Dazwischen 1982
Inhalt Lauras
Eltern sind geschieden. Die Sechszehnjährige lebt auf dem Land beim
Vater, ihre Ferien verbringt sie bei der Mutter in der Großstadt. Das
kontrastierende Leben Stadt/Land spiegelt sich in den Figuren der Eltern:
Die Mutter gibt sich lässig-emanzipiert-engagiert, der Vater
redlich-bieder-bemüht. Laura lebt nicht nur zwischen diesen beiden
Welten, sie fühlt sich auch dazwischen. Ihre Sympathien liegen bei
beiden. In diesem Gefühlsvakuum verliebt sich Laura in Felix. Die erste
große Liebe wird auch ihre erste große Enttäuschung, denn da ist noch
Holly, die selbstbewusste Freundin von Felix, die nachts sprayend durch
die Stadt läuft. Laura reagiert herkömmlich, sieht in Holly eine
Rivalin. Doch Zorn, Wut und Eifersucht weichen, als Holly sich ihr
zuwendet und die indianische Geschichte von der Affenfrau erzählt. "Wir
haben für Laura eine Außenwelt erfunden, die die Zerrissenheit und
gleichzeitig tödliche Langeweile verdeutlichen sollte, in der man nicht
wohin weiß mit sich selbst, sich nach Liebe und Schmerz und dem
verdammten Zeug sehnt, um sie loszuwerden, die immer größere
Verantwortung für sich selbst." (Die Filmemacherinnen) (Quelle:
Der Frauenfilm von Gudrun Lukasz-Aden u. Christel Strobel, Wilhelm Heyne
Verlag München, 1985)
Die
erste Liebe einer 16jährigen, die zwischen den geschiedenen Eltern hin
und her pendelt, zu einem zwei Jahre älteren Elektriker, den sie im
Umkreis einer Kölner Amateur-Band kennenlernt. Doris Dörries
Erstlingsfilm hält einfühlsam, aber auch modisch wehleidig Stationen
jugendlicher Enttäuschungen fest, Wut, Neugier und Suche nach Distanz.
Ein mit Problemen überfrachtetes, im Bild unterkühltes Psychogramm, das
am ehesten in der intensiven Darstellung der Hauptfigur überzeugt. (Quelle: Lexikon des Internationalen Films - CD-ROM)
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Layout: Rosemarie Kuheim Bearbeitet: 06/2010 |