Kleine bunte Freudenspender 1978
Inhalt Rauschgiftsucht und Alkoholismus sind bekannte und immer wieder diskutierte Erscheinungen in unserer Gesellschaft. Nicht weniger gefährlich ist der Tablettenmissbrauch. Seine Verbreitung und seine Auswirkungen sind jedoch weithin unbekannt. Der Film versucht der Frage nachzugehen, wie es zu Tablettenmissbrauch kommen und welche Folgen diese Sucht für den Drogenkonsumenten und seine Angehörigen haben kann. Fünf authentische Fälle, die nach Protokollen mit den Beteiligten gestaltet wurden, bieten in etwa ein Abbild des Bereiches, in dem sich Tablettenabhängigkeit abspielt.
Anmerkungen des Autors/Regisseurs: Die Personen des Films sind keine Erfindung. Diese Menschen gibt es und hat es gegeben. Aus rechtlichen Gründen sind nur die Namen verändert. Die Darstellung ihrer Lebens- und Krankengeschichten beruht auf Tonbandinterviews mit den Patienten, ihre Angehörigen und Ärzten. Die Interviewpartner gehören nicht einer gesellschaftlichen Schicht an, sie stammen aus ganz verschiedenen sozialen Gruppen. Gemeinsam aber ist allen die sehr leidvolle Erfahrung bei dem Versuch, mit Hilfe von "Stoßdämpfern für die Seele" kleine oder größere Belastungen in der Konfrontation mit der sie umgebenden Wirklichkeit aus der Welt zu schaffen. Dass sie dem Werbespot, der "Nicht Scheinlösung für Probleme, sondern Lösungen für Scheinprobleme" verhieß, vertraut haben, bedeutet für einige von ihnen einen Irrtum mit Todesfolge. (Quelle: Broschüre Das Fernsehspiel im ZDF, Information und Presse/Öffentlichkeitsarbeit, Heft 21, Juni bis August 1978)
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Layout: Rosemarie Kuheim Bearbeitet: März 2011 |