Protesterklärung des 1. Münchner FilmfestivalsDas Gespenst

1982

 

Filmliste Herbert Achternbusch

  

  

Regie: Herbert Achternbusch

Drehbuch: Herbert Achternbusch

Produktion: Herbert Achternbusch

Musik: -

Kamera: Cornelius Glatzl

Länge: ca. 88 Minuten

FSK: ab 18 Jahre

Genre: Satire, Tragikkomödie

 

  

  

Darsteller

Annamirl Bierbichler

Kurt Raab

Herbert Achternbusch

Judit Achternbusch

Rut Achternbusch

Dietmar Schneider

Rita Achternbusch

Ann Poppel

Gunther Freyse

Josef (Sepp) Bierbichler

Alois Hitzenbichler

Franz Baumgartner

Werner Schroeter

Gabi Geist

 

  

  

Inhalt

 

Filmbeschreibung bei www.filmportal.de

  

  

Eine Christusfigur in einem Kloster wird lebendig, steigt vom Kreuz herab, wandert als Ober (= Kellner) mit einer Oberin (= Äbtissin), die ihn liebt, durch die bayerischen Lande. Er ist ein sanftmütiger Mensch, der sich nicht daran erinnert, was er als Christus getan hat. Auf seinem Weg gerät er mit einem Polizisten, mit einem Bischof und mit einem Münchner Passanten in Konflikt. (Quelle: Hörzu Filmdatenbank)  

  

 

Der Nagel knirscht im Holz, als der Gekreuzigte plötzlich die rechte Hand bewegt, um sich die Nase zuzuhalten, weil der Schwester Oberin ein Apfel nicht bekommen ist. Gleich zu Beginn wird der passionsspiel-gewohnte Christus in einen derben Volksstück-Scherz verstrickt. Trotzdem steigt der 42. Christus des Klosters daraufhin vom Kreuz und humpelt durch Bayern: ein Statist hat seinen Arbeitsplatz verlassen. Und wieder hat der Ärger mit einem Apfel begonnen...

Im April 1983 verweigert die Freiwillige Selbstkontrolle (FSK) die Freigabe des Films. Dieser Ablehnungsbescheid der FSK - in der Revision wird er aufgehoben und der Film freigegeben - wurde zu einem Signal für die filmpolitische Wende, die von dem CSU-Innenminister Friedrich Zimmermann angestrebt wird. Ein Münchner Amtsgericht von der weisungsgebundenen Staatsanwaltschaft angestrengter Prozess gegen 'Das Gespenst' wird von den dortigen Richtern zurückgewiesen (wegen angeblicher Minderqualität des Films). Innenminister Zimmermanns Weigerung, Achternbusch die letzte Rate in Höhe von 70000 DM auszuzahlen, die dem Regisseur aus seinem Bundesfilmpreis für Das letzte Loch zusteht, setzte sich in der Spruchpraxis der FBW fort. Dem Gespenst, der mit über 130'000 Besuchern erfolgreichste Film Achternbuschs, wurde das Prädikat 'wertvoll' verweigert, so dass dieser nicht in die Referenzfilmförderung der FFA gelangte, die dem Regisseur und Produzenten Achterbusch automatisch Finanzmittel zur Herstellung eines neuen Films ermöglicht hätte. (Text mit Genehmigung www.xenix.ch)
  

   

 

Fremde Links:

www.bayerischesstaatsschauspiel.de (Gabi Geist)

www.steffi-line.de (Josef Bierbichler)

www.filmportal.de 

www.xenix.ch

 

  

  

  

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 11/2010