Armin Mueller-Stahl

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Ehren-Filmpreis 2016 für Armin-Mueller-Stahl

   

  

  

 

  

Armin Mueller-Stahl  

Foto: Edmond Frederik

  

Armin Mueller-Stahl wird am 17. Dezember 1930 in Tilsit (ehemals Ostpreußen) geboren. Ehe sich der Künstler für die Schauspielerei entschied, hatte er ein musikwissenschaftliches Studium mit Geigenunterricht am Städt. Konservatorium Berlin begonnen, schließt es ab und darf sich ab sofort Musiklehrer (examiniert) nennen. 

Als er sich zu einem Besuch und Ausbildung in der Schauspielschule entschlossen hatte, wird er wegen "mangelnder Begabung" entlassen, erhält aber 1952 sein erstes Engagement am Berliner Theater am Schiffbauerdamm.  

Sein Schauspieldebüt hat Mueller-Stahl in "Der arme Konrad" von Friedrich Wolf. Er spielt weiterhin klassische Rollen, wie den Prinzen in "Emilia Galotti", den Wurm in "Kabale und Liebe", den Mercurio in "Romeo und Julia" und den Marquis Posa in "Don Carlos". In "Was ihr wollt" kann er in der Rolle des Narren auch seine große Musikalität unter Beweis stellen. 

 

1955 beginnt Armin Mueller-Stahl eine weitere Karriere als Film- und Fernsehschauspieler mit dem Film Heimliche Ehen, Regie: Gustav von Wangenheim. Frank Beyer gibt ihm einige Rollen in seinen Filmen. So spielt er einen französischen Soldaten in Fünf Patronenhülsen, einen Antifaschisten in Königskinder. Seiner Darstellung des Hans Röder in Flucht aus der Hölle und des Wolfgang Pagel in Wolf unter Wölfen (nach Hans Fallada) verdankte er in der Folge wichtige Rollen in DEFA-Spielfilmen und im DDR-Fernsehen. Insgesamt wirkte er in rund 60 Produktionen mit und stieg damit zum meistbeschäftigten und bestbezahlten Schauspieler der DDR auf. So wird er zum Beispiel in der Hauptrolle der TV-Serie Das unsichtbare Visier 1975 zum Künstler des Jahres in der DDR gewählt.

 

Armin Mueller-Stahl  

Foto: Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

"1976 unterzeichnete Armin Mueller-Stahl eine Resolution gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann. Von da an blieben weitere Rollen für ihn (wie auch für andere Künstler, die unterschrieben hatten) aus und er wurde drei Jahre lang boykottiert. Seine Erfahrungen mit dem System in seinem Land verarbeitete er durch Schreiben. Das Buch heißt "Verordneter Sonntag": "Ich habe es geschrieben, nachdem ich 25 Jahre lang beschäftigt war wie kein zweiter. Nach 25 Jahren schwiegen die Drähte plötzlich wie verrückt. Ein deprimierender Vorgang. Ich habe geschrieben als Therapie. Das Schreiben gelang mir in der Zeit besser als das Leben. Es war die Verabschiedung von einem Lande, das ja weitaus mehr bietet, als den graubürgerlichen Mief, den es für den Durchreisenden darstellt. Ich habe für dieses Land etwas getan", resümierte er 1981 über seinen Roman, der zum Teil autobiografische Züge trägt. Im Herbst 1979 erhielt er ein auf drei Jahre befristetes Ausreisevisum. Mueller-Stahl wechselte nach West-Berlin und setzte seine schauspielerische Karriere mit Erfolg fort.

