Utopia 

1982

 

Filmliste Sohrab Shahid Saless

 

  

  

Regie ................................

Sohrab Shahid Saless

Drehbuch ...........................

Sohrab Shahid Saless und Manfred Grunert

Regie-Assistentin ................

Dagmar Beiersdorf

Redaktion ..........................

Willi Segler

Produktion .........................

Multimedia Gesellschaft für audiovisuelle Information mbH, Hamburg

Kamera ............................

Ramin Reza Molai

Musik ...............................

Rolf Bauer

FSK ..................................

ab 18 Jahre

Länge ...............................

198 Min.

Sonstiges .........................

Über den Film - ein Interview mit Manfred Zapatka

FBW-Bewertung .................

-

Ur-/Erstaufführung ..............

Uraufführung: 20.02.1983, Berlin, IFF - Wettbewerb;
Kinostart: 20.05.1983, Frankfurt am Main, Eden;
TV-Erstsendung (DE): 28.08.1984, ZDF

Genre ..............................

Drama, Prostitution, Gewalt gegenüber Frauen

  

  

  

Darsteller

Rolle

Imke Barnstedt ...................

Renate

Gundula Petrovska ............... Rosi
Gabriele Fischer .................. Susi
Manfred Zapatka ................. Zuhälter
Johanna Sophia .................. Helga
Birgit Anders ..................... Monika
Bernhard Adami 
Barbara Beutler 
Johanna Ebert 
Fritz Ewert 
Johanna Gerhard 
Hans Joachim Grubel 
Andreas Hanft 
Albert Heins 
Irma Jagow 
Klaus Jepsen 
Ursula Kessler 
Kurt Klein 
Christoph Künzler
Lothar Lambert
Harald Lutz
Herbert-Heinz Pfeifer
Heinz Rabe
Karl Schulz
Peter Wagenbreth
Alex Zander

                    

   

 

Inhalt

Prostitution - ein Thema, das im Film meist auf spektakuläre Weise behandelt wird. Saless' Film basiert auf präzisen Beobachtungen, Recherchen im Milieu und Interviews mit Prostituierten. In Utopia zeichnet er das Bild von fünf Frauen verschiedenen Alters, verschiedener Schichten und unterschiedlicher Motivation, die für den Zuhälter Heinz in einem Privatbordell arbeiten. Da ist klein Glamour, keine Erotik, keine Lust.

Es sind müde und kaputte Frauen zu sehen, die aus Kostengründen an ihrem Arbeitsplatz wohnen, die keinen Feierabend haben, kein Privatleben. Nicht nur ihrer Menschenwürde - auch ihres Verdienstes beraubt. Ihr Verhältnis untereinander ist gekennzeichnet von Misstrauen und Neid. Und Heinz tut alles, um Zwietracht unter den Frauen zu säen. Aber als der Druck unerträglich wird, wehrt sich Renate auf radikale Weise. Der Mann stirbt, und die Frauen sind frei, haben die Chance, neu anzufangen.

  

In oft quälender, niemals voyeuristischer Ausführlichkeit gibt Saless Einblick in eine tabuisierte Welt und macht nachvollziehbar, was Frauen dazu veranlasst, ihren Körper zu verkaufen. Lotte H. Eisner über Utopia: "Es ist der härteste Film, den Saless bis jetzt gemacht hat, aber er hat das Recht dazu, weil der Film das Leben zeigt, wie es in Wirklichkeit ist."

(Quelle: Der Frauenfilm - Filme von und für Frauen, Gudrun Lukasz-Aden / Christel Strobel, Heyne Filmbibliothek, Originalausgabe, Wilhelm Heyne Verlag München, TB Nr. 90)

 

  

...Unterstützt von ihren Leidensgefährtinnen sticht sie ihren Ausbeuter und Peiniger nieder. Nun sind sie frei und könnten ein neues Leben beginnen. Doch die gewonnene Freiheit nutzen sie nicht. Vielmehr führen sie den Bordellbetrieb weiter - nur diesmal nicht unter männlicher Herrschaft. Eine der Frauen - eben jene, die den "Tyrannenmord" initiiert hat - übernimmt die Leitung des Betriebes. Die Geschichte von Abhängigkeit, Unterdrückung und Erniedrigung geht weiter.

(Quelle: Broschüre Das Fernsehspiel im ZDF, Heft 45, Juni - August 1984, hrg. vom Zweiten Deutschen Fernsehen, Informations- und Presseabteilung / Öffentlichkeitsarbeit)

 

 

  

  

  

  

  

 


  

 

 

  

   

   

   

   

   

   

    

   

   

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 16. Juni 2016

  

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