Das Ende der Beherrschung 

1976

 

Filmliste Gabi Kubach

 

  

 

Regie

Gabi Kubach

Drehbuch

Gabi Kubach

Vorlage

-

Produktion

Gabi Kubach Filmproduktion, im Auftrag des WDR

Kamera

Axel Block

Musik

Ingfried Hoffmann

FSK

-

Länge

110 Minuten

Sonstiges

-

Auszeichnung

-

Ur-/Erstaufführung

11.01.1977

Genre

Lesbische Liebe

 

    

  

Darsteller

Rolle

Pola Kinski

Carmen

Gila von Weitershausen

Elisabeth

Manfred Zapatka

Wolf

Jochen Kolenda

Willi

Stephan Schultze

Kalle

Tobias Meister

Uli

Andreas Mannkopff

Herbert

Barbara Stanek

Ulla

Rainer Rudolph

Herr Carstens

Christine Prober

Frau Carstens

    

     

       

Inhalt

Elisabeth Reiners ist 31, studiert Soziologie und lebt in Berlin mit Wolf Konrad, einem etwa gleichaltrigen, aufstrebenden Architekten, in einer recht harmonischen Gemeinschaft zusammen. Bei den Recherchen zu ihrer Diplomarbeit trifft sie Carmen, ein siebzehnjähriges Mädchen aus Bottrop, das wegen einer Abtreibung nach Berlin gekommen ist. Für Elisabeth ist das der Beginn eines außerordentlichen emotionalen Abenteuers; denn noch nie ist ihr eine zugleich so fremde und so faszinierende Persönlichkeit begegnet. Carmen, das Arbeiterkind aus dem Ruhrgebiet, ist aufsässig, direkt, ordinär, spontan, schlau, fröhlich, berechnend, dabei ebenso unvermittelt freundlich, einfühlsam und zärtlich wie egoistisch und beherrschend. Dieser Carmen ist es ein Leichtes, Elisabeth dazu zu bringen, fast auf der Stelle mit ihr nach Bottrop zu fahren, um ihren Freund Willi wegen des fehlgeschlagenen Abtreibungsversuches zu beschwichtigen. Elisabeth verdirbt durch ihr Unvermögen, mit dem Rocker Willi richtig umzugehen, mehr als sie nützt. So erscheint es ihr nur als selbstverständliche Pflicht, dass sie mit Carmen nach Amsterdam fährt, um ihr dort die Abtreibung zu ermöglichen. Als sich die beiden danach widerstrebend eingestehen, dass sie sich noch nicht so bald wieder trennen mögen, fahren sie kurzerhand gemeinsam zurück nach Berlin. Dort reagiert Wolf zunächst mit Misstrauen, später mit Unverständnis, Eifersucht und gekränktem Stolz auf die immer offenkundigere Liebesbeziehung zwischen den beiden Frauen. Am Ende zieht er aus der Wohnung aus. Elisabeths Nerven sind schon aufs äußerste gespannt, als eines Tages Willi vor der Tür steht und drohend und handgreiflich Carmens Rückkehr verlangt. Da reagiert Elisabeth mit explosiver Gewalt.

(Quelle: Broschüre "ARD-Fernsehspiel", Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland, Heft: Januar bis März 1977)

 

   

Sie leben zusammen, wie es viele tun: mehr oder weniger zufrieden, mehr oder weniger aufregend, mehr oder weniger unproblematisch. Elisabeth ist 31, studiert Soziologie, Wolf ist erfolgreich in seinem Beruf. Die alltägliche Beziehung, die ausgebaute und zementierte Scheinharmonie bricht jäh zusammen, als Carmen auftaucht, ein aufsässiges Arbeiterkind aus dem Ruhrgebiet. Elisabeth trifft sie in einer Berliner Klinik, wo sie für ihre Promotion über Abtreibung und Gesellschaftsstruktur Fakten sammelt. Carmen ist auf der Suche nach einer Abtreibung. Elisabeth hilft ihr. Die beiden Frauen aus so unterschiedlichen Schichten kommen sich näher, und aus der intellektuellen Elisabeth bricht hervor, was sie jahrelang unterdrückt hat: Emotionalität, Leidenschaft, Sinnlichkeit, Spontanität. Das Ende der Beherrschung ist da. Elisabeth verliebt sich besinnungslos in Carmen, will sie für sich haben. Und muss erkennen, dass ein Mensch wie Carmen sich nicht vereinnahmen lässt. Es endet dramatisch.  

 

Der Film wurde seinerzeit von der Frauenbewegung lebhaft aufgenommen und diskutiert, weil Gabi Kubach eine leidenschaftliche Frauenbeziehung in den Mittelpunkt gestellt hat.

(Quelle: "Der Frauenfilm" von Gudrun Lukasz-Aden u. Christel Strobel, Wilhelm Heyne Verlag München, 1985)

 

  

  

  

 

 

 

 

 


  

 

  

   

   

   

   

   

   

    

   

   

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 1. Juni 2016

  

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