In Gabi Kubachs Trauma (Debütfilm für Kubach, 1983) ist er als Chef eines Detektivbüros zu sehen, der nebenbei Romane schreibt. Hauptthema des Films ist die Existenzkrise einer Frau, so dass Mueller-Stahl eher eine Nebenrolle zugewiesen wurde, sein Part war außerdem schwach durchgezeichnet, so dass sich kaum die Möglichkeit einer Profilierung bot. Zu Recht fragte denn auch der "tip" nach dem Ursprung seiner Besetzung in diesem Film und stellte fest: "Wann endlich darf dieser Schauspieler, der einst in der DDR so viele interessante, aufregende Figuren spielte, auch hierzulande aus dieser ständigen Midlife-Crisis-Fuzzy-Penetranz aussteigen?" (schreibt Siegfried Tesche)

 

Nachdem der Künstler ca. 3 Jahre faktisch arbeitslos war, konnte er 1980 in die Bundesrepublik ausreisen, wo er sofort wieder Anschluss an das West-Fernsehen und das dortige Kino fand. Hier konnte er auch endlich - nicht so wie vorher in der DDR - auch mal Schurken, Gestrauchelte oder andere zwielichtige Typen spielen. Oft waren seine Rollen die eines Einzelgängers und große, geheimnisumwitterte Schweiger mit Seelenabgründen. Ausgezeichnete Regisseure boten ihm Rollen an (Fassbinder - der erste westdeutsche Regisseur, der ihm eine Hauptrolle angeboten hat), Kluge, Schilling), so dass auch die Vereinigten Staaten auf den Schauspieler aufmerksam wurden und ihm 1987 eine Rolle in dem für das Fernsehen produzierten siebenteiligen Film Amerika anboten, dort verkörperte er einen gewissen General Petya Samanov.

Drei Jahre später gelang Armin Mueller-Stahl dann auch der Durchbruch in Hollywood, als ihn der Regisseur Constantin Costa-Gavras in seinem Familiendrama Music Box - Die ganze Wahrheit einsetzte. Mueller-Stahl spielte hier den Mihaly "Mike" Laszlo, einen ungarischen USA-Einwanderer, der sich vor 45 Jahren eines schweren Kriegsverbrechens schuldig gemacht hatte und von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Weiterhin schreibt Kay Weniger in seinem "Das große Personenlexikon des Films": "Nach dieser darstellerischen tour de force erhielt Mueller-Stahl noch im Herbst desselben Jahres, 1989, eine weitere herausragende Charakterrolle - in Barry Levinsons Einwanderer-Drama Avalon verkörpert er das Familienoberhaupt Sam Krichinsky - übertragen, mit der er sich endgültig als einer der wenigen deutschen Schauspieler mit festem Standbein in Hollywood behaupten konnte".

Inhalt Avalon lt. Wikipedia: "Der jüdische Immigrant Sam Krichinsky kommt am 4. Juli 1914 nach Amerika und zieht nach Baltimore. Dort bringt er es gemeinsam mit seinen Brüdern zu einigem Wohlstand. Die Familie wohnt zusammen, viele Feste werden gefeiert. Doch bereits Sams Söhne Izzy und Jules entfernen sich innerlich und räumlich vom Familienclan und ändern ihre Namen. Sams Enkel Michael ist der einzige, der noch auf die alten Geschichten seines Großvaters hört". Für Avalon gab es vier OSCAR-Nominierungen. (Kay Weniger, Wikipedia)

 

1981 glänzte er in Fassbinders Lola und in Niklaus Schillings Der Westen leuchtet, wobei Schilling die Rolle des Spitzels dem Schauspieler direkt auf den Leib schrieb. Renommierte Regisseure wie Andrzej Wajda, István Szabó oder Bernhard Wicki drehten mit ihm. Für seine Rolle in Bittere Ernte von Agnieszka Holland wurde er 1985 auf dem Filmfestival in Montreal als bester männlicher Darsteller ausgezeichnet. Ein besonderes Highlight - wie ich finde - ist der TV-Dreiteiler aus dem Jahr 1987 Jokehnen - oder wie lange fährt man von Ostpreußen nach Deutschland nach einem Roman von Arno Surminski. Im Film sieht man aus der Sicht eines elfjährigen Jungen, (gespielt von Christian Mueller-Stahl) ebenso "objektiv wie aufwühlend eine Idylle, die 1945 in Schutt und Asche versank. Es ist die Geschichte einer Landschaft und einer Zeit; vor allem aber ist es die Geschichte von Hermann Steputat, der geboren wurde, als Paul Hindenburg starb, und der elf Jahre später zu den wenigen Dorfbewohnern gehörte, die den Krieg überlebten." (Quelle: Amazon)

