Monica Bleibtreu

   

Schauspielerin 

    

     

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Monica Bleibtreu - Foto: Edmond Frederik

Monica Bleibtreu

   

©Edmond Frederik (lizensiert)

 

Geboren am 4. Mai 1944 in Wien als Tochter des österreichischen Theaterdirektors Vater Renato Attilio, ihre Mutter Hedwig war Schauspielerin
Hansjörg Felmy als Kommissar Haferkamp und Monica Bleibtreu in dem Tatort "Der Mann aus Zimmer 22" von 1974. Regie: Heinz Schirk, Drehbuch: Oliver Storz
Foto: WDR

  

 

Monica Bleibtreu studierte Schauspiel am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Ihr erstes Bühnenengagement bekam sie an den Bühnen der Stadt Bonn, dort spielte sie 1963/64 die Berbiette in Molières "Die Schelmenstreiche des Scapin", die Isabelle in Anouilhs "Einladung in das Schloss". Weitere Theaterstationen waren das Burgtheater Wien, wo sie die Adelheid in Hauptmanns "Der Biberpelz" mimte. Im Theater in der Josefstadt verkörperte sie die Luise in Schillers "Kabale und Liebe". Im Theater im Zentrum Wien wurde ihr die Rolle der Edrita in Grillparzers "Weh dem, der lügt" angeboten. Sie spielte die Titelrolle in Anouilhs "Antigone", die Viola in Shakespeares "Was ihr wollt", die Julia in Shakespeares "Romeo und Julia" und in der Uraufführung von Bauers "Magic Afternoon", jeweils im Niedersächsischen Staatstheater Hannover.

 

 

 

In den Münchner Kammerspielen übernimmt sie die Rolle der Tonka in Martin Sperrs Jagdszenen aus Niederbayern (mit Therese Giehse), Regie: Ulrich Heising. Unter der Regie von Paul Verhoeven spielt sie in "Liebes Leid und Lust" nach Shakespeare, in O'Caseys "Juno und Pfau", in Valentins "Tingel Tangel" (Regie: Niels-Peter Rudolph). Wiederum mit Therese Giehse spielt sie unter Peter Stein und Frank P. Steckel in Brechts "Die Mutter". Im Deutschen Schauspielhaus Hamburg war sie von 1972 bis 1975 engagiert, dort war sie die Mascha in Tschechows "Die Möwe", sie war zu sehen in Gorkis "Feinde" und in Sartres "Kean" mit Will Quadflieg.

 

  

Ihr Fernsehdebüt gab sie 1969 in Change (Regie: Franz Peter Wirth) später folgten u.a. Lemminge (Regie: Michael Haneke) und Wohin und zurück (Regie: Axel Corti). Im Kino war sie in Produktionen wie Adele Spitzeder (Regie: Peer Raben) oder in Ludwig - Requiem für einen jungfräulichen König (Regie: Hans-Jürgen Syberberg) zu sehen. Mir fiel Monica Bleibtreu das erste Mal 1979 bewusst auf in dem Fernsehspiel Fallstudien von Hartmut Griesmayr.

 

 

In den 1990er Jahren spielte die Mimin in viel beachteten Kinoproduktionen zum Beispiel die Rolle der Helene Weigel in Abschied - Brechts letzter Sommer (Regie: Jan Schütte) und in Joseph Vilsmaiers Marlene. In Heinrich Breloers preisgekröntem Mehrteiler Die Manns - Ein Jahrhundertroman verkörperte sie Katia Mann und konnte mit dem hochkarätigen Ensemble den Adolf Grimme Preis in Gold entgegennehmen. Für ihre Rolle in Verlorenes Land (Regie: Jo Baier) wurde sie mit einer Nominierung für den Deutschen Fernsehpreis geehrt.

