Der Bulle und das Mädchen 1985
Inhalt Der Bulle ist Zivilfahnder, hart, trocken, illusionslos. Ein Einzelgänger, wie ihn nur der Film hervorbringt. Das Mädchen ist eine Streunerin, etwa siebzehn, mit harter Schale und verletzlichem Kern. Er rettet sie vor einer Möchtegern-Rockergruppe, von der sie Schläge bezieht, weil sie ihre Spielschulden nicht bezahlen kann. Dafür klaut sie ihm Pistole und Auto.
Der Bulle verfolgt das Mädchen bis zur holländischen Grenze. Dort findet er seinen verlassenen Wagen wieder, mit einem ironischen Gruß von ihr. Er beobachtet, wie die Grenzbeamten das Mädchen verhaften und einsperren. Der Bulle schlägt die beiden Grenzer unerkannt nieder, um ihnen seine Pistole wieder abzunehmen. Damit könnte die Angelegenheit für ihn erledigt sein, wenn ihm das Mädchen nicht durch das vergitterte Fenster nachrufen würde, dass sie sich die Nummer seiner Pistole gemerkt habe und ihn jederzeit verpfeifen könne. So muss er sie sicherheitshalber befreien und mitnehmen. Es beginnt eine abenteuerliche Verfolgungsjagd, bei der die beiden sich langsam näherkommen. Aber es gibt neue Missverständnisse, weil das Mädchen wieder verhaftet wird und glaubt, dass der Bulle sie doch verraten habe. Er befreit sie erneut und fühlt sich immer stärker angezogen von dieser ungewöhnlichen Mischung aus rüdem Benehmen und mädchenhafter Unberührtheit. Sie bringt eine Saite in ihm zum klingen, die er bis dahin selbst noch nicht entdeckt hatte. So entwickelt sich zwischen ihnen eine gegenseitige große, reine Liebe inmitten von Schmutz und Chaos.
Aber damit wechselt der Bulle auf die andere Seite und stellt sich selbst außerhalb von Recht und Ordnung. Sinnlos, weil zufällig, wird das Mädchen Opfer eine Polizeikugel. Auf seinen Händen trägt er sie in die Klinik. Doch es ist zu spät, auch für ihn gibt es kein Zurück.
(Quelle: Broschüre "SPIEL IM ZDF", Heft 3, März 1987, ©1987 by Zweites Deutsches Fernsehen, Information und Presse / Öffentlichkeitsarbeit, Mainz)
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