  

Weitere Prachtrollen gab es in den Filmen Night on Earth, Bronsteins Kinder, Utz (Silberner Bär 1991), Der Kinoerzähler, Kafka, Das Geisterhaus, Shine (Oscarnominierung für die beste Nebenrolle). 1998 wurde ihm die Ehrendoktorwürde des Spertus Institute for Jewish Studies in Chicago verliehen. Seinen ersten eigenen Film drehte Mueller-Stahl 1997 unter dem Titel Gespräch mit dem Biest. Eine seiner letzten großen Fernsehproduktionen war das Fernsehspiel Die Manns unter der Regie von Heinrich Breloer. Erzählt wird die Geschichte der Familie von den zwanziger Jahren bis zum Tod von Thomas Mann, der von Armin Mueller-Stahl verkörpert wird.

  

Armin Mueller-Stahl, der sich auch als Maler einen Namen gemacht hat, lebt zeitweise in Sierksdorf an der Lübecker Bucht und in oder bei Los Angeles. Seine Frau Gabriele ist Ärztin, gemeinsam haben sie einen Sohn (Christian, geb. 1976).

 

Am 14. Januar 2010 erhielt der Schauspieler den Landesverdienstorden von Nordrhein-Westfalen und am 29. November 2010 wurde Armin Mueller-Stahl Ehrenbürger von Schleswig-Holstein.

 

Am 18. Dezember 2010 wurde von Festivaldirektor Dieter Kosslick bekanntgegeben, dass der Künstler bei den 61. Internationalen Filmfestspielen, die vom 10. bis 20. Februar in Berlin stattfindet, den Goldenen Ehrenbären erhalten wird.

  

(Quelle: Text teilweise aus Siegfried Tesche: "Die neuen Stars des deutschen Films", Heyne Verlag München, 1985, 335 Seiten - mit seiner freundlichen Genehmigung)

(Quelle: Text teilweise aus "Das große Personenlexikon des Films" von Kay Weniger, Verlag Schwarzkopf und Schwarzkopf, Band 5, S. 572-573 - mit Erlaubnis des Autors)

  

  

  

Auszeichnungen (aus Wikipedia - ohne Gewähr)

 

1963: Erich-Weinert-Medaille (Kunstpreis der FDJ)

1972: Nationalpreis der DDR zweiter Klasse

1975: DDR-Fernsehkünstler des Jahres

1982: Filmband in Gold für Lola (1981)

1983: Deutscher Darstellerpreis

1985: Goldener Gong für Hautnah, gemeinsam mit Regisseur Peter Schulze-Rohr

1985: Darstellerpreis beim Filmfestival von Montreal (Bittere Ernte)

1992: Silberner Bär bei der Berlinale 1992 (Utz)

1993: Berliner Bär (B.Z.-Kulturpreis)

1996: Preis des australischen Filminstituts für Shine

1996: Preis der San-Diego-Gesellschaft für Filmkritik für Shine

1997: Goldener Satellit für Shine

1997: Berlinale Kamera für sein Lebenswerk

1998: Ehrendoktorwürde des Spertus Institute of Jewish Studies in Chicago

2002: Bundesverdienstkreuz

2002: Jupiter für Die Manns

2003: Adolf-Grimme-Preis für Die Manns

2003: Quadriga Charisma des Weltbürgers

2004/2005: Kulturpreis des Landeskulturverbandes Schleswig-Holstein e. V. „Kultur Aktuell“

2005: Bremer Hansepreis für Völkerverständigung für sein Lebenswerk (Freizeit 2000 e.V. – Kulturverein)

