Das Komplott 

1979

 

Filmliste Dieter Wedel

 

  

  

Regie

Dieter Wedel

Drehbuch

Dieter Wedel

Vorlage

-

Produktion

active-film

Kamera

Kurt Weber, Ulrich Heiser

Musik

-

FSK

-

Länge

90 Minuten

Auszeichnung

-

Ur-/Erstaufführung

29.10.1979 ZDF

Genre

Dokumentar-Fernsehspiel

      

  

    

Darsteller

Rolle

Andrea Jonasson

Sina

Wolfgang Wahl

Walter Glamann

Herbert Mensching

Monika Peitsch

Gerd Böckmann

Wolf-Dietrich Berg

Charles Brauer

Michaela May

Andreas Schnorr

Günter Dockerill

Manfred Heidmann

Elert Bode

u.v.a.

      

     

       

Inhalt

Sina, Journalistin, attraktiv und ehrgeizig, hat es geschafft. Dank des Bauskandals um die Müllverbrennungsanlage, den sie aufgedeckt und an die Öffentlichkeit gebracht hat, ist sie die Karriereleiter ein gutes Stück nach oben geklettert. Noch vor kurzem eine kleine Lokalreporterin an einer Provinzzeitung, kann sie nun im Regionalfernsehen eine Sendung über Geschichte und Hintergründe des "Müllskandals" moderieren.

  

Angefangen hatte alles vor einigen Monaten, als Sina in die Lokalredaktion des "Stadtanzeigers" als Reporterin eintrat - fest entschlossen, sich mit aufsehenerregenden kritischen Artikeln einen Namen zu machen, ihren Job als Sprungbrett nach oben zu nutzen und in diesem Nest nicht zu versauern so wie andere Kollegen - etwa Ben, der die Lokalredaktion seit Jahren leitet, sich jedoch von Rodert, dem Chefredakteur, schikanieren lässt und seine früheren Zukunftsträume im Suff erstickt.

  

Bald findet Sina Gelegenheit, ihre Vorstellung von einem kritischen Journalismus in die Tat umzusetzen. Die Stadt baut eine Müllverbrennungsanlage. Der Geschäftsführer der Baufirma heißt Walter Glamann. Als Fraktionsvorsitzender der Mehrheitspartei ist Glamann die mächtigste politische Figur in der Stadt. Darüber hinaus ist er Mitglied des städtischen Bauausschusses, also jener Körperschaft, die Glamanns Firma mit der Durchführung des Großbauprojekts "Müllverbrennungsanlage" beauftragt hat. Offenbar ein Fall von Ämtermissbrauch, von politischer und kommerzieller Interessenverfilzung.

  

Sina recherchiert, und bald weiß sie, dass Glamann zwar regional ein starker Mann ist, dass er sich aber mit seiner selbstherrlichen Art, nicht nur zum Wohle der Allgemeinheit, sondern auch zum Vorteil seiner Firma Politik zu machen, bei der Opposition, vor allem aber in der eigenen Partei, eine Reihe von Gegnern geschaffen hat.

  

Glamann jedoch ist sich seiner Machtposition absolut sicher. Sind nicht sogar Landesminister von seinem Wohlwollen und Votum in der Partei abhängig? Hat nicht die Landesregierung - wenn auch erst nachträglich - den Bau der Anlage abgesegnet? So trifft ihn die von Sina verfasste Artikelserie über die Hintergründe der Müllverbrennungsanlage wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Gestützt auf vertrauliche Unterlagen, die ihr von Glamanns Gegnerin in der Landesregierung und in der Partei zugespielt worden sind, erhebt Sina den Vorwurf, dass der zuständige Landesminister von Glamann erpresst worden sei und dass Steuergelder verschleudert würden, weil die Anlage am Bedarf gemessen, viel zu groß geplant sei.

  

Die Artikelserie hat Folgen: Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss wird eingesetzt, um die Vorwürfe zu prüfen. In der Sache wird zwar wenig geklärt. Die Kardinalfrage, ob der Bau der Müllverbrennungsanlage überhaupt und - wenn ja - in dieser Größenordnung sinnvoll ist, bleibt unbeantwortet. Die komplexen ökonomischen und ökologischen Sachprobleme lassen simple eindeutige Antworten im Sinne von Ja oder Nein auch kaum zu. Dafür jedoch ergeben sich personelle Konsequenzen. Ein Regierungsbeamter gerät in den Verdacht, die Presse mit vertraulichen Unterlagen versorgt zu haben und zieht ein Disziplinarverfahren auf sich. Glamann - er fühlt sich als Oper eines Komplotts - muss auf Drängen seiner Parteifreunde vom Fraktionsvorsitz zurücktreten. Allerdings ist seine politische Laufbahn damit keineswegs beendet. Sein Sachverstand und seine Tatkraft bleiben von Freunden und Gegnern gleichermaßen unbestritten. Auf ihn wartet das Oberbürgermeisteramt in einer Stadt, in der seine Partei die Mehrheit hat.

  

Für Sina bringen die Artikelserie und das Echo in der Öffentlichkeit eine Veränderung der beruflichen Situation. Ihr wird eine Position als Redakteurin im Fernsehregionalprogramm angeboten. Ein kritischer Bericht über Filzokratie und Ämtermissbrauch am Beispiel Glamann ist ihre erste Arbeit für das Fernsehen.

  

(Quelle: Das Fernsehspiel im ZDF, Heft 26, September - November 1979, herausg. vom Zweiten Deutschen Fernsehen, Informations- und Presseabteilung/Öffentlichkeitsarbeit)

 

  

  

   

  

  

  

 

 


  

 

 

  

   

   

   

   

   

   

    

   

   

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 19. Febr. 2016

  

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