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Harun Farocki Regisseur Drehbuchautor
Harun Farocki wurde am 1. September 1944 in Neutischein/Tschechien geboren und ist einer der wichtigsten Essay-Filmer Deutschlands.
Zunächst Studium der Theaterwissenschaft, Soziologie und Publizistik. Von 1973 - 1983 schrieb er für die Fachzeitschrift "Filmkritik", die 1984 eingestellt wurde. Weitere Arbeit als Dozent an der Film- und Fernsehakademie Berlin.
Auch als Filmemacher tritt der Filmkritiker Farocki in Erscheinung, und zwar mit seinen Kurzfilmen, wie z.B. Die Worte des Vorsitzenden (1967). 1968 folgt der satirische Film White Christmas, in dem er das USA-Kriegsengagement in Vietnam demaskiert zu dem Bing Crosby-Lied. Es folgen die Lehrfilme Nicht löschbares Feuer (1972, 25 Min.), zu dem das Filmportal schreibt, dass der Film von Kritikern als "intelligent und präzise" gelobt wird, Klaus Kreimeier nennt ihn den "wichtigsten Agitprop-Film der Vietnam-Bewegung". Die Dokumentation Die Sprache der Revolution, ebenfalls 1972, und 1976 das Fernsehspiel Die Schlacht. Noch komplexer als sein erfolgreichster Film Zwischen zwei Kriegen (1978) über den Konnex zwischen Schwerindustrie und Hitler-Regime ist Etwas wird sichtbar (1982) eine Reflexion über den Widerspruch zwischen offiziellem und privatem Bild des Vietnamkrieges im Bewusstsein nicht direkt betroffener Menschen. (Quelle: (Einige Textauszüge aus: Reclams Lexikon des deutschen Films, Thomas Kramer (Hrsg.), Verlag Philipp Reclam jun., Stuttgart, 1995, 466 Seiten)
Fremde Links auf dieser Seite: www.farocki-film.de (HP des Künstlers) www.peterweiss.org (Preis für Harun Farocki) www.filmportal.de (über H. Farocki)
Layout: Rosemarie Kuheim Bearbeitet: 06/2010 |