2005: Festival Honors vom eDIT Filmmaker’s Festival

2006: Carl-Zuckmayer-Medaille

2006: Schleswig-Holstein Filmpreis

2007: Deutscher Filmpreis für sein Lebenswerk

2007: Bambi Schauspieler national

2008: Goldene Feder

2008: Genie für Tödliche Versprechen

2008: Ehrenpreis des internationalen Filmfestivals von Karlovy Vary

2008: Großes Bundesverdienstkreuz mit Stern

2009: Bremer Stadtmusikantenpreis

2009: Internationaler Mendelssohn-Preis zu Leipzig (Kategorie Bildende Kunst)

2009: Ehrenpreis des Filmfestivals Türkei / Deutschland

2010: Verleihung des Verdienstordens des Landes Nordrhein-Westfalen

2010: Steiger Award

2010: Stern auf dem Boulevard der Stars in Berlin

2010: Ernennung zum Ehrenbürger des Landes Schleswig-Holstein

2011: Goldener Ehrenbär der Internationalen Filmfestspiele Berlin

2011: Goldene Kamera für sein Lebenswerk

2011: Ehrenbürger seiner Heimatstadt Tilsit (heute Sowetsk)

   

      

  

Weitere Filme mit Armin Mueller-Stahl

   

Titel

Jahr Regie

Königskinder (Rolle: Michael)

Berlin, Anfang der dreißiger Jahre: Die Arbeiterkinder Magdalena und Michael lieben sich, doch nach der Machtergreifung der Nazis landet der Kommunist Michael im Zuchthaus. Auch Magdalena gerät ins Visier der Staatsmacht, kann aber durch den gemeinsamen Freund Jürgen, der sich mit den Nazis arrangiert hat und SA-Mitglied geworden ist, gerettet werden. Während des Krieges wird Michael in ein Strafbataillon gesteckt. An der Front trifft er Jürgen wieder, und gemeinsam laufen sie zur Roten Armee über. Das Liebespaar, dessen mögliches Wiedersehen der Film offen lässt, wird von Annekathrin Bürger und Armin Mueller-Stahl gespielt, in einer Nebenrolle ist Manfred Krug als Hauptmann zu sehen. (Quelle: Amazon)

 

1961

Frank Beyer

...und deine Liebe auch (Rolle: Ulrich Settich)

 

1961 Frank Vogel

Die letzte Chance (Rolle: Hans Seiser)

Hans Seiser (Armin Mueller-Stahl) war Musikstudent in Berlin. Im Jahre 1943 - die Nazis waren nun schon 10 Jahre an der Macht und der Zweite Weltkrieg war in vollem Gange - hatte der junge Seiser ein Flugblatt gegen den Wahnsinn der Faschisten verteilt; er wurde aufgegriffen, eingesperrt und drangsaliert. Zum Gesicht aller erlittenen Qualen und Ungerechtigkeiten wurde für Seiser der Gestapomann Dr. Becker (Harald Halgardt). Während einer Überführung vom Gefängnis in die Gestapozentrale gelang Seiser zunächst die Flucht. Sein Ziel war es nun, die Grenze zur neutralen Schweiz zu passieren, wozu er die Unterstützung eines Bauern erfuhr. Doch schließlich lief Seiser einem Posten der Faschisten in die Arme und wurde anschließend wieder zum Gestapomann Becker zurückgeführt. Dieser verfügte nun seine Internierung im KZ Dachau. Seiser hatte Glück, er überlebte dieses Inferno und konnte nach dem Krieg seinen Berufswunsch ausleben: er wurde Pianist.
Nun, etwa 20 Jahre nach diesen schrecklichen Ereignissen, gerät dieser Dr. Becker in Westdeutschland wieder in das Blickfeld von Seiser. Becker konnte unter den gegebenen gesellschaftlichen Verhältnissen in der BRD ungehindert seinen Geschäften nachgehen und ein angenehmes Leben führen. Eines Abends besucht er ein Konzert; am Ende dessen spendet er dem hervorragenden Pianisten viel Applaus; in dem Künstler aber erkennt er sein früheres Opfer Seiser nicht wieder. Ganz anders bei letzterem: als er sich nach dem Konzert verbeugt, fällt sein Blick auf ein Gesicht in der Menge, das er nie vergessen wird, auch in Folge der Narbe, die immer noch darauf zu erkennen ist.