 

Zu den Bildern links:

Monica Bleibtreu 1980 in dem Theaterstück "Die Zofen" von Jean Genet (Theater in der Markthalle, Hamburg) - ©Virginia Shue, Hamburg  -  starfotos@virginia-hamburg.de

 

 

 

 

 

Gisela Schneeberger und Monica Bleibtreu in dem 2010 gedrehten Fernsehfilm "Ladylike - Jetzt erst recht"!
Foto: ZDF
Monica Bleibtreu bekam 2005 den Grimme-Preis für den Fernsehfilm Marias letzte Reise (Regie Rainer Kaufmann) und 2007 den Deutschen Filmpreis beste Schauspielerin Hauptrolle für den Film Vier Minuten (Regie: Chris Kraus) - hierzu der Regisseur des Films über Monica Bleibtreu. Weiterhin war die beliebte Schauspielerin auch in TV-Serien wie Bella Block (siehe Foto unten), Folge 51 der TV-Serie Der Kommissar (Fluchtwege); ihre erste Fernseharbeit war 1972 die Rolle einer Ausbrecherin aus einer Fürsorgeanstalt in der Fernsehserie; für diese schauspielerische Leistung wurde sie 1972 mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet. Weitere Fernseharbeiten waren Alpensaga, Auf Achse, Das Dorf an der Grenze, Der Fahnder, Die Wilsheimer, Derrick, Die Männer vom K3 (Made in Hongkong), Sperling und die Tote aus Vilnius (1999), Siska, Bibi Blocksberg (Rolle: Walpurgia), Der Wunschbaum (Rolle: Tante Lenka), 10 Tatort-Episoden (1974-2004), Donna Leon (2 Folgen), 4 gegen Z (Staffel 3) u.a.

Ihre letzte Rolle hatte Monica Bleibtreu als Traudel Krieger in dem bemerkeswerten TV-Krimi Tannöd von 2009, der auf dem gleichnamigen Roman von Andrea Maria Schenkel basiert. Regie führte Bettina Oberli, die gemeinsam mit Petra Lüschow auch das Drehbuch verfasste.

  

 

Von 1993 bis 1998 war sie Professorin für Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg.

Monica Bleibtreu war mit dem verstorbenen Schauspieler Hans Brenner liiert. Aus dieser Verbindung ging Sohn Moritz hervor. 

 

 

Monica Bleibtreu starb am 14. Mai 2009 an einer Krebserkrankung. Sie liegt begraben auf dem Hamburger Friedhof Ohlsdorf.

       

 

Hannelore Hoger und Monica Bleibtreu in der "Bella Block"-Folge "Mord unterm Kreuz" von 2006
Foto: ZDF/Stephan Persch
Auszeichnungen (Auswahl):

2002: Rita-Tanck-Glaser-Schauspielpreis der Hamburgischen Kulturstiftung

2005: Adolf-Grimme-Preis für den Fernsehfilm Marias letzte Reise

2005: Deutscher Fernsehpreis für den Fernsehfilm Marias letzte Reise

2005: Bayerischer Fernsehpreis; Sonderpreis für Marias letzte Reise (zusammen mit Nina Kunzendorf und Michael Fitz)

2007: Bayerischer Filmpreis (Beste Hauptdarstellerin) für Vier Minuten

2007: Deutscher Hörbuchpreis als "Beste Interpretin" für Tannöd

2007: Deutscher Filmpreis als "Beste Schauspielerin"

2007: Goldene Feder für "ihre herausragenden schauspielerischen Leistungen"

2007: CORINE-Weltbild-Leserpreis zusammen mit Andrea Maria Schenkel für das Hörbuch Tannöd

2008: Hessischer Filmpreis (Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten)

2009: Romy als "Beliebteste Schauspielerin"

  

 

     

 

 

 

 

Weitere Filme mit Monica Bleibtreu (Auswahl)

 

Ludwig - Requiem für einen jungfräulichen König (Rolle: Elisabeth Ney), 1971, Regie Hans-Jürgen Syberberg

 

