Vater, Mutter, Mörderkind

1992

 

Filmliste Heiner Carow

 

  

  

Regie

Heiner Carow

Drehbuch

Ulrich Plenzdorf

Regie-Assistent

-

Vorlage

-

Produktion

Neue Filmproduktion

Kamera

Martin Schlesinger

Musik

Stefan Carow

FSK

-

Länge

95 Minuten

Filmbeschreibung

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Auszeichnung

-

FBW-Bewertung

-

Ur-/Erstaufführung

01.02.1993 ZDF

Genre

Drama, Zeitgeschichte, Wiedervereinigung

      

      

  

Darsteller

Rolle
Sebastian Reznicek Karl
Franziska Troegner Uschi
Klaus J. Behrendt Julius
Werner Eichhorn Überlaut
Alexander Radszun Schuster
Nico Wohllebe
Davia Dannenberg
Gudrun Ritter
Gertraud Kreißig
Ernst-Georg Schwill

                

  

Inhalt

Juni 1990, Schwedt an der Oder, kurz vor der Währungsunion: Julius, ein (fiktiver) Terrorist, der 1980 mit Wissen der Stasi in die DDR übergewechselt war und ohne Preisgabe seiner Identität eine Kindergärtnerin mit dreijährigem Sohn geheiratet hatte, wird sehr unruhig, als er in den Nachrichten von verhafteten Terroristen hört. Offenbar ist die Jagd auf seinesgleichen jetzt eröffnet. Nach einer spontanen Fluchtreaktion fährt er dennoch nach Hause. Dort wird er verhaftet und in Untersuchungshaft genommen. Seine Frau Uschi hat von seiner Vorgeschichte nichts gewusst, sie ist fassungslos wegen dieses Vertrauensbruchs. Adoptivsohn Karl versucht, zwischen dem inhaftierten Vater und der zutiefst gekränkten Mutter zu vermitteln. Für die Mutter ist er einziger Gesprächspartner und Trost. Schon die Nachbarn machen es ihnen schwer genug. In der Schule gibt es mit dem "Mörderkind" Probleme, und Uschi ist ihre Kindergartenstelle los. Schließlich fasst Karl den Entschluss, den Vater zu entführen. Bei einem Besuch im Gefängnis gewinnt er das Vertrauen eines älteren Wachbeamten, ermächtigt sich dessen Pistole und sucht die Entscheidung. Die fällt allerdings ganz anders aus, als er sich das erhofft hatte... (Quelle: theaterkanal.de)
 

  

Ulrich Plenzdorf und Heiner Carow beschreiben den authentischen Lebenshindergrund der in der DDR untergetauchten RAF-Leute. Im fiktiven Schicksal des 13-jährigen Karl kondensieren sie die Widersprüche im Aufeinanderprall der Sozialformen und Ideologien in der Übergangsphase der Wiedervereinigung. Ein deutsch-deutscher Film von Format, der das Seine zur Analyse des Unbewältigten beiträgt. (Quelle: Fischer Film-Almanach 1994, TB-Ausgabe)

 

  

  

  

  

Links fremder Seiten:

www.defa-sternstunden.de (über Ernst Georg Schwill)

www.franziska-troegner.de (HP der Künstlerin)

www.dhm.de (über Ulrich Plenzdorf)

 


  

 

 

  

   

   

   

   

   

   

    

   

   

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 06/2010