Weitere Darsteller: Karl Bender (Raimund Schelcher), Hans Schneider (Hilmar Thate), Dr. Becker (Harald Halgardt), Partu (Peter-Paul Goes), Maria (Eva-Maria Hagen), Opa (Karl Kendzia), Kind Xaver (Norbert Martini), Bauer (Heinz Scholz), Bäuerin (Else Wolz), Kind Franziska (Katharina Thalbach), Wirt/Onkel (Werner Schulz-Wittan), Amtsverwalter (Hans Flössel), Fräulein Sander (Ingrid Barkmann), Inspizient (Hans Fiebrandt), Kommissar (Werner Senftleben), Polizist (Johannes Maus), Schließer im Gefängnis (Frank Michelis), Scharführer (Jochen Diestelmann), Oberleutnant auf der Brücke (Karl-Helge Hofstadt), Leutnant (Christoph Beyertt), Verurteilter (Werner Pfeifer), Grenzer (Rudolf Napp), Wirt/ Gasthaus (Fritz Links), zwei Soldaten (Albert Zahn/Walter E. Fuß), Schließer (Friedrich Teitge), Sekretärin (Rose Becker).

(Text: Peter Flieher/Fernsehen der DDR)

 

1962

Hans-Joachim Kasprzik

Christine (Rolle: Williband Güttler)

Lt. HFF-Potsdam unvollendet gebliebener Film durch den tödlichen Unfall des Regisseurs. Eine Rohschnitt-Fassung (105 min) des gedrehten Materials wird im Oktober 1974 einmal im Archiv-Kino "Camera" gezeigt.

 

1963

Slatan Dudow

Wege übers Land (Rolle: Jürgen Leßtorff)

Gertrud und Emil übernehmen nach Ihrer Hochzeit einen enteigneten Bauernhof im von den Deutschen besetzten Polen. Hier erlebt Gertrud die Gräuel des faschistischen Überfalls auf die polnischen Gebiete. Ihr Mann meldet sich freiwillig zur Front und kehrt nach dem Krieg nicht mehr zurück. Gertrud verliebt sich neu, will heiraten und Ihren Mann für tot erklären lassen. Unerwartet jedoch taucht dieser plötzlich wieder auf. (Amazon)

Darsteller: Ursula Karusseit, Armin Mueller-Stahl, Manfred Krug, Christa Lehmann, Erika Pelikowsky, Erik S. Klein, Angelica Domröse, Carmen-Maja Antoni, Lothar Bellag

 

1968

Martin Eckermann

Die Dame aus Genua (Rolle: Dr. Eck)

