Vermischte Nachrichten

1986

 

Filmliste Alexander Kluge

 

  

  

Regie

Alexander Kluge

Drehbuch

Alexander Kluge

Regie-Assistent

-

Vorlage

-

Produktion

Kairos Filmproduktion

Kamera

Werner Lüring, Thomas Mauch

Musik

Archiv

FSK

ab 16 Jahre

Länge

101 Minuten

Filmbeschreibung

www.kinowelt.de

Auszeichnung

-

FBW-Bewertung

-

Ur-/Erstaufführung

21.11.1986, TV-Erstsendung 09.01.1089

Genre

-

      

  

  

Darsteller

Rolle
Marita Breuer Die Unruhige
Rosel Zech Erfolgstyp
Sabine Wegner Afrikanerin
André Jung Kellner Max
Sabina Trooger Ansagerin
Beate Holle Bedrohte Frau
Arman Khoschbonyani Ihr Sohn
Luis B. Orelli Täter
Kay und Klaus Draht Brüder
Cornelia Niemann Trauernde
Brigitte Schauder Trauernde

Mitwirkung:

Helmut Kohl

Richard von Weizsäcker

Norbert Blüm

                

  

Inhalt

Der mit dem Fontanepreis für Literatur (1979) und dem Heinrich-von-Kleist-Preis (1985) ausgezeichnete Schriftsteller, Rechtsanwalt und Filmemacher Alexander Kluge legt mit seinem jüngsten Film ein filmisches Traktat wider den Zerfall von Wirklichkeit durch ihre Vermittlung in den Medien vor.

 

Mit Hilfe der Collage reiht Kluge kaleidoskopisch seine vermischten Nachrichten aneinander, wie sie sich auch dem Bürgen in Informationen, Reportagen und Berichten der Boulevard-Zeitungen und in den Nachrichten des Fernsehens präsentieren: als eine in Trümmern gehende Welt. Dadurch, dass der Regisseur jedoch eine unstrukturierte Wirklichkeit als Material anbietet, die der Zuschauer nur fragmentarisch wahrnehmen kann, zeigt er nicht nur das Sichtbare, er macht sichtbar und lässt damit eigene Erfahrungen des Betrachters zu. Im Sinne des dem Film vorangestellten Mottos aus dem 129. Psalm: "Sie haben mich hart bedrängt... aber doch mich nicht überwältigt" versucht der Film politische und private Geschichten als fragmentarische Welterfahrung scharf  gegeneinander zu setzen, um neue Perspektiven in der Erfassung unserer Wirklichkeit beim Zuschauer entstehen zu lassen.

 

Die Jury ist sich im klaren darüber, dass der Film erhebliche Verstehensschwierigkeiten bereitet und ein Nachgespräch erforderlich macht. Dennoch meint sie, dass er den notwendigen Betrag dazu leistet, sich mit der Wahrnehmung der eigenen Situation und der durch die Medien konstruierten Wirklichkeit auseinander zu setzen. - Ein Film nicht nur für Cineasten.

 

(Quelle: Begründung der Jury der Evangelischen Filmarbeit zum Film des Monats Dezember 1986)

 

 

  

  

  

  

Links fremder Seiten:

www.kinowelt.de 

www.imdahl.com (Künstleragentur für Marita Breuer)

 


  

 

 

  

   

   

   

   

   

   

    

   

   

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: September 2010