Baby 1984
Der
Traum eines jungen Mannes ("Baby" ist Rausschmeißer in einer
Westberliner Disco) von einem eigenen Sportstudio zerrinnt durch seine beiläufig
aufgenommenen, dann vermehrt krimineller werdenden Aktivitäten. Halbherziger
Versuch einer sozialkritischen Milieustudie und Beschreibung einer kriminellen
Karriere. Ohne Gespür für Rhythmus und Ökonomie, jedoch mit guten
Laiendarstellern, stimmiger Milieuzeichnung und zum Teil pfiffigen Dialogen erzählt. (Lexikon
des Internationalen Films - CD-ROM) Alfred Holighaus schreibt in Filmecho: "Baby
ist – auch wenn es auf den ersten Blick anders scheinen mag – kein
Psychokrimi. Denn Frießner erklärt nicht, er beschreibt und zwar sehr genau,
liebevoll und ohne verquälte Sozialarbeiterambitionen. Er zeigt, was seine
Figuren tun, wie sie leben und sich zueinander verhalten. Das ist stimmig,
aufregend, mitunter wahnsinnig spannend. Die Geschichte einer Zweckgemeinschaft,
die zur Freundschaft wird, die Geschichte eines Traumes, der im Alptraum endet.
Die Geschichte dreier sympathischer, gebrochener Figuren, für und um die dieser
Film entstand.
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Layout: Rosemarie Kuheim Bearbeitet: 06/2010 |