In der bundesdeutschen Stadt Ellingen entdeckt der Kunsthändler und Restaurator Degenfeld (Volkmar Kleinert) bei der Säuberung eines Bildes ein bis dato unbekanntes Werk des berühmten Malers van Dyck. Auf dem Gemälde ist das Bildnis einer jungen Dame aus Genua zu sehen, und zu einem Preis von 1,5 Millionen Mark wird es vom Industriellen und Kunstsammler Schenk (Martin Flörchinger) gekauft. Das scheint ein hoher Preis zu sein, aber Professor Linus (Hans-Peter Minetti), Direktor des Staatlichen Museums, ist der Meinung, dass das Meisterwerk auf dem internationalen Kunstmarkt einen noch viel höheren Preis erzielen kann. Vorab hatte er in einer Expertise die Echtheit des Gemäldes bestätigt.
Nach diesem sensationellen Fund beauftragt Professor Linus den jungen Kunstwissenschaftler Dr. Eck (Armin Mueller-Stahl), auf Schloss Hartenau, wo das Gemälde über viele Jahrzehnte unerkannt an der Wand hing, die Geschichte dieses Bildes wissenschaftlich abzuprüfen. Doch auf Hartenau selbst als auch in der näheren Umgebung wird Dr. Eck mit einer Folge von merkwürdigen Ereignissen konfrontiert: Am ersten Abend seiner Anwesenheit auf Hartenau wird in das Gebäude eingebrochen und ein von ihm gesuchtes Verzeichnis von Bildern kommt abhanden, taucht aber wieder auf und verschwindet aufs Neue. Und Personen, die Interesse an dem Gemälde zeigen oder gar Besitzansprüche daran geltend machen wollen, verunglücken tödlich. Dr. Eck glaubt selbst nicht mehr an Zufälle. Als er auftragsgemäß nach Italien reist, kommt er der Wahrheit Schritt für Schritt auf die Spur: Das Gemälde ist nur eine Kopie, die Expertise des Professors war ein Irrtum. Doch in Ellingen scheint niemand an der Aufklärung der Ereignisse Interesse zu haben. Der Generaldirektor Schenk zwingt das Staatliche Museum zum Ankauf des Bildes, und Dr. Eck schweigt, weil er um seiner Karriere willen einen Skandal vermeiden will.

Darsteller: Professor Linus (Hans-Peter Minetti), Dr. Eck (Armin Mueller-Stahl), Degenfeld (Volkmar Kleinert), Marlies Degenfeld (Angelika Heimlich), Schenk (Martin Flörchinger), Sylva Schenk ( Heidemarie Wenzel), Carola Urban (Christine Laszar), Krones (Herbert Köfer), von Hartenau (Gerhard Bienert), Strelitz (Heinz-Dieter Knaup), Jacqueline Strelitz (Friederike Aust), Reporter I (Erhard Köster), Reporter II (Werner Tietze), Sekretärin bei Prof. Linus (Annelies Thomas), Kriminalassistent (Paul Arenkens), Bürovorsteher (Hans Bergermann), Hausmeister (Hans Fiebrandt), Kommissar (Gerd-Michael Henneberg), Butler (Walter Kröter), Einbrecher (Peter Sturm), Kunstmaler (Willi Schrade), Herr (Georg-Michael Wagner), Fellina (Inge Ahrends), Professor Marcellini (Raimund Schelcher), Polizist (Rudolf Napp), Schlosser (Karl-Heinz Weiß).

(Text: Peter Flieher/Fernsehen der DDR)

  

1969

Kurt Jung-Ahlsen

Jakob der Lügner (Rolle: Roman Schtamm)

Ein osteuropäisches jüdisches Ghetto im Jahre 1944. Jakob Heym wird wegen angeblicher Überschreitung der Ausgangssperre vom einem Posten zum Gestapo-Revier geschickt. Durch Zufall kommt er mit dem Leben davon, und zufällig hat er dort im Radio eine Meldung über den Vormarsch der Roten Armee gehört. Er möchte die Nachricht an seine Leidensgenossen weitergeben, um ihnen Hoffnung zu machen, hat aber Angst, man würde ihn wegen seiner Verbindung zur Gestapo für einen Spitzel halten. So greift er zu einer Lüge, gibt vor, ein Radio versteckt zu haben. Die Menschen im Ghetto schöpfen neuen Lebensmut, es gibt keine Selbstmorde mehr, und man möchte von Jakob immer neue Informationen über den Vormarsch. Er muss weiterlügen, damit die Hoffnung bleibt... (Quelle: Amazon)

 

1974

Frank Beyer

Nelken in Aspik (Rolle: Wolfgang Schmidt)

