Lehmanns letzter Lenz

1974/75

 

Filmliste Eberhard Pieper

 

  

  

Regie ...............................

Eberhard Pieper

Drehbuch .........................

Konrad Hansen

Vorlage ............................

-

Schnitt .............................

?

Redaktion .........................

Werner St. Steinadler

Produktion ........................

ZDF

Kamera ............................

Alfred D. Ebner

Musik ...............................

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FSK .................................

?

Länge ..............................

?

Ur-/Erstaufführung .............

11.02.1975

Genre ..............................

Drama, Fernsehspiel

  

  

  

Darsteller

Rolle

Horst Bollmann ...................

Albert Lehmann

Karin Schlemmer ................. Martha Möller
Peter Schiff ....................... Kwalle
Günter Flesch .................... Pastor
Thomas Ayck ..................... Fernsehreporter
Henry Kielmann .................. Gesprächsleiter Hartung
Josef Dahmen .................... Konsistorialrat
Charlotte Schellenberg ........ Frau Maienschein
Robert Fitz ........................ Rentner Schmidt
Walter Jokisch ................... Trödler
Erich Schwarz ................... Autohändler Schulz
Dieter Ohlendiek ................ Polizist
Birgit Nette ....................... Reporterin
Else Betz-Grothe ................ Frau Vorbeck
Ingeburg Kanstein .............. Hausfrau

                  

  

Inhalt  

 

Charaktere wandeln sich, je länger man sich mit ihnen beschäftigt. So auch der "Held" meines Fernsehspiels. Ursprünglich war Lehmann ein liebenswerter Schnorrer, der auf Kosten der anderen einen faulen Lenz schiebt, indem er in ihnen romantische Sehnsüchte nach dem einfachen Leben weckt. Später mauserte er sich zu einem zwar immer noch sympathischen, aber kühl kalkulierenden Pragmatiker. Er - und mit ihm der Autor - hatte nämlich erkannt, dass eine Gesellschaft, die zu allgemeinem Wohlstand gelangt ist, eines Kontrastes bedarf, um sich ihres Wohlstands so recht erfreuen zu können. Damit hatte Lehmann eine Rolle gefunden, die ihn von Existenzsorgen befreite und ihm zugleich ein "arbeitsloses" Leben ermöglichte. Allerdings stellte sich die Frage, wie lange er diese Rolle zu spielen imstande war, ohne durch die Früchte, die sie trug, seine Glaubwürdigkeit zu verlieren. Aber siehe da: Man akzeptierte ihn, wie er zu sein vorgab, weil man ihn als Maßstab brauchte. Diese beiderseitige Verlogenheit rief nach einem Gegenspieler, einem, der die Dinge beim Namen nannte, der dem augenzwinkernden Zusammenspiel zwischen Lehmann und seinem Publikum ein Ende machte. So trat Kwalle auf den Plan. Aber auch er machte eine Wandlung durch, entfernte sich immer mehr von der Rolle, die ich ihm anfangs zugedacht hatte, wurde schließlich zu einer Art zweiter Lehmann. Und damit war ein Prozess abgeschlossen, und ein zweiter begann: aus der Konfrontation dieser beiden, einander so ähnlichen Figuren ein Spiel zu entwickeln, bei dem die eine, wie der Titel andeutet, den Kürzeren zieht.

(Autor Konrad Hansen in "Das Fernsehspiel im ZDF", Heft Nr. 7, Dez. 1974 - Febr. 1985, herausgegeben vom Zweiten Deutschen Fernsehen, Informations- und Presseabteilung)

  

  

Über den Autor:

Konrad Hansen, geb. 1933 in Kiel, schrieb zahlreiche Hörspiele und Fernsehspiele: Weiße Wyandotten (WDR), Herr Kannt gibt sich die Ehre, Nullovert, Das Ding an sich und wie man es dreht, Gesang im Marmorbad, Vom Hackepeter und der Kalten Mamsell. Bis auf das erstgenannte wurden sämtliche Fernsehspiele vom ZDF produziert.  

  

  

  

 

 

 


  

 

 

  

   

   

   

   

   

   

    

   

   

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 16. Juni 2016

  

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