Deutsche Film- und Fernsehgeschichte 1992

...und ein wenig Zeitgeschichte

  

   

  

    

    

In Deutschland werden 63 Spielfilme gedreht. 

   

1. Januar - Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) und der Ostdeutsche Rundfunk Brandenburg (ORB) werden Mitglieder der ARD. 

 

11. Januar - SAT.1 beginnt mit der Ausstrahlung der Game-Show-Reihe Mann-0-Mann, moderiert von Peer Augustinski. Zuschauerinnen wählen den attraktivsten Mann einer Region. Die Kandidaten müssen sich neben dem Nachweis besonderer Talente in unterschiedlichen Spielen bewähren und werden bei Missfallen von einer Damenjury in einem Swimmingpool versenkt. Die Serie lief 89 mal á 60 Minuten alle 14 Tage.

 

12. Januar - Als erster Sender im Deutschen Fernsehen nimmt "Tele 5" eine Reality-TV-Sendereihe ins Programm, Titel: Polizeireport Deutschland, Moderation: Michael Harder.

 

Ruth Leuwerik

©Andrea Pollak

17. Januar - Bayerischer Filmpreis - In München gibt es in diesem Jahr 11 Preisträger: für Regie Percy Adlon und Michael Klier, für Nachwuchsregie Sherry Hormann und Detlev Buck, Dokumentarfilmregie Peter Schamoni, Darstellung Rosel Zech und Hansa Czypionka, Kamera Gernot Roll, Produktion Eberhard Junkersdorf (500.000 DM für Homo Faber).

  

Der Ehrenpreis geht an Ruth Leuwerik, der Sonderpreis an Heinz Badewitz, den unermüdlich optimistischen Leiter der Hofer Filmtage.

  

  

Der Film "Hitlerjunge Salomon" kann bei Amazon bestellt werden.

18. Januar - Golden Globe - Der Film Hitlerjunge Salomon (englischer Titel: Europa, Europa), produziert von Artur Brauner, inszeniert von Agnieszka Holland, wird in Los Angeles mit dem "Golden Globe" als bester ausländischer Film ausgezeichnet. Eine OSCAR-Nominierung scheiterte am deutschen Auswahlgremium. Darüber entfacht Brauner, tief verletzt, öffentlichen Streit. 

  

Kurze Inhaltsangabe zum Film: Salomon Perel, oder Sally, wie ihn seine Freunde nennen, verlebt eine glückliche Kindheit. Doch diese bricht ganz unverhofft zusammen, als er eines Tages zum Direktor seiner Schule bestellt wird, der ihm einen Zettel in die Hand drückt und sagt "Und jetzt raus. Juden haben an unserer Schule nichts mehr zu suchen". Seine abenteuerliche Odyssee führt ihn zunächst in das polnische Lodz, wo er in den Wirren der Besetzung von seiner Familie getrennt wird. Alleine schlägt sich Sally nach Russland durch, wo er von einer deutschen Patrouille aufgegriffen wird. Geistesgegenwärtig rettet er sich mit der Behauptung ein von den Bolschewicken verschleppter "Volksdeutscher" zu sein vor dem sicheren Tod. Unter dem Namen Joseph Periel tritt er in den Dienst der Wehrmacht ein, wo er schon bald zum Günstling der Vorgesetzten und Musterschüler der Hitlerjugend-Akademie wird. Bis zum Kriegsende hält er das Versteckspiel durch. (Quelle: Amazon)

  

19. Januar - Mit der Spiel-Show-Reihe Traumhochzeit, moderiert von Linda de Mol, startet eine der erfolgreichsten Shows des kommerziellen Anbieters RTL plus.

  

Z 19. Januar - In Berlin wird die erste zentrale deutsche Gedenkstätte zur Erinnerung an den Holocaust in der Villa am Wannsee eröffnet. Die Villa war im Januar 1942 Schauplatz der berüchtigten "Wannsee-Konferenz", auf der SS-Obergruppenführer Reinhard Heydrich, der Chef des Reichssicherheitshauptamtes, mit Staatssekretären und hohen Parteifunktionären die verwaltungsmäßige Umsetzung der "Endlösung der Judenfrage" besprochen hatte. Zu diesem Ereignis hat Heinz Schirk 1984 einen überaus sehenswerten Fernsehfilm gedreht mit eben diesem Titel Die Wannseekonferenz mit Dietrich Mattausch in der Rolle des Reinhard Heydrich.

 

Z 2. - 22. Februar - Olympische Winterspiele in Albertville/Frankreich.

  

6. Februar - RTLplus-Ausstrahlungsbeginn von Notruf. Moderator Hans Meiser präsentiert spektakuläre Unfälle und dramatische Rettungsaktionen, die sich nach Berichten von Augenzeugen wirklich zugetragen haben und für das Fernsehen nachgestellt werden. Vorbild für diese Sendung war die US-Reality-Show "Rescue 911". 

  

Der Dokumentarfilm von Helke Sander kann bei Amazon bestellt werden.

13. bis 24. Februar - Berlinale - Beiträge im Wettbewerb: Gudrun von Hans W. Geissendörfer und Der Brocken von Vadim Glowna.

Im Panorama wird der Dokumentarfilm Befreier und Befreite von Helke Sander gezeigt.

