Grabbes letzter Sommer 

1980

 

Filmliste Sohrab Shahid Saless

 

  

  

Regie

Sohrab Shahid Saless

Drehbuch

Thomas Valentin

Schnitt

Anna Koudelka

Redaktion

Jürgen Breest

Produktion

Radio Bremen

Produktionsleitung

Hans-Calixt Krug

Kamera

Rolf Romberg

Ausstattung

Günther Naumann

FSK

-

Länge

ca. 120 Min.

Sonstiges

-

FBW-Bewertung

-

Ur-/Erstaufführung

7.12.1980

Genre

Biografie, Fernsehspiel

  

  

  

Darsteller

Rolle

Wilfried Grimpe

Christian Dietrich Grabbe

Renate Schroeter Luise Grabbe
Sonja Karzau Dorothea Grabbe
Uwe Meister Karl Ziegler
Ulrich von Bock Moritz Petri
Gabriele Fischer Sophie Möller
Boris Guradze Gottlieb
Marta Holler Wilhelmine
u.v.a.

                   

   

  

Inhalt

Christian Dietrich Grabbe, 1801 in Detmold geboren, zählt literathistorisch zum Frührealismus des 19. Jahrhunderts, einer kurzen Epoche des Aufbegehrens zur Zeit des Vormärz gegen die Zwänge der Klassik, vor allem gegen das Goethische Weimar.

  

Grabbe war nicht allein zu Lebzeiten ein Unbekannter, nur von wenigen Freunden und Gönnern gefördert, auch Nachruhm ist ihm weitgehend vorenthalten geblieben. Lediglich seine Komödie "Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung" ist fester Bestandteil heutigen Bühnenrepertoires. Seine Tragödien, über deren Qualitäten sich Kenner längst einig sind, gelten auch jetzt noch als unspielbar.

 

Im Frühsommer 1836 kehrt Grabbe nach längerem Aufenthalt in Frankfurt und Düsseldorf in seine Heimatstadt Detmold zurück, krank und resigniert, dem Alkohol ergeben. Er steigt zunächst in einem Gasthof ab, weil seine Frau sich weigert, ihn bei sich zu Hause aufzunehmen. Sie stammt aus wohlhabender Familie und ist Eigentümerin des gemeinsamen Hauses. Ihre Ehe mit Grabbe war von Anfang an problematisch, weil sie als gebildete Bürgerin mit dem ungestümen Temperament ihres Mannes nicht zurechtkam und er andererseits nicht mit ihrer Bürgerlichkeit.

  

Grabbe lebt in Kneipen, mit Freunden oder bei seiner Mutter, zwischendurch versucht er immer wieder unter geradezu verzweifelten Anstrengungen, sein Schauspiel "Hermannsschlacht" abzuschließen. Als sein Gesundheitszustand sich mehr und mehr verschlechtert, sucht er kurz entschlossen sein Haus auf. Luise, seine Frau, begegnet ihm mit großer Zurückhaltung, aber beide nehmen sich vor, friedlich miteinander auszukommen. Doch schon bald brechen die alten Konflikte wieder auf. Da Luise den todkranken Grabbe nicht mehr ohne weiteres vor die Tür setzen kann, beantragt sie die Scheidung. Ehe es zum Prozess kommt, stirbt Grabbe im September 1836.

(Quelle: Broschüre "ARD Fernsehspiel - Oktober bis Dezember 1980", herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland)

  

  

  

  

  

  

 

 

 

 


  

 

 

  

   

   

   

   

   

   

    

   

   

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 16. Juni 2016

  

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