Hass im Kopf 1994
Inhalt In
einer norddeutschen Kleinstadt schließt
sich ein 17jähriger einer neonazistischen
Gruppierung an, um der Perspektivlosigkeit
seines durch Alkoholmissbrauch
und Arbeitslosigkeit unerträglich gewordenen Elternhauses
zu entkommen.
Erst als zwei Menschen durch die
Brutalität der nächtlichen Schlägertrupps
ums Leben kommen und seine rechtsradikalen
Kumpels auch seine Freundin
bedrohen, sieht sich der junge Mann gezwungen, Stellung zu beziehen.
Der 17jährige Fredy schließt sich einer Gruppe von Rechtsradikalen an und macht sein Leben von den neuen Kumpels abhängig, - bis bei ihren brutalen, nächtlichen "Einsätzen" in der norddeutschen Kleinstadt zwei Menschen ums Leben kommen... Eine neonazistische Gruppierung, die sich auch aus älteren Ortsansässigen verschiedenster Schichten rekrutiert, lenkt die ständige Gewaltbereitschaft der jungen Männer auf die alten Feindbilder des „Undeutschen" und des Judentums. Fredy, der wie sein Vater arbeitslos ist, hat sich den Rechtsradikalen angeschlossen, weil er bei seinen alkoholsüchtigen Eltern keine Perspektiven mehr sieht. Seine Kumpels dagegen akzeptieren ihn und bieten ihm Sicherheit. Zugleich verliebt er sich in die gleichaltrige Marina, die sich von den rauen Manieren der sogenannten Kumpels ebenso wenig beeindrucken lässt wie von deren Naziphrasen, die sie aber schon bald in die Tat umsetzen: Schändung jüdischer Grabsteine, brutale Schlägereien und Brandanschläge. Sie werden fast ausschließlich in einer durch Alkohol befreiten, aggressiven Emotionalität begangen, sollen die ausländischen Bürger einschüchtern und ihnen verdeutlichen, dass sie keinen Anspruch auf eine zweite Heimat in Deutschland haben. Als der russische Besitzer der lokalen Diskothek bei einem Brandanschlag stirbt, redet Marina Fredy ins Gewissen. Das zweite Opfer ist Gisela, die Freundin von Fredys Vater, die von den betrunkenen Männern zuerst beschuldigt wird, sie bei der Polizei verraten zu haben, und dann von ihnen totgeprügelt wird. Als Fredy bemerkt, dass auch seine Freundin Marina bedroht ist, entscheidet er sich, Partei zu ergreifen. (Quelle: arte)
Layout: Rosemarie Kuheim Bearbeitet: 06/2010 |