Deutsche Filme im Forum: Taiga von Ulrike Ottinger, Schwarzer Kasten von Johann Feindt und Tamara Trampe, Rostige Bilder von Manfred Wilhelms, Blockade von Thomas Kufus, Kolossale Liebe von Jutta Brückner und der Film von Birgit Hein Die unheimlichen Frauen: Experimentell-dokumentarischer Film, der das falsche Idealbild von Weiblichkeit aufzudecken versucht, welches Aggressionslosigkeit, Friedfertigkeit und Asexualität assoziiert und als Instrument der Unterdrückung funktioniert.

Die Retrospektive ist der Geschichte des Studios Babelsberg gewidmet: 73 Filme aus 80 Jahren.

  

Z 18. März - Microsoft bring Windows 3.1 auf den Markt.

  

Z 20. April - Im Londoner Wembley-Stadion findet das Freddie Mercury Tribute Concert for Aids Awareness statt.

  

11. Mai - Start der ersten Daily Soap Gute Zeiten, schlechte Zeiten auf RTL plus. Das Drehbuch schreiben nach der australischen Vorlage »The Restless Years« Felix Huby und ein Autorenteam.   
Mit der täglichen Ausstrahlung von Explosiv - Das Magazin bei RTLplus etabliert sich das Format des Boulevardmagazins.

  

Z 17. Mai - Hans-Dietrich Genscher tritt auf eigenen Wunsch hin aus Altersgründen von seinen Ämtern zurück. Er war von 1969 bis 1974 Bundesminister des Innern sowie von 1974 bis 1992 fast ununterbrochen Bundesminister des Auswärtigen und Stellvertreter des Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland. Von 1974 bis 1985 war er außerdem Bundesvorsitzender der FDP.

  

30. Mai - Ausstrahlungsbeginn des deutschfranzösischen Kulturkanals arte. Charakteristisch für das zweisprachige Programmangebot sind die »Themenabende«, die Beiträge aus beiden Ländern zu einem Thema präsentieren.

  

Z 30. Mai - Der frühere Bundespräsident Karl Carstens stirbt im Alter von 77 Jahren in Meckenheim bei Bonn.

   

  

Diesen Film muss man einfach gesehen haben!!!

4. Juni - Deutscher Filmpreis - Innenminister Rudolf Seiters vergibt in Berlin den Deutschen Filmpreis. Das Filmband in Gold geht an die Komödie Schtonk! von Helmut Dietl. Ein Filmband in Silber erhalten Leise Schatten von Sherry Hormann und Herwig Kippings Debütfilm Land hinter dem Regenbogen. Zu den Preisträgern für Einzelleistungen gehören die Schauspieler Mario Adorf und Götz George, der Regisseur Helmut Dietl, die Nachwuchsregisseurin Hermine Huntgeburth.

Für sein Gesamtwerk wird der Dokumentarist Jürgen Böttcher ausgezeichnet.

  

Z 13. Juni bis 12. September - In Kassel findet die "Documenta IX" - Weltausstellung der Kunst - in Kassel statt.  

   

27. Juni bis 4. Juli - 10. Münchner Filmfest - 17 neue deutschsprachige Filme werden erstaufgeführt. Die interessantesten aus der Bundesrepublik sind: Kinderspiele von Wolfgang Becker, Die Terroristen von Philipp Gröning, Abgetrieben von Norbert Kückelmann, Apfelbäume von Helma Sanders-Brahms und Kleine Haie von Sönke Wortmann.

Den Förderpreis erhält Wolfgang Becker.

  

Z 29. Juli - Der frühere DDR-Staatschef Erich Honecker kehrt aus der Zuflucht in der chilenischen Botschaft in Moskau nach Berlin zurück und wird auf dem Flughafen wegen eines vorliegenden Haftbefehls festgenommen.

    

25. August - Defa-Studiogelände verkauft - Die Treuhandanstalt verkauft das Defa-Studiogelände in Potsdam-Babelsberg für 130 Millionen DM an die "Compagnie Immobilière Phénix (CIP) Deutschland GmbH", eine Tochtergesellschaft des französischen Mischkonzerns "Compagnie Générale des Eaux" (CGE). Bis zum Jahr 2000 werden Investitionen in Höhe von 410 Millionen DM zugesagt. Geschäftsführer der in diesem Zusammenhang gegründeten Firma "Studio Babelsberg GmbH" werden Volker Schlöndorff und Pierre Couveinhes. Als weitere CIP-Tochtergesellschaft wird die "Euromedien Babelsberg GmbH Grundstücksgesellschaft" gegründet, an der britische, französische und holländische Unternehmen beteiligt sind. Zu diesem Ereignis schreibt www.zeit.de.

  

Z 27. August - Die vom Hamburger Bauer-Verlag herausgegebene und 1948 gegründete Illustrierte "Quick" wird wegen großer Einbußen im Anzeigengeschäft eingestellt.

   

4. September - Mit dem Start der Talk-Show "Hans Meiser" gewinnt RTLplus an den Werktagen zusätzliche Zuschauer für das Nachmittagsprogramm.

 

28. September - RTL-Ausstrahlungsbeginn der Talk-Show Gottschalk Late Night mit Thomas Gottschalk. Das Fernsehlexikon schreibt dazu...

