Der Aufstand 

1980

 

Filmliste Peter Lilienthal

 

  

 

Regie

Peter Lilienthal

Drehbuch

Peter Lilienthal und Antonio Skármeta

Produktion

Independent (Heinz Angermeyer), Joachim von Vietinghoff, Provobis, Istmo, ZDF  

Kamera

Michael Ballhaus

Musik

Claus Bantzer

FSK

ab 12 Jahre

Länge

96 Minuten

Sonstiges

Dieser Film ist gewidmet dem freien Volk von Nicaragua. Wir danken den Bewohnern von León und den Soldaten der sandinistischen Befreiungsfront für ihre Mitarbeit.

FBW-Prädikat

Besonders wertvoll

Filmbeschreibung

Basisfilm und Artikel zu diesem Film aus Spiegel Nr. 41/1980

Ur-/Erstaufführung

Kinostart 24.10.1980

Genre

Politischer Film

   

   

  

Darsteller

Rolle

Agustin Pereira 

Augustin

Carlos Catania

Vater

Maria Lourdes Centano de Zelaya 

Mutter

Oscar Castillo

Hauptmann Flores

Guido Saenz

Onkel

Vicky Montero

Schwester

Saida Mandieta Ruiz

Miriam

    

    

       

Inhalt

Am 19. Juli 1979 endet die Diktatur Somozas in Nicaragua durch den Sieg der Nationalen Befreiungsfront (FSLN). Einen Monat davor wird das Kommando in León - einer der letzten Festungen des Tyrannen - durch den Volksaufstand erobert. Im November 1979 beginnt der Regisseur Peter Lilienthal, zusammen mit Filmemachern aus Zentral- und Südamerika, mit den Dreharbeiten an einem Spielfilm, der Höhepunkte des Volksaufstandes in León zum Mittelpunkt hat. Bürger, die ehemalige Stadtguerilla und Einheiten der Befreiungsarmee beteiligen sich an dieser Arbeit. Im Mittelpunkt der Ereignisse steht eine Familiengeschichte, die zum Symbol des Kampfes um die Wiederherstellung von Würde und Freiheit des Menschen in Nicaragua wird. (Verleihprogramm)

 

"Der Film ist die Geschichte von einem Soldaten, der aus materiellen Gründen, weil er seiner Familie helfen und seiner Schwester das Studium ermöglichen will, dieser Söldnerarmee beitritt und der dann, als er sieht, wie das Volk bedroht wird, überläuft und in die Befreiungsfront eintritt. Die Auseinandersetzung im Film findet mit einem Offizier statt, der ihn zurückholen will, und seinem Vater, der fortschrittlich ist. Gegenüber Es herrscht Ruhe im Land ist das eine genaue Umkehrung der Verhältnisse, denn hier ist der Vater der Fortschrittliche und der Sohn der Reaktionär, wobei die Figur des Sohnes noch ambivalente Züge hat. Das ist kein Typ, dem man sofort vertraut und der sagt, ich stehe auf der Seite des Volksaufstandes, sondern er wägt ab. Er könnte z.B. als Fernmeldemechaniker in den USA ausgebildet werden, er bekommt ein Auto wie sein Offizier, und das ist doch alles besser als das, was man zu Hause hat. Mit solchen Hoffnungen wurden diese Jungen ja gerade indoktriniert. Der Vater ist kein große politischer Held, er ist organisiert in der Nachbarschaft, er verteilt Zettel, hat immer nur Aushilfsjobs, macht Straßenarbeiten. Er versucht nun, dem Jungen ein Ultimatum zu stellen: entweder ich werfe dich raus oder du gibst das Militär auf! 

Diese Geschichte habe ich gedreht in einer kleinen Stadt, die früher einmal Universitätsstadt war, León heißt und 80000 Einwohner hat. Ich habe mit den Leuten in der Stadt zusammengearbeitet, und die haben wirklich alle mitgemacht. In diese Grundsituation, die Dreiecksgeschichte Vater-Sohn-Offizier, habe ich die wichtigsten Ereignisse in dieser Stadt in den letzten 12 Monaten des Aufstands mit eingearbeitet, also beispielsweise ein Massaker in einer Kirche und einen Überfall auf das Stadtkommando, der von allen, den Frauen, Männern und Familien organisiert wurde. Und das haben die Einwohner wenige Monate nach dem Aufstand mit mir rekonstruiert. Wir haben an den Originalschauplätzen gedreht und mit den Beteiligten gearbeitet, die eigentlich nur das wiederholt haben, was sie Monate vorher tatsächlich erlebt haben. Über die Atmosphäre während der Arbeit könnte ich ganze Romane schreiben."

(Peter Lilienthal im Gespräch mit Jürgen Bevers)

(Quelle: Kino - Bundesdeutsche Filme auf der Leinwand 1981/82, herausgegeben von Robert Fischer, Verlag Monika Nüchtern, München)

 


  

 

 

  

 

 

 

 

   

   

   

   

   

   

    

   

   

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 22. Dez. 2015

  

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