Treffpunkt Leipzig 1985
Inhalt Berthold Kohlgrub fährt zur Leipziger Messe. Für den westdeutschen Dachrinnenfabrikanten ist das schon Routine; doch der Geschäftserfolg hat bisher auf sich warten lassen. Kohlgrub denkt aber nicht nur an potentielle Kunden, der Leipziger denkt an seine alte Heimatstadt, die er immer wieder gern sieht, und er denkt an Rosi, die sich stets auf seinen Besuch freut - und auf die mitgebrachten Geschenke. Natürlich darf seine rührige Frau hiervon nichts erfahren, und diesmal gibt es da auch keine Schwierigkeiten, denn Gertrud Kohlgrub muss vorerst zu Hause bleiben und die erkrankte Mutter pflegen.
Die Fahrt beginnt mit einer merkwürdigen Aufregung in der Familie; unterwegs gibt es einen Schrecken bei der Grenzkontrolle, am Ende jedoch ein fröhliches Wiedersehen mit altbekannten Mitausstellern in abendlicher Runde. Die Freude ist ungetrübt, die Freundin hat Berthold schon besucht. Rosi hat ihm nichts davon gesagt, dass ihr wegen dieses Westkontaktes Schwierigkeiten bereitet wurden, und ihm entgeht völlig, dass er selber auch beobachtet wird.
Etwas irritiert ist er aber doch, als einige Ausstellungsbesucher merkwürdig viel von ihm wissen. Doch das sich abzeichnende große Geschäft lässt ihn über derlei Irritationen schnell hinweggehen. Privates und Geschäftliches werden arg miteinander verquickt, und nun sind manche Probleme zu lösen, die sehr kurios erscheinen - fast so kurios, wie die Unterschiede in den Ansprüchen, Sorgen und Wünschen der Deutschen, die sich einige Tage in Leipzig treffen und dann doch nicht miteinander von Leipzig wegfahren können. (Quelle: Das Fernsehspiel im ZDF, Information und Presse/Öffentlichkeitsarbeit, Heft 50, September bis November 1985)
Layout: Rosemarie Kuheim Bearbeitet: Sept. 2010
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