  

Z 1. Oktober (vermutlich) - Petra Kelly und Gert Bastian waren in den 80er Jahren Symbolfiguren der Grünen. 1992 erschoss der 69-jährige frühere Bundeswehrgeneral seine 24 Jahre jüngere Lebensgefährtin im Schlaf und anschließend sich selbst. Die Leichen wurden am 19. Oktober in der gemeinsamen Wohnung gefunden. Der genaue Zeitpunkt des Todes konnte nicht mit Sicherheit bestimmt werden. - Hintergründe hierzu (Generalanzeiger Bonn) -

  

28. Oktober bis 1. November - Hofer Filmtage - Festivalchef Heinz Badewitz hat erstaunlich viele neue deutsche Filme entdeckt, darunter Langer Gang von Yilmaz Arslan, Schattenboxer von Lars Becker, Der Papagei von Ralf Huettner, Verlorene Landschaft von Andreas Kleinert, Herzsprung1) von Helke Misselwitz, Ich bin meine eigene Frau von Rosa von Praunheim, Terror 2000 von Christoph Schlingensief und Vaterland von Uli M. Schüppel.

1) Ein kleiner Ort namens Herzsprung im Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung. In tristen Bildern zeigt der Film den ökonomischen, sozialen und kulturellen Verfall einer aus der Bahn geworfenen Gesellschaft. Es herrscht Arbeitslosigkeit, die Menschen flüchten aus dem Sädtchen oder suchen Trost in Notbeziehungen. Der Ehemann der jungen Johanna, der ebenfalls von der kollektiven Verarmung betroffen ist, läuft Amok, erschießt die Rinder auf seinem Hof und schließlich sich selbst. Kaum beerdigt sucht Johanna die Nähe zu einem fremden Vagabunden. Der ist jedoch schwarz und wird bald zur Zielscheibe einer Gruppe junger Arbeitsloser. Helke Misselwitz‘ frühe Regiearbeit thematisiert die Schattenseiten der Nachwendezeit, jenseits aller Versprechungen von 'blühenden Landschaften'. (Quelle: Zitiert aus www.rosalux.de)

   

Z 3. November - Bill Clinton wird zum 42. Präsidenten der USA gewählt. Seine offizielle Amtszeit beginnt am 20. Januar 1993.

  

  

30. November - Der Nachrichtenkanal n-tv nimmt seinen Sendebetrieb auf. Zu den Gesellschaftern gehören Time Warner und die Familie Nixdorf.

  

2. Dezember - ARD-Ausstrahlung des später preisgekrönten Fernsehfilms Hamburger Gift (NDR) in der Regie von Horst Königstein.

  

2. Dezember - Ufa-Juliläum - In Berlin wird eine große Ausstellung zum 75jährigen Bestehen der Ufa eröffnet, veranstaltet vom Deutschen Historischen Museum und der Stiftung Deutsche Kinemathek. Eine Reise durch die deutschen (Film)Geschichte der Jahre 1917 bis 1945 in 21 Stationen. Rechtzeitig zum Jubiläum erscheint bei 2001 "Das Ufa-Buch", herausgegeben von Hans-Michael Bock und Michael Töteberg: Ein internationales Team von 30 Autoren war an der Erarbeitung der Ufa-Geschichte beteiligt. Das reich illustrierte Buch ist eine exemplarische Aufarbeitung von Filmgeschichte in einer Mischung aus Darstellung des wirtschaftlichen und zeitgeschichtlichen Umfeldes, Analyse der ästhetischen Entwicklung und kritischen Porträts von Stars und Filmmachern. Der Band ist zudem ein einmaliges Nachschlagewerk mit einer Filmografie von über 3690 Ufa-Filmen. (Quelle: cinegraph.de)

   

6. Dezember - Das ZDF zeigt Andreas Kleinerts Fernsehfilm Verlorene Landschaft der sich mit Beziehungen zwischen ost- und westdeutschen Bürgern befasst.

  

7. Dezember - RTL plus ändert seine Programmstruktur nach dem Key-Demographics-Prinzip. Die Game-Shows Der Preis ist heiß und Riskant werden aus dem Vorabendprogramm in das Vormittagsprogramm (10.30 Uhr) verlagert. Programmdirektor Marc Conrad führt als Begründung an: »Ich verlege sie, weil ihre Zuschauer mir insgesamt zu alt sind.« Den Sendeplatz im Vorabendprogramm erhalten Sitcoms wie Eine schrecklich nette Familie, die ein jüngeres Publikum ansprechen.

  

22. Dezember - Ufa-Babelsberg GmbH - In Babelsberg gründen Ufa und CIP ein Gemeinschaftsunternehmen: die "Ufa Babelsberg GmbH" als Produktionsfirma für Film und Fernsehen. Geschäftsführer sind Volker Schlöndorff und Wolf Bauer.

  

  

O h n e  D a t u m  -  S o n s t i g e s

  

Schtonk! erlebt seine Filmpremiere in vier Münchner Kinos. Krönung der zahlreichen, internationalen Auszeichnungen ist die Oscar-Nominierung als "Bester ausländischer Film".

 

Nach Fertigstellung der Außenkulisse der TV-Serie Marienhof beginnen die Dreharbeiten der ARD-Langlaufserie. Produziert wird täglich an bis zu drei verschiedenen Drehorten mit zwei Teams. Das gesamte Material wird erstmals mittels des Schnittcomputers AVID digital bearbeitet.

 

Ende April eröffnet das BAYERISCHE FILMZENTRUM GEISELGASTEIG in Grünwald bei München.

