Der Tambour 1984
Inhalt Die
Untersuchung eines gewöhnlichen Kriminalfalles in Spandau bei Berlin verläuft
ungewöhnlich. Der Fall scheint klar: Ein Grenadier des in Spandau
garnisonierenden Regiments "Prinz von Preußen" hat einen Raubmord
begangen – die Zivilgerichtsbarkeit sucht den Täter zur Rechenschaft
zu ziehen. Dabei
stößt sie auf den Widerstand des Militärs. Denn der Verdächtige wird
dringend von seinem Regiment gebraucht. Nach den verlustreichen Schlachten des
Sommers 1757 braucht der König jeden verwendungsfähigen Soldaten. Glücklicherweise
ist bald ein zweiter Verdächtiger zur Hand, ein Halbwüchsiger. Aber ehe der
wegen einer Tat, die er nicht begangen hat, an den Galgen kommt, wird er
gerettet. Aus dem Gefängnis wird ihm zur Flucht verholfen – zur Armee. Die
brauchen immer Tambours, ihr auf dem Marsch, in der Schlacht den Takt zu
schlagen. Zuletzt ist sogar die "Gerechtigkeit", oder was die Spandauer Bürgerschaft
dafür hält, wieder hergestellt: Der wahre Mörder wird, als er zu desertieren
versucht, von der Bürgerwehr erschossen.
Layout: Rosemarie Kuheim Bearbeitet: 06/2010 |