Die Wollands 1972
Inhalt Horst
Wolland ist Schweißer in einem Berliner Betrieb, seine Frau ebenfalls berufstätig.
Ihre kleine Tochter wächst bei den Großeltern auf. Wolland steht kurz vor
einer Beförderung, als seine Kollegen durch eine Arbeitsniederlegung gegen die
Kürzung der Akkordzeiten protestieren. Der Streik hat Erfolg. Wolland wird vom
Abteilungsleiter aufgefordert, die "Rädelsführer" zu nennen, er
weigert sich, und ein anderer wird an seiner Stelle befördert. Wolland, der
sich aus der ersten Arbeitsniederlegung herausgehalten hatte, versucht jetzt,
einen neuen Streik zu organisieren, doch das Vorhaben misslingt. Trotzdem werden
Wolland und seine Kollegen von nun an auf Gewerkschaft und Betriebsrat Druck ausüben. Die
beiden Regisseure Marianne Lüdcke und Ingo Kratisch ließen diesem Film, der
ihre Abschlussarbeit für die Berliner Film- und Fernsehakademie darstellte,
noch zwei weitere nach ihrem Motto "vom Einzelfall zum Klassenfall"
gedrehten Filme folgen (Lohn und Liebe
und Familienglück), bevor sich ihre Wege trennten.
Nach
Christian
Ziewers Liebe
Mutter, es geht mir gut, war dies der zweite wichtige Berliner
Arbeiterfilm. "Der entscheidende Vorteil der Wollands gegenüber
vergleichbaren Filmen scheint mir darin zu bestehen, dass er sich nicht darauf
beschränkt, Horst Wollands Arbeitswelt zu zeigen. Geht man davon aus, dass sich
Arbeitswelt und Familienleben wechselseitig durchdringen, dass Impulse und Rückschläge
im einen Bereich sich auch im anderen niederschlagen, so ist es ein Manko, wenn
ein Film den einen oder anderen Bereich ausklammert. Die Gewichtung in den Wollands
entspricht exakt dem tatsächlichen Verhältnis von Arbeit und Freizeit im Leben
eines Lohnabhängigen."
Links fremder Seiten: www.artistsman.com (über Nicolas Brieger) www.steffi-line.de (über Peter Fitz)
Layout: Rosemarie Kuheim Bearbeitet: Jan. 2011
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