 

Regisseur Joseph Vilsmaier beginnt in Polen mit den Dreharbeiten zur Koproduktion Stalingrad. Die Hauptrollen spielen Jochen Nickel, Sebastian Rudolph, Dominique Horwitz, Sylvester Groth und Thomas Kretschmann. Für die Spezialeffekte zeichnet Karl Baumgartner (Charly Bum Bum) verantwortlich. Bei einem Autounfall entgeht Vilsmaier nur knapp dem Tod. Der Dreh muss unterbrochen werden, die Panzerschlacht wird wegen Schneemangels nach Finnland verlegt. Ab Herbst beginnt Milan Bor mit der Tonmischung.

 

Hans Noever verfilmt den Fernseh-Vierteiler Das Sahara-Projekt für das ZDF.

 

Im Juni eröffnet der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Johannes Rau in Bottrop-Kirchhellen den Bavaria-Film-Park.

   

Für das WWF entstehen 13 Folgen der satirischen Vorabendserie Kurhotel Sonnenschein.

 

Mit Das war der wilde Osten (Fortsetzung von Go - Trabi Go!) setzt Reinhard Klooss die erfolgreiche Reise der Dresdner Familie Struutz (Wolfgang Stumph, Claudia Schmutzler, Marie Gruber) im Kino (immerhin 1,5 Mio Zuschauer) fort. Wobei dieser zweite Teil lange nicht den Erfolg des ersten Films verbuchen konnte. Cinema schreibt zum Folgefilm: "Als Satire gemeint, als Posse verpufft"

  

Z Juni - Eröffnung des Kunstmuseums Bonn.

  

  

M U S I K A L I S C H E S  1992

  • Die Gruppe "Fettes Brot" wird gegründet.

  • Am 9. Mai gewinnt die Sängerin Linda Martin in Malmö mit dem Lied "Why me?" den Eurovision Song Contest.

  • Am 13. Dezember fand in Frankfurt/Main eine Kampagne gegen rechte Gewalt statt unter dem Motto "Heute die! Morgen du!" Das dreistündige Konzert, das 150000 Leute live miterlebten, wurde von Fritz Egner moderiert. Bereits am 9. November 1992 fand in Köln das Konzert "Arsch huh, Zäng ussenander" statt. Hier versammelten sich zum gleichen Thema 100000 Menschen. 

  • Der erste BRAVO-Hit-Sampler kommt auf den Markt.

  

A k t u e l l e   H i t s  1992

Bitterblue - Bonnie Tyler
Human Touch - Bruce Springsteen
I Wonder Why - Curtis Stigers
Die da!?! - Die Fantastischen Vier
Küssen verboten - Die Prinzen
It's My Life - Dr. Alban
Don't Let The Sun Go Down On Me - George Michael & Elton John
Knockin' On Heaven's Door - Guns'n'Roses
November Rain - Guns'n'Roses
Instant Karma - John Lennon
Black Or White - Michael Jackson
Krieg - Westernhagen

Everything I Do I Do It For You - Bryan Adams

To be with you - Mr. Big

  

  

B A M B I - S i e g e r  1992

 

Folgende Künstler erhielten den Filmpreis BAMBI 1992

Ausgezeichnet wurden Dagmar Manzel, Eberhard Schoener, Götz George, Günter Rohrbach, Harald Juhnke, Helmut Dietl, Jacques Yves Cousteau, Margarethe Schreinemakers, Marius Müller-Westernhagen u.a.

   

  

Sieger der "Goldenen Kamera" von HörZu 1992

 

Folgende Künstler bekamen die "Goldene Kamera" von HörZu

  

  

B R A V O - O T T O - Leserwahl 1992

 

Kategorie männliche Filmstars: Gold Kevin Costner, Silber Jean-Claude Van Damma, Bronze Arnold Schwarzenegger

Kategorie weibliche Filmstars: Gold Julia Roberts, Silber Sharon Stone, Bronze Jodie Foster

Kategorie Rock-Gruppen: Gold Roxette, Silber New Kids On The Block , Bronze Genesis

Hard'n Heavy: Gold Guns'n'Roses, Silber Mr. Big, Bronze Scorpions

Dancefloor: Gold Dr. Alban, Silber Marky Mark & The Funky Bunch, Bronze Die Fantastischen Vier

Kategorie Sänger: Gold Michael Jackson, Silber David Hasselhoff, Bronze Bryan Adams

Kategorie Sängerinnen: Gold Sandra, Silber Madonna, Bronze Maria Carey

Kategorie TV-Stars weiblich: Gold Shannen Doherty, Silber Jennie Garth, Bronze Erika Eleniak

Kategorie TV-Stars männlich: Gold Jason Priestley, Silber Luke Perry, Bronze David Hasselhoff

Kategorie Sportler: Gold Andre Agassi, Silber Boris Becker, Bronze Magic Johnson

Kategorie Sportlerinnen: Gold Franziska van Almsick, Silber Steffi Graf, Bronze Heike Henkel

Kategorie TV-Moderatoren: Gold Thomas Gottschalk, Silber Günter Jauch, Bronze Linda de Mol

Wrestler: Gold Hulk Hogen, Silber Bret'Hitman'Hart, Bronze The British Bulldog

  

  

L I T E R A T U R  1992

  

"Das Ufa-Buch" kann bei Amazon bestellt werden.

