Stern ohne Himmel

1980

 

Filmliste Ottokar Runze

 

  

  

Regie

Ottokar Runze

Regieassistenz

Helmut Christian Görlitz

Drehbuch

Leonie Ossowski

Vorlage

nach dem Roman von Leonie Ossowski

Schnitt

Inge P. Drestler

Verleih

Basisfilm / Weitere Informationen

Aufnahmeleitung

Helga Waterkotte

Produktion

Ottokar Runze Berlin

Produktionsleitung

Ute Kastenholz, Michael Beier

Kamera

Michael Epp

Musik

Hans-Martin Majewski

FSK

ab 10 Jahre

Länge

ca. 86 Minuten

Ur-/Erstaufführung

Kinostart 24.04.1981

Genre

Kinderfilm, Literaturverfilmung

  

  

  

Darsteller

Rolle

Manfred Gliewe

Willi

Andreas Hameder Antek
Hieronymus Blößer Zick
Martin Fuchs Paule
Uwe Drißler Abiram
Claudia Brunnert Ruth
Randolf Kronberg Herr Nagold
Gisela Dreyer Frau Nagold
Malte Jaeger Herr Jähde
Richard Beek Herr Kimmich
Eva Krutina Flüchtlingsfrau
Joachim Roecker Ortsgruppenleiter
Christoph Beyert Blockwart Feller

                  

 

 

Inhalt  

 

1945 - Vier fünfzehnjährige Alumnatsschüler haben inmitten des Kriegsgeschehens einen Ort gefunden, wo sie vor der Welt der Erwachsenen sicher sind. In einem zerbombten Viertel entdeckten sie ein vergessenes Nahrungsmitteldepot. Dies ist ihr Versteck, ihr Geheimnis und ihre Speisekammer. Außer ihnen weiß nur ein Mädchen davon, und sie nur deshalb, weil Antek, Anführer der Gruppe, in Ruth verliebt ist. Eines Tages brechen Gewalt und Verfolgung auch noch in diese Welt ein. Antek sperrt die Tür zum Keller auf und entdeckt zwischen Würsten, Büchsen und Kisten einen unbekannten Jungen - Abiram, einen jüdischen Flüchtling. Was tun? Eigentlich müsste man ihn melden. Aber damit würde auch das Versteck auffliegen. Laufen lassen? Helfen? Sie sind sich nicht einig. Nur für einen geht die Erziehung zum Gehorsam über alles. Er macht beim Schuldirektor Meldung. Damit beginnt für Abiram erneut die Flucht. Doch diesmal ist er nicht allein. Seine gleichaltrigen neuen Freunde helfen ihm - wenn auch ängstlich und verunsichert.

  

  

Ottokar Runze zu seinem Film:

"Die meisten meiner Filme sind wirklich rasch gedreht worden, das stimmt. Beim Stern ohne Himmel konnte ich freilich auch gar nicht anders, weil ich die Kinder nur über die Osterferien für die Dreharbeiten zur Verfügung hatte. Während der Schulzeit bekommt man sie nicht mehr frei. Doch dazu muss ich sagen: Ich bin froh, dass wir den Film so schnell abgedreht haben, denn die Kinder haben sich so wunderbar mit ihren Rollen und dem Stoff identifiziert, wie ich nie geglaubt hatte. Hätten wir das professionell in die Länge gezogen, wäre das Ergebnis wohl nicht so gut ausgefallen. Die Story ist wohl nicht authentisch. Leonie Ossowski hat sie aber so geschrieben, dass sie sich haargenau so zugetragen haben könnte. Ich war in jenen Tagen gerade als Soldat in der Gegend um Brandenburg, in der die Geschichte ja spielt, und kenne auch das Verhalten von 14jährigen Jungens in diesen letzten Tagen des 3. Reiches ganz gut. Ich habe nie den Wunsch, eine Lösung zu vermitteln. Das Finale kann nur offen bleiben. Klar wird aber die Absicht: Der Film geht tragisch und hoffnungsvoll zugleich aus. Tragisch, weil Willi stirbt, ohne erkennen zu können, an wen er geglaubt hat, und hoffnungsvoll, weil den anderen Kindern die Flucht durch den Granathagel zu gelingen scheint. Aber das eigentliche Finale muss jeder Zuschauer in sich selber vollziehen."

 

(Quelle: Kino - Bundesdeutsche Filme auf der Leinwand 1981/82, herausgegeben von Robert Fischer, Verlag Monika Nüchtern, München)

    

    

  

  

  

 

 

 


  

 

 

  

   

   

   

   

   

   

    

   

   

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 11. Dezember 2020

  

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