Die letzten Jahre der Kindheit 

1979

 

Filmliste Norbert Kückelmann

 

  

  

Regie

Norbert Kückelmann

Drehbuch

Norbert Kückelmann

Vorlage

-

Produktion

FFAT, Pro-ject, ZDF (Norbert Kückelmann)

Kamera

Jürgen Jürges

Musik

Markus Urchs

FSK

ab 12 Jahre

Länge

105 Minuten

Sonstiges

Erstverleih: Filmverlag der Autoren

Auszeichnungen

Der Film erhielt auf dem Filmfestival von Locarno 1980 eine lobende Erwähnung der ökumenischen Jury. Im gleichen Jahr wurde der Film mit dem Deutschen Filmpreis in Silber ausgezeichnet.

Kameramann Jürgen Jürges erhielt den Deutschen Filmpreis für die beste Kameraführung.

FBW-Prädikat

Besonders wertvoll

Weitere Filmbeschreibung

www.filmportal.de

Ur-/Erstaufführung

19.09.1979, Hamburger Filmfest

Genre

Jugendfilm, Drama

      

  

  

Darsteller Rolle
Gerhard Gundel Martin Sonntag
Dieter Mustafoff Martins Bruder
Leopoldine Schwankel Mutter Sonntag
Karl Obermayr Vater Sonntag
Ernst Hannawald Capo
Norbert Bauhuber Django
Siegfried Ahr Sense
Wilfried Klaus Mann vom Jugendamt
Jörg Hube Kripo-Mann
u.v.a.

       

         

Inhalt

Martin ist bereits mit zwölf Jahren der Polizei und den Jugendbehörden durch mehrere Diebstähle und kleinere Einbrüche aufgefallen. Er kommt aus dem sogenannten Asozialenmilieu. Mit mehreren Geschwistern und seiner Mutter wohnt er im Münchner Norden in einer engen, primitiven Wohnung. Der Vater sitzt wegen Einbruchs eine Gefängnisstrafe ab. Martin treibt sich herum. In einem alten ausgedienten Wohnwagen hat er sich heimlich eingerichtet. Hier hortet er die zusammengestohlenen Sachen. 

Ein Einbruch in eine Baubaracke, den er gemeinsam mit anderen Kindern und seinem älteren, fünfzehnjährigen Bruder Hans begeht, hat Folgen. Die Kinder werden erwischt und bei der Polizei angezeigt. Hans wird in eine Jugendstrafanstalt eingewiesen. Martin, der noch nicht strafmündig ist, kommt in ein Fürsorgeheim.

Nun beginnt ein viele Male sich wiederholender Zyklus von Heimeinweisungen - Flucht - Aufgreifen des streunenden Jungen - Heimeinweisung. Die Akte "Martin", die seine zahlreichen Fluchtversuche und Heimeinweisungen beschreibt, wird immer umfangreicher. Martin gilt amtlich als ein äußerst schwieriger, wenn nicht gar hoffnungsloser Fall. Man hält ihn für bindungslos und gemeinschaftsunfähig. 

Eines Tages erfährt Martin, dass sein Bruder nach einem Ausbruch aus dem Jugendgefängnis ums Leben gekommen ist. Er flieht aus dem Heim. Am Grab seines Bruders fasst ihn die Polizei und bringt ihn zurück. Ein gemeinsamer Fluchtversuch mit "Django", einen älteren Fürsorgezögling, mit dem Martin Freundschaft geschlossen hat, endet wie alle anderen.

Martin kommt nun in ein Heim, das mit seinen therapeutischen Einrichtungen für "schwierige Fälle" besonders geeignet erscheint. Tatsächlich findet sich hier zum ersten Mal ein Erzieher, der wirklich intensiv auf Martins Probleme und Nöte eingeht. Martin fasst zum ersten Mal Vertrauen und Zuneigung zu einem Erwachsenen. Die positive Entwicklung, die sich für den Jungen anbahnt, wird jäh abgebrochen, nachdem der Erzieher wegen pädagogischer Differenzen mit dem Leiter das Heim verlassen muss. Martin reißt wieder aus uns streunt. 

Nach einem Ladendiebstahl wird er festgenommen und in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Das Ergebnis der klinischen Untersuchung: ein überdurchschnittlicher Intelligenzgrad, gekoppelt mit einem hohen Maß an emotionaler Bindungslosigkeit. Der Arztbericht hält fest, dass Martin "in Selbstbeschädigungsabsicht eine Glasscherbe geschluckt" habe und dass er aus Sicherheitsgründen in die Abteilung für unruhige Männer verlegt werden müsse.

Martin gelingt es, aus der Anstalt zu fliehen. Er lernt Susanne, ein fünfzehnjähriges Mädchen, kennen. Susanne ist ihren Eltern fortgelaufen und lebt in einem verlassenen Abbruchhaus. Sie nimmt Martin bei sich auf. Gemeinsam fühlen sie sich glücklich. Dann jedoch werden sie von der Polizei aufgespürt. Martin ist gerade 14 Jahre alt geworden und damit strafmündig. Endlich kann er dorthin gebracht werden, wohin er nach Meinung der Behörden schon lange hingehört: ins Jugendgefängnis. In der Zelle erhängt sich Martin mit einem Hosengürtel.

(Quelle: Broschüre Das Fernsehspiel im ZDF, Heft 26, September - November 1979, Seite 108/109, hrg. vom Zweiten Deutschen Fernsehen, Informations- und Presseabteilung / Öffentlichkeitsarbeit)

  

  

  

  

 

  

  

  

 

 

  

   

   

   

   

   

   

    

   

   

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 1. Juni 2016

  

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