Werbezeichner Wolfgang Schmidt ist zwar untalentiert, hat sich durch sein Redetalent aber dennoch einige Ämter im Haus der Werbung verschaffen können. Damit ist jedoch nach dem Verlust zweier Schneidezähne erstmal Schluss: Schmidt schämt sich ob seiner Zahnlücken und beschließt, lieber den Mund zu halten. Sein Schweigen wird allseits als Zeichen höherer Intelligenz gewertet, und so beginnt Schmidts unfreiwilliger beruflicher Aufstieg, der ihm zwischenzeitlich sogar den Posten des Generaldirektors einbringt, bevor sein Stern wieder sinkt und er endlich eine Stelle bekommt, die seinem Talent entspricht. (Quelle: Amazon)

 

1975

Günter Reisch

Die Flucht (Rolle: Dr. Smith)

DDR-Oberarzt Dr. Schmith hofft auf Gelder für sein Forschungsprojekt zur Senkung der Sterblichkeitsrate bei Frühgeburten. Als übergeordnete Stellen die Finanzierung des Projektes ablehnen, entschließt er sich zur Flucht aus der DDR und wendet sich an westliche Fluchhelfer. Kurz darauf wird doch noch die Realisierung des Projektes beschlossen und Schmith verliebt sich zudem in seine neue Kollegin Katharina. Schmith denkt nun nicht mehr daran, die DDR zu verlassen, womit er bei den Fluchhelfern auf wenig Gegenliebe stößt. (Quelle: Amazon)

 

1976

Roland Gräf

Geschlossene Gesellschaft (Rolle: Robert)

 

1978

Frank Beyer

Lola (Rolle: Baudezernent von Bohm)

 

1981

Rainer Werner Fassbinder

Die Sehnsucht der Veronika Voss (Rolle: Max Rehbein)

 

1982

dito

Sonderdezernat K1 - Die Rache eines V-Mannes (Rolle: Alex Matuschek)

Harry Wolters, vorbestrafter Buchhalter des St.-Pauli-Bosses Alex Matuschek, hängt nach dem Tod seiner Frau abgöttisch an seiner Tochter Irmi. Leider muss er feststellen, dass sie Ziel und Opfer skrupelloser Drogenhändler geworden ist. Unabhängig voneinander suchen Harry und die vier Kriminalbeamten vom "Sonderdezernat K 1" nach dem Mann, der Irmi "an die Spritze" gebracht hat. Ihre Wege, die ins Milieu mieser Geschäftemacher führen, kreuzen sich. Und plötzlich zeigt sich der frühere V-Mann Harry Wolters wieder zur Zusammenarbeit mit der Polizei bereit. Erwin, Irmis Freund, erinnert sich an den Namen Leo Koch, so heißt der Vertraute des türkischen Rauschgifthändlers Kilic. Nach vielem Hin und Her finden Polizei und "die Rache des V-Mannes" den wahren Schuldigen. (Quelle: Die Krimihomepage)

 

1981

Alfred Weidenmann

Collin (Rolle: Andreas Roth)

 

1981

Peter Schulze-Rohr

Die Flügel der Nacht (Rolle: Gödel)

 

1982

Hans Noever

Rita Ritter (Rolle: Cloos)

 

1984

Herbert Achternbusch

Die Mitläufer                                                                                                   - MEIN FILM-TIPP! -

 

1984

Eberhard Itzenplitz

Der Angriff der Gegenwart auf die übrige Zeit (Rolle: Blinder Regisseur)

 

1985

Alexander Kluge

Bittere Ernte (Rolle: Leon)

 

1985

Agnieszka Holland

Das Spinnennetz (Rolle: Baron Rastschuk)

 

1989

Bernhard Wicki

Jokehnen oder Wie lange fährt man von Ostpreußen nach Deutschland (Rolle: Karl Steputat)                - MEIN FILM-TIPP! -

  

Dies ist die Geschichte eines kleines Dorfes in Ostpreußen von 1940 bis 1945; wie die Hitlerei auch über diese ahnungslosen Menschen gekommen ist. Die kleine Hauptperson heißt Hermännchen und es sind sozusagen die Kindheitserinnerungen des Autors Arno Surminski. Aus seiner Perspektive erleben wir die polnischen und russischen Zwangsarbeiter auf den ostpreußischen Höfen, die Diskriminierung des jüdischen Tuchhändlers, die Einberufungen der Männer und dem Hunger an der Heimatfront und schließlich die Flucht vor der anrückenden russischen Armee.

