Kotte 

1979

 

Filmliste Horst Flick

  

   

   

 

Regie

Horst Flick

Drehbuch

Klaus Schlesinger

Vorlage

-

Produktion

Ufa-Fernsehproduktion

Kamera

Rolf Deppe

Musik

Birger Heymann

FSK

-

Länge

105 Minuten

Sonstiges

Lief in der Reihe "Dokumentarspiel" im ZDF

Auszeichnung

-

Ur-/Erstaufführung

12.02.1979

Genre

Fernsehspiel

      

    

  

Darsteller

Rolle

Jürgen Prochnow

Günther Kotte

Lisa Hellwig

Frau Jeschke

Brigitte Janner

Frau Kotte

Claudia Dermamels

Peter Sattmann

Manfred Günther

Klaus Jepsen

Barbara Adolph

Renate Reiche

Uwe Jens

Jens Pape

Rainer Behrend

Sabine Buschmann

Joachim Tennstedt

...wurde 1950 in Berlin geboren und nahm schon als Kind Ballettunterricht. 1965 hatte er eine Rolle in der ARD-Serie "Tommi Tulpe". Seitdem konnte man ihn in zahlreichen Fernsehproduktionen sehen, so zum Beispiel in: "Die Judenbuche", "Lukas & Sohn" und "Ein Chinese sucht seinen Mörder". Von 1966 bis 1971 spielte er an den Berliner Kammerspielen, später auch am Hansa- und Renaissance-Theater. Danach verlagerte Tennstedt seinen Schwerpunkt immer mehr auf die Synchronarbeit. Mittlerweile gehört auch Synchronregie in sein Ressort. So führt er bei diversen Kinofilmen und Serien Synchronregie. "Das Leben ist schön", "Spiderman", "CSI Las Vegas", "24" etc. Als Synchronsprecher lieh er seine Stimme Billy Crystal, Michael Keaton, John Malkovich, Mickey Rourke, James Belushi, Jeff Bridges Mel Gibson u.v.a.

Helmut Gaus

      

      

       

Inhalt

Kotte, technischer Zeichner in Ost-Berlin, lebt jahrelang den gleichen Stiefel. Arbeit, Ehe, Fernsehen (am liebsten alte Filme von gestern - so richtige Kintopp-Schinken).

  

Eines Tages stolpert er: Die alte Frau Jeschke von nebenan ist zum Fernsehen gekommen. Der Stummfilm "Bordfest in San Remo" flimmert über die Röhre. Plötzlich gluckst es in Frau Jeschke. Lachend und weinend gesteht sie: "Das bin ich dort! Die kleine Tänzerin auf der Treppe. Allerdings vor vielen Jahren..."

Kotte betrachtet die verhutzelte Frau. Dann das blutjunge Mädchen im Film. Beides soll dieselbe Frau sein? Er erkennt: Die Jahre machen einen fertig. Doch Frau Jeschke hat immerhin eine Vergangenheit. Hat er, Kotte, aber eine Zukunft? Kotte wird unsanft aus dem Gleichgewicht des Alltags geworfen. Er misst den morgendlichen Verkehr, die Arbeitkollegen, seine Existenz an ungewisser Erwartung. Als seine Frau Karla fürs Wochenende zu einem Lehrgang fährt, ist Kotte seinen Zweifeln ganz ausgeliefert.

 

Wie auf der Flucht verlässt er seine Wohnung. Es treibt ihn ziellos durch Ost-Berlin. Er entdeckt eine Stadt in der Stadt - neue Viertel, Wohnungen, Kneipen, Schicksale, Menschen, neue Überlebensstrategien. Trunken durchlebt er einen Traum, der für Momente schmerzhaft konkret wird, ihm Glück beschert.

 

Am Ende eines gewaltigen Katers: Frau Jeschke ist gestorben. Kotte bricht die Wand zu ihrem Zimmer durch und vergrößert so die Quadratmeterzahl seiner Mieterexistenz... (Quelle: Broschüre Das Fernsehspiel im ZDF, Information und Presse/Öffentlichkeitsarbeit, Heft 23, Dezember 1978 bis Februar 1979)

 

  

  

  

Links fremder Seiten:

www.steffi-line.de (über Brigitte Janner)

wikipedia (über Klaus Jepsen)

 


  

 

 

  

   

   

   

   

   

   

    

   

   

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 06/2010