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Rudolf Waldemar Brem
Darsteller - Regisseur - Ko-Produzent
Rudolf Waldemar Brem wurde 1948 geboren.
Besuch des Münchner Rupprecht-Gymnasiums, dort machte er auch Abitur. Danach schloss sich ein Studium der Germanistik und Theaterwissenschaft an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität an.
Von 1969 - 1971 Schauspielstudium an der Otto-Falckenberg-Schule. Zusammen mit Peer Raben war Brem als ein Mann der ersten Stunde am Action-Theater engagiert und gründete zusammen mit Rainer Werner Fassbinder und anderen das "antiteater" (hierzu Artikel in der Münchner Abendzeitung von 2011). Von 1967 bis 1974 wirkte er als Darsteller in den Fassbinder-Filmen Katzelmacher (1969, Filmband in Gold), Warnung vor einer heiligen Nutte, Welt am Draht, Angst essen Seele auf, Wildwechsel, Pioniere in Ingolstadt und der Fernsehserie Acht Stunden sind kein Tag mit.
Eine Zeitlang spielte er auch bei Kurt Hübner am Bremer Theater, welches ja bekannt für unkonventionelles Spiel war. Hier traf er Rainer Werner Fassbinder, der in Bremen einige Stücke inszenierte. Weiterhin arbeitete er mit Horst Zankl und Claus Peymann am Schauspielhaus Hamburg und kurzzeitig unter Peter Zadek beim Schauspielhaus Bochum. Am Münchner Volkstheater gehörte er zum Ensemble bei Ruth Drexel und Christian Stückl, und seit 2001 war er beim Bayerischen Staatsschauspiel engagiert, hier konnte man Waldemar Brem in Inszenierungen von Elmar Goerden, Thomas Langhoff und Dieter Dorn sehen.
In der TV-Serie Um Himmels Willen hatte er die Rolle des Wirtes Willi Pfaff. Mit Ulli Lommel drehte Brem die Kino-Filme Boots (2001), Daniel, der Zauberer (2003, hier übernahm er auch die Produktionsleitung) und Zodiac-Killer (USA, 2005). Ab 2007 stand er regelmäßig in Wunsiedel bei den Luisenburg-Festspielen (< ein Nachruf) auf der Bühne. In Wunsiedel hatte Brem einem schweren Fahrradunfall, bei dem er lebensgefährlich verletzt wurde. Erst nach mehrjähriger Pause konnte er seine Arbeit wieder aufnehmen.
Sein letzter Spielfilm war die Produktion Trash Detective, eine schräge Komödie á la Fargo: In dem schwäbischen Dorf Matringen kennt jeder den Schrottbastler, Außenseiter und Trinker Uwe (Brem), aber keiner glaubt dem Schwätzer ein Wort, auch nicht, als Uwe davon überzeugt ist, einen Mord an der örtlichen Schönheitskönigin Susi Berger beobachtet zu haben. In seiner Ahnung alleingelassen, nimmt Uwe die Ermittlungen auf eigene Faust auf und dringt immer tiefer in die dunklen Wahrheiten ein, die unter der Kleinstadtidylle Matringens vergraben liegen. Regie führte Maximilian Buck. Der Spiegel schrieb damals "Lustvoll wahnwitzige Krimikomödie mit Anleihen an "Twin Peaks" und Wolf Haas' Brenner-Romane." - Ein bärenstarker Film, wie ich meine. -
Rudolf Waldemar Brem starb am 17. März 2016, nachdem bei ihm während der Dreharbeiten zum Film Trash Detective eine Krebserkrankung in fortgeschrittenem Stadium festgestellt wurde.
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Weitere Filme mit Rudolf Waldemar Brem
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