung

-

Ur-/Erstaufführung

4. Juli 1977

Genre

-

  

  

  

Darsteller

Rolle
Peter Seum Kante
Gustl Halenke Lina Brosamer
Camilla Spira Ingrid Brosamer
Cornelia Meinhardt Margret
Jürgen Thormann Klett
Wolfgang Ziffer Jung
Ursula Diestel Frau Häuser
Gerhard Dressel Hans
Ethel Reschke Kantes Mutter
Erich Schwarz Freier
Christian Brückner Ulli
Claus Jurichs Kommissar

                

 

 

Inhalt

Kante ist ein im Grunde sehr gutmütiger kleiner Ganove. Früh auf sich gestellt mit einer trunksüchtigen Mutter behaftet, ist er bereits als junger Mann in die Kriminalität geschlittert. Im Gefängnis war er auch schon. Er schlägt sich mit Kiosk-Einbrüchen und ähnlichen, handwerklich sehr geschickt ausgeführten, Delikten durch. Er pflegt, so gut es geht, seine Mutter und fühlt sich für seine Freundin Margret, auch wenn gelegentlich gegen Bezahlung fremde Herren mit in die Wohnung nimmt, irgendwie verantwortlich.

Kante kann - das weiß man in seinen Kreisen - keiner Fliege etwas zuleide tun. Es ist schon reiner Selbstschutz, dass er zum Schutz gegen die Skrupelloseren seiner "Kollegen" neuerdings an einem Karate-Lehrgang teilnimmt; daher und nach der dabei verwendeten Handkante sein jüngster Spitzname. Gustl Mack (so heißt er bürgerlich) ist auch der Polizei bekannt - freilich noch nicht unter seinem Spitznamen. Klett vom Verbindungsdezernat lässt ihm und seiner Freundin Margret eine wohlmeinende Warnung zugehen. 

Nachweisen kann er zwar noch nichts, einige Verdachtsmomente jedoch verdichten sich schon wieder. Klett aber möchte Gustl, den er eigentlich mag, endgültig auf den "geraden Weg" zurückbringen.

Da kreuzt Kante in verhängnisvoller Weise den Weg zweier älterer, unverheirateter Schwestern, die seit Jahrzehnten zusammen ein Kiosk-Geschäft betreiben - allerdings nicht auf der Grundlage der Gleichberechtigung: Ingrid Brosamer, die ältere, ist die Besitzerin, die ihre schwächere Schwester Lina nach Kräften unterdrückt. Sie zahlt Lina nur ein Taschengeld und benutzt deren unehelichen Sohn Hans als ständiges Druckmittel. Nicht zuletzt auf Ingrids hartes Verhalten ist es zurückzuführen, dass Hans zu einem gewalttätigen Charakter wurde und mehrmals im Affekt zugeschlagen hat. Nach Verbüßung einer Gefängnisstrafe wegen Körperverletzung sieht es jedoch so aus, als wäre es ihm gelungen, sich im Vertreterberuf zu resozialisieren. 

Das Unglück nimmt seinen Lauf, als Kante eines Abends an Ingrids Kiosk Zigaretten ziehen will. Er will gar nicht stehlen, aber der Automat ist gesperrt. Er bricht in den kleinen, zum Kiosk gehörenden Lager- und Büroraum ein und wird dabei von Ingrid, die hier noch zu tun hatte, überrascht. Sofort will er die Stange Zigaretten, die er vom Regal nahm, zurückgeben, aber Ingrid will zur Polizei, bedroht ihn mit einer Pistole. Was weiter geschieht, entzieht sich Kantes Kontrolle.

Die Polizei hält Ingrids Tod - man findet eine umgestürzte Leiter und ein Verletzungsmal am Hals - zunächst für einen Unglücksfall. Aber Lina kommt durch Zufall auf Kantes Spur. Sie sah ihn aus dem Kiosk schleichen und ging ihm heimlich nach, um ihn durch einen Zettel, den sie ihm überbringen ließ, zur Rückgabe der Zigaretten zu bewegen. Erst später dämmert ihr, dass es sich hier aller Wahrscheinlichkeit nach nicht nur um einen Diebstahl jenes Mannes gehandelt hat. Sie wird nicht informiert, als durch verschiedene neue Aussagen die Polizei zu einem handfesten Verdacht kommt, der sich ausgerechnet gegen ihren Sohn Hans richtet.

Kante sieht sich durch den Zettel in Lina Brosamers Hand. Er leidet unter dem, was geschehen ist, und geht in die Wohnung, die auch die Wohnung seines Opfers ist, um reinen Tisch zu machen.

Die Begegnung dieser beiden Menschen, die trotz der Verschiedenheit ihrer Lebensbereiche manches gemeinsam haben, bildet das Kern- und Schlussstück der Handlung und nimmt einen innerlich wie äußerlich unerwarteten Verlauf.

(Quelle: Einzelbroschüre zum Fernsehspiel, herausg. vom ZDF, Informations- und Presseabteilung Mainz, Oktober 1970)

    

   

  

 

 


  

 

 

  

   

   

   

   

   

   

    

   

   

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 26. Mai 2016

  

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