"Das Ufa-Buch" ist bereits vergriffen, daher bei Amazon nur noch gebraucht zu bestellen

"Das Ufa-Buch. Kunst und Krisen, Stars und Regisseure, Wirtschaft und Politik" von Hans Michael Bock und Michael Töteberg (Hg.). Frankfurt/Main: Zweitausendeins, 528 Seiten. - Kunst und Krisen - Stars und Regisseure - Wirtschaft und Politik. Also: Alles über die Ufa in einem gewichtigen, intelligent konzipierten und opulent ausgestatteten Jubiläumsbuch. (siehe auch Ufa-Jubiläum, 2. Dezember)

   

"Die Ufa-Story" von Klaus Kreimeier. München, Wien: Carl Hanser. 520 Seiten. - Die Geschichte eines Filmkonzerns. Kreimeier erzählt die Story als Beziehungsgeflecht von Fakten und Filmen, Politik und Ökonomie, von Euphorien und Depressionen. "Eine grandiose Forschungsarbeit" (Will Tremper).

 

"Der Laden" - Roman von Erwin Strittmatter (äußerst gelungen 1998 verfilmt von Jo Baier)

  

  

 

E i n i g e   K i n o-  u n d  F e r n s e h f i l m e   d e s   J a h r e s  1992

   

Schtonk!

Regie, Drehbuch: Helmut Dietl

    

Kleine Haie

Regie: Sönke Wortmann

Ali, Johannes und Ingo: Drei, die Schauspieler werden wollen, auf dem Weg von einer Schule zur anderen, von Volkwang/Essen zu Falckenberg/München. Ihre Bibel ist Der kleine Hey: Die Kunst des Sprechens, ihr Problem sind die Aufnahmeprüfungen, und einer schafft es nie. Wie das Quartett mit Freundschaft, Liebe und Karriere umgeht, schildert Wortmann, der selbst an der Münchner Filmhochschule studiert hat, sensibel und mit sehr viel Witz und Sinn für Ironie. Mittlerweise ein Kult-Film der 90er-Jahre.

Darsteller: u.a. Jürgen Vogel, Meret Becker, Kai Wiesinger, Otto Sander, Gedeon Burkhard und unvergessen genial Armin Rohde als "Bierchen". Ich denke, dass er diese Rolle mit seinem Schauspielerleben für immer verknüpft bleibt.

  

Kinderspiele

Regie: Wolfgang Becker

Für Kinderspiele gab es den Preis der deutschen Filmkritik für den besten Spielfilm, den Regieförderpreis der HypoVereinsbank für Wolfgang Becker und den Deutschen Kamerapreis in der Kategorie Fernsehfilm.

Der "Stern" schreibt: "«Ein wunderschöner traurigkomischer Film über das brachiale Ende einer Kindheit in den Sechzigern, über zu schnelles Erwachsenwerden, über die erste zarte Verliebtheit. Über vieles, woran man sich selbst noch gut erinnern kann und was den Film so vertraut macht wie ein Gang durchs Elternhaus.» 

    

Die zweite Heimat

Regie, Drehbuch: Edgar Reitz

  

Herzsprung

Regie, Drehbuch: Helke Misselwitz

Herzsprung, ein Ort in Brandenburg: Arbeitslosigkeit, Rassismus, Aggression, Selbstmord, Brandstiftung, Totschlag. Aber in den Bildern aus der neuen deutschen Gegenwart formulieren sich auch Sehnsüchte und Hoffnungen. Spielfilmdebüt der Dokumentaristin.

Darsteller: u.a. Günther Lamprecht, Eva-Maria Hagen.

     

Befreier und Befreite

Dokumentation von Helke Sander

212 Minuten Gespräche mit ehemaligen Rotarmisten und ihren weiblichen Opfern am Ende des Zweiten Weltkrieges. Der Untertitel heißt: "Krieg - Vergewaltigungen - Kinder".

  

Stilles Land

Regie: Andreas Dresen

Episoden aus einem ostdeutschen Provinztheater in der Saison 1989/90.

    

Schattenboxer

Regie, Drehbuch: Lars Becker

Ein ehemaliger Strafgefangener, ein Kickboxer und ein Autoknacker befreien einen Schwarzafrikaner, dem die Abschiebung droht, aus den Händen korrupter Polizisten: Film noir aus dem Hamburger Kleingangstermilieu.

     

Ich bin meine eigene Frau

Regie: Rosa von Praunheim

Lebensgeschichte eines Transvestiten.

    

Taiga

Dokumentation von Ulrike Ottinger

Geschichte und das Leben der Yak- und Rentiernomaden in der nördlichen Mongolei: 501 Minuten.

     

Warheads

Dokumentation von Romuald Karmakar

Lebensgeschichte eines ehemaligen Fremdenlegionärs und eines britischen Söldners.

      

      

G e s t o r b e n  1992

  

13. Januar - Josef Neckermann

Deutscher Kaufmann und Springreiter.

  

  

Martin Held

©Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

 

31. Januar - Martin Held

Schauspieler

Martin Held wurde am 11. November 1908 als Sohn eines Werkmeisters in Berlin geboren. Nach der Schule machte er eine Ausbildung zum Elektrotechniker; anschließend Beschäftigung bei Siemens. Mit 21 Jahren bestand er an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst die Prüfung für die Schauspielschule. Seine Lehrer waren u.a. Lucie Höflich und Lothar Müthel. Nach zwei Jahren Schauspielschule bekam er sein erstes Angebot von der Volksbühne Berlin. Aber er lehnte das Angebot ab und unterschrieb bei der Wanderbühne Königsberg/Tilsit, bei der er dann bis bis 1932/33 tätig war. Weitere Bühnen waren das Alberttheater in Dresden, Stadttheater Bremerhaven, Landestheater Darmstadt und die Städt. Bühnen in Frankfurt/Main.

