Das Dorf an der Grenze 1982
Inhalt Das
Dorf Selitsch liegt irgendwo in Unterkärnten, nahe der Grenze zwischen der
Republik Österreich und Jugoslawien, aber es steht für alle in den unzähligen
Sprach- und Volkssturm-Kämpfen umstrittenen Dörfer an den vielen Grenzen
Europas.
Der
Film erzählt die Geschichte von Slowenen und Österreichern in ihrem Dorf und
veranschaulicht jene Barriere zwischen den Nachbarn, den Mechanismus von
Ablehnung und Hass, der in der Vergangenheit überall in Europa mörderische
Auseinandersetzungen verursachte, und den wir lernen müssen mit friedlichen
Mitteln zu steuern.
Schellander
lebt seit dem Ende des Krieges (und des Großdeutschen Reiches) in der Stimmung
des Siegers. Als Tito-Partisan hat er Kopf und Kragen riskiert und wartet nun
darauf, dass ihm sein Einsatz gelohnt wird. In den Reihen der KPÖ streitet er für
die Sache der Slowenen und setzt auf eine "Vereinigung" mit den
slowenischen Brüdern in Jugoslawien. Seine Hoffnungen werden durch den Bruch
Titos mit Moskau endgültig zunichte gemacht. Während Schellander in materielle
Schwierigkeiten gerät und sich als Straßenarbeiter verdingen muss, erlebt er,
wie seine Nachbarn, Österreicher und Slowenen, sich auf das Fortwursteln im
engen Alltag konzentrieren. Der zaghaft einsetzende Tourismus, der dem Dorf ein
bisschen Wohlstand verspricht, 'korrumpiert' die Ideale, an die Schellander
geglaubt hat. Ideologische Überzeugungen haben sich längst mit handfesten ökonomischen
Interessen vermengt. Schellander
hält die Wirklichkeit nicht aus ..... (Quelle:
Broschüre "ARD-Fernsehspiel", Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten
der Bundesrepublik Deutschland, Heft: Oktober bis Dezember 1982)
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Layout: Rosemarie Kuheim Bearbeitet: 01/2011 |