Die Illusion der Möglichkeit

1976

 

Filmliste Claudia Holldack

 

  

  

Regie ...............................

Claudia Holldack

Drehbuch .........................

Claudia Holldack und Eva-Maria Schönecker

Vorlage ............................

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Schnitt .............................

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Redaktion ..........................

Sibylle Rahn

Produktion ........................

ZDF

Kamera ............................

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Musik ...............................

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FSK .................................

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Länge ..............................

? Minuten

Ur-/Erstaufführung .............

29.07.1976

Genre ..............................

Fernsehspiel

  

  

  

Darsteller

Rolle

Tilly Lauenstein ..................

Frau Hartmann

Käthe Haack 
Hildegard Wensch
Ilse Trautschold
Christa Ewert
Erika Fuhrmann
Peter Mühlenhaupt

  

           

Inhalt  

 

Jahrelang hat Frau Hartmann ihre Aufgaben als Ehefrau und Mutter pflichtschuldigst erfüllt. Als die Kinder erwachsen sind, der Mann tot, sie selbst ins Rentenalter gekommen ist, verläst sie die DDR, um in West-Berlin endlich "zu leben". Die Diskrepanz zwischen Wollen und Können wird ihr sofort drastisch aufgezeigt beim Vergleich zwischen der ihr zugesprochenen Rente und den Kosten, die ein ihren Wünschen entsprechender Lebensstil verursachen würde. Frau Hartmann will sich nichts schenken lassen. Sie ist bereit zu arbeiten. aber wer stellte eine Sechzigjährige ein?

Eine spontan hilfsbereite Geste lässt sie unversehens eine Möglichkeit entdecken, sich ihre Wünsche doch noch zu erfüllen. Sie findet heraus, dass sie eine "Ware" anzubieten hat - ihre Freundlichkeit, ihre Fürsorge, ihre Gesellschaft. Und eine Reihe älterer Damen ist bereit, diese Ware zu honorieren. Frau Hartmanns einst spontane Hilfsbereitschaft wird immer mehr zum Artikel, der nur für Geld zu haben ist, "Freundschaften", die nicht einträglich sind, werden schnell abgebrochen. Bald versteht sie ihr Geschäft mit der Freundlichkeit so gut, dass sie finanziell ohne Sorgen ist.

Das System funktioniert bis zu dem Zeitpunkt, da eine altersbedingte Erkrankung der Wirbelsäule ihre Aktivitäten unmöglich macht. Jetzt ist sie selbst auf Hilfe von Dritten angewiesen: Mit derselben Härte, mit der sie uneinträgliche Freundschaften eliminierte, mit der sie Marktmechanismen als Basis menschlicher Beziehungen akzeptierte, zieht Frau Hartmann Bilanz: Bisher konnte sie Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit anbieten und wurde dafür mit Geld und Geschenken bezahlt; jetzt, das sie sich in dieser Weise nicht mehr "verkaufen" kann, da sie wieder auf ihre kleine Rente angewiesen ist, weiß sie, dass sie den erkämpften Lebensstandard nicht länger halten kann. Sie muss die Erfahrung machen, dass Hilfe Geld kostet - Geld, das sie nicht hat. Frau Hartmann zahlt bar.

(Quelle: Broschüre Das Fernsehspiel im ZDF, Heft 13, Juni - August 1976, Informations- und Presseabteilung/Öffentlichkeitsarbeit des ZDF)

  

  

  

 

 

 


  

 

 

  

   

   

   

   

   

   

    

   

   

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 26. Mai 2016

  

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