Unter Boleslaw Barlog kam er 1951 an die Staatl. Schauspielbühnen Berlins, zu deren Ensemble er viele Jahre gehörte. Er gab Gastspiele in Bochum, am Burgtheater Wien und an den Münchner Kammerspielen. Als wichtige Regisseure nennt er Jürgen Fehling, Rudolf Noelte, Karl Heinz Stroux, Heinz Hilpert, Hans Lietzau und Fritz Kortner

Seit erste Filmproduktion drehte er 1951 (Schwarze Augen). Aber als Charakterdarsteller für Weidenmann (SS-Obergruppenführer Heydrich in Canaris), Käutner (Bürgermeister Obermüller im Hauptmann von Köpenick), Staudte (Nazirichter Schramm in Rosen für den Staatsanwalt) schrieb er sich in die Film-Geschichte ein. Eine späte Rolle spielte er an der Seite von Elisabeth Bergner in Der Pfingstausflug (1978) von Michael Günther. Seine Rollen im Fernsehen spielte er oft unter der Regie von Peter Beauvais

Einige Filme mit Martin Held: Alibi (1955, Regie: Alfred Weidenmann), Spion für Deutschland (1956, Regie: Werner Klingler), Banktresor 713 (1957, Regie: Werner Klingler), Nasser Asphalt (1958, Regie: Frank Wysbar), Meine Tochter Patrizia (1959, Regie: Wolfgang Liebeneiner), Der letzte Zeuge und Die Herren mit der weißen Weste (1960 und 1969, Regie: beide Wolfgang Staudte), in Unordnung und frühes Leid spielt er den Professor Abel Cornelius (1976, Regie: Franz Seitz), Heinrich Zille - Bilder aus seinem Leben (1977, Regie: Rainer Wolffhardt), Niemandsland (1978, Regie: Hans Lietzau), TV-Serie Der Alte - Episode: Der Gärtner (1981, Regie: Theodor Grädler). Mein absoluter Lieblingsfilm mit Martin Held ist der 1964 gedrehte Streifen Verdammt zur Sünde (späterer TV-Titel: Die Festung) in der Regie von Alfred Weidenmann nach einem Roman von Henry Jaeger mit dem Titel "Die Festung". (Quelle: Einige Informationen aus Langen Müllers' Schauspieler-Lexikon der Gegenwart)

  

 

  

Filmszene mit Paul Klinger und Karin Hardt - Foto: Murnau-Stiftung

Paul Klinger und Karin Hardt

in "Sommer, Sonne, Erika" aus dem Jahr 1939, Regie: Rolf Hansen

©Murnau-Stiftung

  

5. März - Karin Hardt

Schauspielerin - Einige Fotos

Karin Hardt wurde am 28. April 1910 in Hamburg geboren. Nach dem Besuch eines Lyzeums nahm sie privaten Schauspielunterricht. Nach drei Jahren Bühnenengagements in Mönchengladbach, Rheydt und Altenburg kam sie 1932 zum Film. Bis Kriegsende wirkte sie in 42 Produktionen mit. Nach 1945 bildete den Schwerpunkt ihrer Arbeit das Theater. Als freischaffende Schauspielerin hatte sie Engagements in Berlin, Theater am Kurfürstendamm und Theater des Westens, Hamburg, Aachen und Köln. 

Fritz Odemar (li.), Karin Hardt und Rudolf Platte in "Familienanschluss" aus dem Jahr 1941, Regie: Carl Boese

©Murnau-Stiftung

  

Ihr erster Film war Acht Mädels im Boot 1932, darauf folgten eine Vielzahl von Filmen in den 30er Jahren, unter anderem Abel mit der Mundharmonika, An heiligen Wassern und Die blonde Christel (1933) und Hermine und die 7 Aufrechten (1935). 1933 heiratete sie ihren Entdecker, den Regisseur Erich Waschnek, mit ihm auch ihre besten Filme entstanden. In den 30er Jahren verkörperte sie den ungeschminkten Backfisch, der sich das Glück auf mädchenhafte Weise angelte. Durch entwaffnende Natürlichkeit konnte sie, ihre manchmal überstrapazierte naive Sentimentalität und Versponnenheit ihrer Charaktere, ausgleichen.

Auch in den 40er Jahren ist sie viel beschäftigt, so in Via Mala als Tochter von Carl Wery, Das Hochzeitshotel (1944) oder Schicksal am Strom (1944).

Im deutschen Nachkriegsfilm blieb sie zunächst eine gefragte Darstellerin auf der Leinwand. Erich Waschnek übertrug ihr beispielsweise die Hauptrolle in Danke es geht mir gut (1948) und 1949 stand sie unter der Regie von Gerhard Lamprecht für Madonna in Ketten vor der Kamera. In Hamburg, Aachen und Köln spielte sie nach dem zweiten Weltkrieg wieder Theater und von 1961-64 am Berliner Theater des Westens in "My Fair Lady", daneben konnte man Karin Hardt in zahlreichen Fernsehserien (z.B. Forellenhof) und Filmen, z. B. Till, der Junge von nebenan (1967), Schöner Gigolo, armer Gigolo (1979), Preussenkorso Nr. 17 (1974), War was, Ricky? (1984) bewundern. Unvergessen ist ihre Rolle als Haushälterin Käthi in 23 Teilen der Erfolgsserie Die Schwarzwaldklinik 1985-86, in der sie die gute Seele im Hause Professor Brinkmann spielte. 

