Trauma 1982/83
Inhalt Anna arbeitet in einem Detektivbüro und nimmt in Abwesenheit des Chefs einen Auftrag an, der sie von Anfang an interessiert und magisch anzieht: Es geht um eine junge Frau namens Maria, deren Spuren sich in einem einsamen Haus an der französischen Atlantikküste verloren haben. Je mehr Anna im Umfeld der Verschwundenen recherchiert, desto mehr verliert sie ihre eigene Identität, schlüpft in die von Maria. Dazu gehört auch, dass sie sich Marias ehemaligem Geliebten nähert, ihn verdächtigt, ihn unter Psycho-Druck setzt. In welcher Gefahr sich Anna befindet, wird klar, als ihre Mutter sich hilfesuchend an Annas Chef wendet. Ein Kindheitstrauma - von der Mutter mit Hilfe eines Psychiaters in Anna erfolgreich verdrängt - droht am Meer wieder aufzubrechen. Und die Mutter, die sich schuldig fühlt, versucht, das mit allen Mitteln zu verhindern...
Gabi Kubach über ihren ersten Kinofilm: "Es gab die Grundidee, dass jemand, dem ein Stück Erinnerung fehlt, sich diese wie unter Zwang durch Identifikation mit einer anderen Person zürück erobert... Ich wollte dieses Geschehen in Bilder umsetzen, innere Vorgänge veräußern. So bin ich auf die Form des Psychothrillers gestoßen, mit Angst manchmal, dann aber auch mit großer Lust." Das spiegelt sich im Film wider: Manchen Szenen sind dicht inszeniert - die Münchner Filmkritikerin Ponkie bescheinigt sogar teilweise Hitchcock-Qualität -, andere hingegen sind sehr "deutsch", bedeutungsschwer, tiefsinnig - forciert noch durch das Spiel der Hauptdarstellerin -, und es wird erklärt, was sowieso im Bild zu sehen ist.
(Quelle: Der Frauenfilm - Filme von und für Frauen, Gudrun Lukasz-Aden / Christel Strobel, Heyne Filmbibliothek, Originalausgabe, Wilhelm Heyne Verlag München, TB Nr. 90)
Links fremder Seiten: www.eva-maria-hagen.de (HP der Künstlerin)
Layout: Rosemarie Kuheim Bearbeitet: Sept. 2010
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