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Die Frau des Reporters 1985
Filmliste Heide Pils
Inhalt "Die Menschenrechtssituation in El Salvador ist weiterhin furchterregend." (Aus einem Bericht der nordamerikanischen Menschenrechtsorganisation American Watch, 1985.)
Der Film spielt in El Salvador, dem kleinen, aber dichtbesiedelten Land an der Westküste Mittelamerikas, das durch einen blutigen Bürgerkrieg in den vergangenen Jahren immer wieder in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit geriet.
Die österreichische Autorin und Regisseurin Heide Pils hat das Drehbuch nach eigenen Recherchen in El Salvador geschrieben und die Spielhandlung in die Zeit nach der Ermordung des Erzbischofs Romero von San Salvador am 24. März 1980 datiert. Für diese Produktion erhielt die Regisseurin den DAG-Fernsehpreis 1986 in Gold.
Esther Jochmann muss eine Flugreise antreten, die einen traurigen Anlass hat: Ihr Mann Stefan ist als Reporter im fernen El Salvador bei einer Auseinandersetzung zwischen Guerilleros und Regierungstruppen erschossen worden. Wie ihr das Konsulat in der Hauptstadt San Salvador mitteilt, muss Esther den Leichnam ihres Mannes identifizieren, bevor ihn die Behörden zur Überführung nach Europa freigeben. Der Aufenthalt Esthers in dem für sie fremden Land dauert länger als erwartet. Die kluge, sensible Frau lernt während dieser Zeit Menschen der verschiedensten Bevölkerungsschichten kennen, darunter auch Freunde ihres verstorbenen Mannes. Durch sie erfährt Esther von der Verehrung des Volkes von El Salvador für den ermordeten Erzbischof Romero und dem Hass auf seine Mörder. Romero hatte dem Reporter Stefan Jochmann ein Tonbandinterview gewährt, das Esther von Padre Manuel, Priester einer Vorortgemeinde, aus dem Nachlass ihres Mannes erhält. Sie beginnt, das Engagement Stefans für die Menschen in El Salvador zu begreifen. Als Padre Manuel zu einer Fahrt ins Guerillagebiet aufbricht, beschließt Esther, ihn zu begleiten
(Quelle: Broschüre "Spiel im ZDF", Heft 3, März 1988, herausg. vom ZDF, Abt. Information und Presse, Öffentlichkeitsarbeit)
Layout: Rosemarie Kuheim - Deutsches Filmhaus Aktualisiert am 21. Oktober 2026
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