1991 stand sie als Mary Smith neben Inge Meysel in der Titelrolle, in der Komödie "Mrs. Harris und der Heiratsschwindler" zum letzten Mal vor der Kamera. Sie erhielt das Filmband in Gold. Nach der Scheidung von ihrem zweiten Mann Rolf von Goth lebte sie in Berlin. (Quelle: u.a. Langen Müllers' Schauspieler-Lexikon der Gegenwart und  schwarzwald-tv-klinik.de)

    

 

   

  

17. März - Monika Mann, *1910

Deutsche Schriftstellerin. Tochter von Katia und Thomas Mann. 

  

  

3. Mai - Vilma Degischer, *17. November 1911

Österreichische Schauspielerin. Im Film unvergessen als Erzherzogin Sophie, Mutter von Kaiser Franz Joseph von Österreich, in der Sissi-Trilogie.

     

   

  

6. Mai - Marlene Dietrich

Schauspielerin

Sie war - beginnend mit Der blaue Engel (1930) - der größte Showstar, den Deutschland je hervorgebracht hat. 1930 von ihrem 'Schöpfer' Josef von Sternberg nach Hollywood gebracht, machte sie als Schauspielerin und Sängerin Karriere. In 52 Filmen spielte sie Haupt- und gelegentlich auch markante Nebenrollen. Ab 1976 lebte sie zurückgezogen in Paris. Sie wird auf eigenen Wunsch am 16. Mai in ihrer Geburtsstadt Berlin bestattet. Ihre autobiographischen Reflexionen erschienen 1979: "Nehmt nur mein Leben..." Ihren umfangreichen Nachlass verwahrt die Stiftung Kinemathek.

  

  

13. Mai - Gisela Elsner

Deutsche Schriftstellerin. Über die Endphase ihres Lebens drehte Gisela Elsners Sohn Oskar Roehler im Jahr 2000 den Film Die Unberührbare mit Hannelore Elsner – die keine familiäre Beziehung zu Gisela Elsner hat – in der Hauptrolle.

  

  

15. Mai - Olga von Togni

Österreichische Schauspielerin. Sie war mit dem Kameramann Walter Robert Lach verheiratet.

  

 

16. Mai - Marisa Mell

Schauspielerin

  

 

26. Mai - Hans Epskamp

Schauspieler

  

  

5. Juni - Ethel Reschke, *24. April 1911

Schauspielerin

  

  

  

Schauspieler Werner Kreindl

©Virginia Shue, Hamburg

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6. Juni - Werner Kreindl, Schauspieler

Werner Kreindl wurde am 20.10.1927 in Wels/Österreich geboren. Nach dem Abitur studierte er zunächst Theaterwissenschaft und Germanistik. Abbruch des Studiums, dann privater Schauspielunterricht. 1946 war er Mitbegründer eines Studententheaters in Wien. Durch ein Gastspiel des Studios der Hochschulen Wien in Graz wurde er 1948 an die Vereinigten Bühnen Graz verpflichtet. Nach einem Gastspiel am Wiener Burgtheater kam er 1950 an die Bühnen der Stadt Bonn, denen er bis 1962 angehörte. Weitere Stationen: Staatstheater Darmstadt, Bayerisches Staatsschauspiel München, Deutsches Theater Hamburg, Salzburger Festspiele, Renaissance-Theater Berlin, Freie Volksbühne Berlin, Volkstheater Wien, Würzburger Festspiele - ein sehr bewegtes Theaterleben also. Seit Mitte der 60er Jahre war Kreindl verstärkt für Film und Fernsehen tätig, wirkte in Hörspielen und Funklesungen mit. Seinen ersten Leinwandauftritt hatte der Schauspieler 1958 in dem Streifen Zwei Bayern in Bonn, im Verlaufe der Jahre folgten Rollen in Filmen wie beispielsweise Engel, die ihre Flügel verbrennen (1970), Die Formel (1980), So weit das Auge reicht (1980), Geld oder Leber! (1986) oder als Professor Havlicek in Bei mir liegen Sie richtig (1990) mit Dieter Hallervorden, doch der Schwerpunkt seiner Arbeit für den Film lag beim Fernsehen. Neben Auftritten in so beliebten Krimi-Serien wie Die Fünfte Kolonne, Der Kommissar, Derrick, Der Alte, Sonderdezernat K1 oder Tatort sah man Kreindl unter anderem 1967 in dem Mehrteiler Nobile – Sieben Wochen auf dem Eis sowie als Göring in dem Zweiteiler Der Reichstagsbrandprozess, Regie: Tom Toelle. 1972 übernahm er in dem historisch-dokumentarischen Mehrteiler Die Rote Kapelle unter der Regie von Franz Peter Wirth die Rolle des "Großen Chef" und Spion Léopold Trepper oder war 1974 als Dr. Ezra Jennings in Der Monddiamant zu sehen und in Nico Hofmanns Der Tod kam als Freund. Ungeheure Popularität erlangte Kreindl von 1978 - 1992 als Hauptkommissar Karl Göttmann in der TV-Serie SOKO 5113, eine Rolle, die er 150 Folgen lang bis zu seinem Tod 1992 spielte. Werner Kreindl verstarb am 6. Juni 1992 mit 64 Jahren im österreichischen Wagrein an Herzversagen; er war zuletzt mit seiner Kollegin, der Schauspielerin Diana Körner verheiratet. (Quelle: Informationen aus der Website www.steffi-line.de und aus Langen Müllers' Schauspieler-Lexikon der Gegenwart))
  

 

6. Juli - Amadeus August, *1942

Deutscher Schauspieler.

