David 1979
Inhalt Das
Aufziehen des Nazismus aus der Sicht des jungen David Singer, Sohn eines
Rabbiners: erst antisemitische Demonstrationen, dann brennende Synagogen, schließlich
die Deportation von Davids Eltern. Unter falschem Namen arbeitet David in einer
Berliner Fabrik. Er wagt es, sich seinem Chef anzuvertrauen, bekommt von ihm
falsche Papiere und kann 1943 aus Deutschland entkommen. "Der
Film weiß nicht mehr als der David. Er zeigt das langsame Verschwinden seiner
Familie und zeigt die schmerzliche Erfahrung von jemandem, der im Dunkeln
bleiben muss, obwohl er dieselbe Lebenslust hat wie alle anderen Gleichaltrigen.
Die Familie gab ihm einen Halt, Wärme, Zutrauen, und man kann dann ermessen,
was es bedeutet, wenn man plötzlich niemanden mehr hat". (Peter Lilienthal
im Gespräch mit Jeanine
Meerapfel).
Diese
auf eine Person beschränkte Erzählung des Films (die, da er auf
Tagebuchaufzeichnungen basiert, durchaus zwingend war), wurde Lilienthal von
vielen Kritikern als Verharmlosung des Sujets angekreidet. Dennoch gewann David
auf den 29. Internationalen Filmfestspielen in Berlin als erster deutscher Film
seit 1956 den Goldenen Bären. Geschichte
einer jüdischen Familie in der Nazizeit bis zum Holocaust. Beklemmende
Grundstimmung und Erzählweise, subtiles Spiel; ein Dokument auswegloser Angst
in entmenschter Zeit.
Als die Hitlerjugend während des
Purim-Festes vor seinem Haus antisemitische Parolen skandiert, ist Rabbi
Singer dennoch fest davon überzeugt, dass Deutschland ein sicheres Land
für ihn, seine Familie und seine Glaubensbrüder bleiben wird. Einige
Jahre später aber verwehrt man seinem Sohn David den Zutritt zur
Schule, weil er Jude ist. Wenig später werden Rabbi Singer und seine
Frau deportiert. Nun fürchtet auch der junge David um sein Leben. In ständiger
Angst vor Entdeckung sucht er nach einem Weg, um Deutschland zu
verlassen. (Quelle:
www.shoa.de)
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(Filmbeschreibung)
Layout: Rosemarie Kuheim Bearbeitet: Jan. 2011 |