Adele Spitzeder (Rolle: Elfie), 1972, Regie Peer Raben

 

Tatort (Der Mann aus Zimmer 22) (Rolle Ursule Danz), 1974, Regie Heinz Schirk

 

Frauensiedlung (Rolle: Jutta), 1976, Regie Wolfgang Storch

 

Menschenfresser (Rolle: Hanna Kreuth), 1977, Regie Rainer Boldt

 

Fallstudien (Rolle: Ina), 1979/80, Regie Hartmut Griesmayr

 

Mittags auf dem Roten Platz (Rolle: Natalja), 1978, Regie Dieter Wedel

 

Ich werde warten (Rolle: Nelly Best), 1982, Regie Stanislav Barabas)

 

Der Beginn aller Schrecken ist die Liebe (Rolle: Gisela), 1984, Regie Helke Sander)

 

Jokehnen oder Wie lange fährt man von Ostpreußen nach Deutschland? (Rolle: Majorin), 1984, Regie: Michael Lähn)    --- MEIN FILM-TIPP!! ---

Dies ist die Geschichte eines kleines Dorfes in Ostpreußen von 1940 bis 1945; wie die Hitlerei auch über diese ahnungslosen Menschen gekommen ist. Die kleine Hauptperson heißt Hermännchen und es sind sozusagen die Kindheitserinnerungen des Autors Surminski. Aus seiner Perspektive erleben wir die polnischen und russischen Zwangsarbeiter auf den ostpreußischen Höfen, die Diskriminierung des jüdischen Tuchhändlers, die Einberufungen der Männer und dem Hunger an der Heimatfront und schliesslich die Flucht vor der anrückenden russischen Armee.

Darsteller: Armin Mueller-Stahl, Ursela Monn, Beate Finckh, Christian Mueller-Stahl, Günter Lüdke, Jörg Pleva, Else Quecke u.a.

 

Kinder des Satans (Rolle: ?), 1995, Regie Bernd Schadewald

Die Polizei legt den Fall der Schülerin Heike, die angeblich Selbstmord begangen hat, zu den Akten. Aber ihre Freundin lässt nicht locker; sie findet heraus, dass sogenannte "Satansjünger" damit zu tun haben. Sie vertraut sich ihrem Religionslehrer an und das Unheil nimmt seinen Lauf...

Darsteller: Monica Bleibtreu, Nicolette Krebitz, Moritz Bleibtreu, Katja Studt, Antje Westermann, Christian Redl u.a.

 

Angst hat eine kalte Hand (Rolle: ?), 1995, Regie Matti Geschonneck

 

Abschied - Brechts letzter Sommer (Rolle: Helene Weigel), 2000, Regie Jan Schütte

 

Die Manns - Ein Jahrhundertroman (Rolle: Katia Mann), 2001, Regie Heinrich Breloer

 

Marias letzte Reise (Rolle: Bäuerin Maria Stadler), 2005, Regie Rainer Kaufmann

 

Maria Stadler weiß, dass sie sterben wird. Die 71-jährige entflieht der Chemotherapie mit den schrecklichen Nebenwirkungen, flieht aus der Klinik. Maria will zu Hause am oberbayerischen Staffelsee sterben. Da Sohn Simon sich nicht um seine Mutter kümmern kann, wird Maria von der Krankenschwester Andrea begleitet. Aber Maria und Andrea geraten rasch aneinander, weil die Schwester das Leben Marias reglementieren will. Als Maria wieder einen Zusammenbruch erleidet, weist sie der Klinikchef Dr. Osterhahn erneut in das Krankenhaus ein. Doch Schwester Andrea bringt die Todkranke umgehend wieder nach Hause.

Andrea lernt, Marias letzte Wünsche zu erfüllen und hilft ihr, die letzten Dinge des Lebens zu regeln. (Quelle: Wikipedia)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim
Bearbeitet: 19. Mai 2020

 
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