    

    

10. Juli - Hans Reiser, *3. Juni 1919

Deutscher Schauspieler.

  

  

15. Juli - Marianne Simson, 29. Juli 1920

Schauspielerin, Star des Berliner Staatstheaters bei Gründgens. Sie spielte die Partnerin von Hans Albers in Baron Münchhausen. Kam erst 1952 aus russischer Gefangenschaft nach Berlin zurück... (Weiteres siehe hier >>>)

     

    

  

Helmut Schmid

©Virginia Shue, Hamburg

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18. Juli - Helmut Schmid

Schauspieler

Szene aus "Madeleine und der Legionär" - Foto: Murnau-Stiftung

Helmut Schmid u.Hildegard Knef in "Madeleine und der Legionär"

1957, Regie: Wolfgang Staudte

©Murnau-Stiftung

 

Helmut Schmid wurde als Sohn des Schauspielers Paul Schmid, späterer Direktor des Landestheaters Innsbruck, in Neu-Ulm geboren. Nach dem Abitur im Remscheid studierte er ein Semester Medizin und drei Semester Jura, außerdem nahm er Schauspielunterricht. Am Landestheater Innsbruck gab er 1945 sein Filmdebüt. Außerdem war er noch beschäftigt bei folgenden Theatern: Stadttheater Memmingen, Saarländisches Landestheater Saarbrücken, Wuppertaler Bühnen, Bühnen der Stadt Kiel und Württembergisches Staatstheater Stuttgart (bis 1957). 

  

Ende der 50er-Jahre unterbrach er seine Theaterarbeit für Aufgaben beim Film. In den letzten Jahren spielte er vor allem Tournee-Theater oder führte selbst Regie, z.B. 1983/84 in Lauf doch nicht immer weg, natürlich mit Liselotte Pulver, mit der er seit 1959 bis zu seinem Tode verheiratet war. Mit Liselotte Pulver hat er zwei Kinder, Marc-Tell (geb. 1962) und Melisande (geb. 1968, sie wählte 1989 den Freitod). Aus einer ersten Beziehung hat er zwei weitere Kinder (Michael und Nina). 

  

Einige Auswahl von Filmen mit Helmut Schmid: Geliebtes Fräulein Doktor (1954), Madeleine und der Legionär (1957, Regie: Wolfgang Staudte), Alle Wege führen heim (1957, Regie: Hans Deppe), Liebe kann wie Gift sein (1958, Regie: Veit Harlan), Der Mann im Strom (1958, Regie: Eugen York), Das Totenschiff (1959, Regie: Georg Tressler), Kohlhiesels Töchter (1962, Regie: Axel von Ambesser), Der Regenmacher (1966, Regie: Franz-Peter Wirth), Immobilien (1972, Regie: Otto Jägersberg), Der Stechlin (TV 3-Teiler, 1975, Regie: Rolf Hädrich).

  

   

 

7. August - Eberhard Fechner

Schauspieler und Regisseur

In "filmischen Erzählungen", die er ungern "dokumentarisch" nannte, hat er vom Leben in Deutschland im 20. Jahrhundert berichtet: Nachrede auf Klara Heydebreck, Klassenphoto, Die Comedian Harmonists, Der Prozess. Nicht zu vergessen seine Fernsehfilme nach Kempowskis Geschichten.

  

  

24. September - Wolfgang Schulz, *1941

Der "Schobert" von Schobert und Black. Liedermacher-Duo, die in den 1970er-Jahren ihre großen Erfolg hatten. Er starb an plötzlichem Herzversagen.

  

  

6. Oktober - Margit Symo, *13. September 1913

Ungarisch-österreichische Schauspielerin und Tänzerin. Margit Symo ging nach dem Krieg nach Schweden. Sie war mit dem Komponisten Willy Mattes verheiratet. Die gemeinsame Tochter Eva Mattes ist ebenfalls Schauspielerin.

  

  

8. Oktober - Willy Brandt

Der frühere Bundeskanzler und SPD-Vorsitzende Willy Brandt stirbt in seinem Wohnort Unkel bei Bonn im Alter von 78 Jahren.

  

  

15. Oktober - Hanno Thurau, *21. September 1939

Schauspieler beim Ohnsorg-Theater. Hatte auch Rollen in Detlev Bucks Wir können auch anders und in Desperado City von Vadim Glowna.

  

  

13. November - Karin Brandauer

Regisseurin, Drehbuchautorin

  

  

6. Dezember - Lisa Hellwig, *9. Mai 1898

Deutsche Schauspielerin, die erst relativ spät, im Alter von 40 Jahren, zum Film kam und in La Habanera eine kleine Rolle als Amme ausfüllen durfte.

 

 

 

  

  

 

 

 

 

 

 

    

     

  

    

  

   

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Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 20. Mai 2014

 

Ich bitte um Verständnis, dass ich zu den jeweiligen Jahren nur eine Auswahl von Nachrichten treffen konnte.

 Alle Informationen der Film- u. Fernsehchronik sind nach bestem Wissen gesammelt und aufgeschrieben worden,

sollten sich aber doch Fehler eingeschlichen haben, bitte ich um eine E-Mail. Vielen Dank.

 

Ich bedanke mich bei Herrn Dr. Kay Weniger, der mir erlaubt hat, aus "Das große Personenlexikon des Films" Textstellen zu übernehmen.