  

Darsteller: Armin Mueller-Stahl (Karl Steputat) Ursela Monn, Beate Finckh, Christian Mueller-Stahl, Günter Lüdke, Jörg Pleva, Else Quecke u.a.

  

1987

Michael Lähn

Bronsteins Kinder (Rolle: Aaron)

 

1991

Jerzy Kawalerowicz

Der Kinoerzähler (Rolle: Titelrolle)

 

1993

Bernhard Sinkel

Rotwang muss weg! (Stimme von Sebastian Rotwang)

 

1994

Hans-C. Blumenberg

Die Manns (Rolle: Thomas Mann) - MEIN FILM-TIPP! -

 

2001

Heinrich Breloer

Ich bin die Andere - Begründung der Filmbewertungsstelle - (Rolle: Karl Winter)

Der Ingenieur Robert Fabry verbringt während einer Geschäftsreise eine Nacht mit der Prostituierten Carlotta. Zurück in Deutschland begegnet er ihr wieder - als Carolin, der neuen Kollegin seines Anwalts. Es stellt sich heraus, dass Carlotta/Carolin an Schizophrenie leidet, was Roberts Verlangen nach ihr nur noch steigert und eine Tragödie heraufbeschwört. In dem skandalträchtigen Film geht es um einen erfolgreichen jungen Ingenieur, der in den Bann einer ebenso schönen wie geheimnisvollen Frau gerät. Er möchte sie heiraten und trennt sich von seiner bisherigen Lebensgefährtin. Aber wer ist die zugleich unschuldig zarte wie provozierend laszive Frau wirklich? Und welche Rolle spielen ihr Vater und ihre Familie? Es entwickelt sich ein immer gefährlicher werdendes Melodram, ein erotisches Abenteuer aus Liebe, Leidenschaft und Abhängigkeit.
Nach dem Drehbuch des renommierten Fassbinder-Autors Peter Märthesheimer erzählt die mehrfach preisgekrönte Regisseurin Margarethe von Trotta die dramatische Geschichte einer unmöglichen Liebe und dunklen Leidenschaft. Sie zeigt Erschütterungen hinter einer gutbürgerlichen Fassade, nimmt mit auf eine Reise in seelische Abgründe und gefährliche Tiefen menschlichen Unterbewusstseins. Eine Frau, deren Seele Schaden zugefügt wurde, taumelt mit der Perfektion einer multiplen Persönlichkeit zwischen Tagesfassade und nächtlichem Tabubruch. Sie ist die Eine und die Andere. Beim Aufstöbern von Erinnerung und Eindringen in die Vergangenheit hat die Wahrheit viele Gesichter.
(Quelle: Concorde Filmverleih)

  

2006

Margarethe von Trotta

The International (Rolle: Wilhelm Wexler)

 

2007

Tom Tykwer

Weitere Filme mit Armin Mueller-Stahl sind auf der IMDb-Website gelistet.

 

    

   

 

 

  

 

  

  

  

  

  

  

  

 

 

  

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 22. Mai 2016

 

Diese Kurzbiografie kann nur rudimentär sein und die genannten Filme nur eine Auswahl von Filmen des Künstlers enthalten. Die Angaben erheben daher keineswegs den Anspruch auf Vollständigkeit, deshalb sind Links angebracht, die weitere Hinweise geben. Da ich auf Inhalte zu externen Webseiten keinen Einfluss habe, kann ich auch keine Gewähr dafür übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber verantwortlich. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Rechtswidrige Inhalte waren zum Zeitpunkt der Verlinkung nicht erkennbar. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Seiten ist jedoch ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden derartige Links umgehend entfernt.

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