Warum ist Frau B. glücklich? 

1968

 

Filmliste Erika Runge 

 

  

  

Regie ...............................

Erika Runge

Drehbuch .........................

Erika Runge

Produktion ........................

WDR

Kamera ............................

Horst Bever

Länge ..............................

40 Minuten

Sonstiges .........................

Geschichte in NRW

Ur-/Erstaufführung .............

Aufführung am 11.10.1968, Mannheim, IFF; Aufführung: 28.04.1978, Oberhausen, IFF [Retrospektive >Das Ruhrgebiet im Film<]

Genre ..............................

Sozialkritik, Dokumentation, Zeitgeschichte

  

  

  

Darsteller

Rolle

Maria Bürger

Frau B.

                  

 

 

Inhalt  

  

In diesem Film erzählt Maria B. ihre Geschichte, die Geschichte einer Bergarbeiterfrau im Ruhrgebiet, die gleichzeitig die Geschichte von 40 Jahren Arbeiterleben in Deutschland umfasst. 1928 Heirat. Verheiratetsein, eine Wohnung finden und Mutter werden, scheinen ihr das größte Glück. Doch der Mann wird arbeitslos, Hunger, Elend und Ausweglosigkeit gefährden ihre Hoffnungen. 1933 Machtübernahme der Nazis. Die alten Träume scheinen Wirklichkeit werden zu können: Es gibt wieder Arbeit, ein bescheidener Wohlstand zieht ein. Meldungen über Verhaftungen will Maria B. nicht wahrhaben, die Meinung ihre Mannes, dass es zu einem Krieg kommen könne, lehnt sie ab.  Ihr kleines Glück soll durch nichts in Frage gestellt werden. 1939 erste Anzeichen einer Bergarbeiterkrankheit bei ihrem Mann, er verdient fast nichts - und Maria B. erwartet ihr drittes Kind. Hier, zum ersten Mal, bekommt sie eine neue Vorstellung von dem, was Glück sein kann. Kollegen des Mannes helfen aus: Sie erlebt Glück durch Solidarität. Nach dem Krieg begreift sie, was für ein Glück es bedeutet, für andere einzutreten, selber Solidarität beweisen zu können. Die Bergarbeiterfrauen ziehen zur Zeche, weil der Lohn ausbleibt, und Maria B. steigt auf den Tisch: Sie stellt die Forderungen für alle.

Der Mann stirbt, einer der Söhne verunglückt tödlich, Maria B., von dem Kumpeln "Mutter" genannt, arbeitet als Putzfrau in einem Bergarbeiterwohnheim. Doch 1968, im Zusammenhang mit der ersten großen Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit, werden Zechen stillgelegt, das Wohnheim geschlossen. Nun ist Maria B. selber arbeitslos. (Erika Runge)

(Quelle: Der Frauenfilm - Filme von und für Frauen, Gudrun Lukasz-Aden / Christel Strobel, Heyne Filmbibliothek, Originalausgabe, Wilhelm Heyne Verlag München, TB Nr. 90)

  

  

Maria B. erzählt ihre Geschichte, die Geschichte einer Bergarbeiterfrau im Ruhrgebiet, die gleichzeitig die Geschichte von 40 Jahren Arbeiterleben in Deutschland umfasst. Der biografische Film, der sich zur proletarischen Tradition bekennt, gilt als einer der wichtigsten Dokumentarfilme Ende der 60er Jahre, die private Sphäre und gesellschaftliche Wirklichkeit miteinander zu verbinden versuchten. Der Film bezieht seine Faszination vor allem aus der persönlichen Ausstrahlungskraft der Duisburger Bergarbeiterwitwe, die ungemein temperamentvoll und spannend zu erzählen versteht.

(Quelle: kino-im-sprengel.de)  

 

 

  

  

  

  

 

 


  

 

 

  

   

   

   

   

   

   

    

   

   

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 16. Juni 2016

  

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