Die Reinheit des Herzens

1980

   

Filmliste Robert van Ackeren

   

  

 

Regie

Robert van Ackeren

Drehbuch

Robert van Ackeren

Produktion

Bavaria / Pro-ject Filmprod.  

Kamera

Dietrich Lohmann  

Musik

Peer Raben

FSK

ab 16 Jahre

Länge

104 Minuten

Ur-/Erstaufführung

Filmfestspiele Cannes 15. Mai 1980

Genre

Dreiecksgeschichte, Beziehung

 

  

  

Darsteller

Rolle

Elisabeth Trissenaar

Lis

Matthias Habich

Jean

Marie Colbin

Bini

Isolde Barth

Monella

Edith Volkmann

Lisas Mutter

Roland von Schulze

Freund

Herb Andress

Mona Schmiedel

Heinrich Giskes

   

 

Inhalt

 

Wolf Donner schrieb im Spiegel Nr. 24/1980 >>> (pdf)

    

  

Lisa lebt in geordneten Verhältnissen, sieht gut aus, ist Buchhändlerin und liest gerne Trivialliteratur. Jean arbeitet als Übersetzer, eigentlich ist er Schriftsteller. Er hat schon mehrere Kapitel eines Romans im Schreibtisch, aus denen er manchmal dem Besuch gelegentlich vorliest, kommt mit dem Schreiben aber nicht so recht weiter. Sie sind ein harmonisches Paar, haben sich aber keine ewige Treue geschworen, sondern finden es "moderner" und "liberaler", eine sogenannte offene Zweierbeziehung zu führen. Er hat alles Verständnis - wohl mehr aber für sich.

Lisa lernt in ihrer Buchhandlung Karl kennen, der vom Bücherklauen lebt. Er ist jünger als Lisa. Die Harmonie scheint gefährdet zu sein. Lisa erzählt Jean von Karl, dieser ist interessiert und fast könnte man glauben, er freue sich, dass seine Lisa mal eine neue Erfahrung macht.

 

Karl ist Lisa intellektuell unterlegen, was das Verhältnis aber überhaupt nicht beeinträchtigt. Sie treffen sich bald regelmäßig. "Karl ist so ganz anders als ich", sagt Lisa. Karl nimmt völlig Besitz von ihr und sie merkt, dass es ihr guttut, wieder ihren Körper zu spüren. Das Verhältnis wird intensiver und bald treffen sie sich immer heimlicher. Jean verliert unterdessen fast seine Haltung. Toleranz predigen und dulden sind nämlich zwei verschiedene Schuhe.

 

Lisa ist soweit, sie zieht aus. Jean bricht vollends zusammen. Er lässt die Wohnung verkommen, kann nicht mehr arbeiten, ist der Verwahrlosung nahe. Lisa, die Gute, fühlt sich schuldig an Jeans Gemütszustand. Sie empfindet seine Selbstzerstörung als Liebesbeweis für sie. Sie fängt an, Karl zu hassen, dass sie sich so hat gehen lassen. Um endlich wieder klarer sehen zu können, befreit sie sich gewaltsam von Karl und kehrt zu Jean zurück. (rk)

  

 

 

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Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet:

11/2010