Eberhard Fechner     

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Einer meiner Lieblingsregisseure: Eberhard Fechner - Foto: VIRGINIA

Eberhard Fechner  

 ©Virginia Shue, Hamburg starfotos@virginia-hamburg.de

 

Geboren am 21. Oktober 1926 in Liegnitz/Schlesien (Polen)

Gestorben: 7. August 1992 in Hamburg

 

Aufgewachsen in Berlin, kaufmännische Lehre bei der Ufa. 1945 bis 1946 Soldat.

  

1946 bis 1948 Schauspielschule des Deutschen Theaters in Ost-Berlin. Danach Schauspieler in Hamburg, Hannover, Berlin, Bremen und München.  

 

1961 war E.F. Regisseur beim Schlosstheater in Celle, dann Assistenz bei Giorgio Strehler am "Piccolo Teatro di Milano". 1963/64 Regisseur, Schauspieler und stellvertretender Intendant am Stadttheater Konstanz. 1965 Beschäftigung in der Fernsehspielabteilung des NDR. Seit 1966 überwiegend als Autor und Regisseur von Fernsehspielen und Dokumentarfilmen tätig.  Am Theater am Goetheplatz in Bremen wirkte er 1964/65 als Schauspieler und Regisseur, ebenso unter Egon Monk am Deutschen Schauspielhaus Hamburg 1968/69.

  

1966 Selbstbedienung, der erste Film des 40-jährigen Schauspielers, schildert den 

Gyula Trebitsch (Produzent von Tadellöser und Wolff) und Eberhard Fechner im Gespräch

©Virginia Shue, Hamburg 

starfotos@virginia-hamburg.de

 Einbruch eines Jungentrios in ein Berliner Kaufhaus am Himmelfahrtstag 1954.

 

Schon 1976 befasste sich Eberhard Fechner mit dem Aufstieg und Niedergang der Gesangsgruppe Comedian Harmonists, die in den späten 20er- und frühen 30er-Jahren aus dem Unterhaltungsgenre nicht mehr wegzudenken waren. Joseph Vilsmaiers befasst sie in seiner Spielfilmversion mit der Trennung der Gruppe im Jahr 1935. Fechner dagegen lässt die Folgezeit nach der Trennung Revue passieren und widmet sich auch den diversen Nachfolgegruppen, in der die "arischen" und die drei "jüdischen" Mitglieder getrennt versuchten, an alte Erfolge anzuknüpfen, was weder den einen noch den anderen gelang. Die Lebensläufe der 6 Männer waren in den folgenden Jahren sehr unterschiedlich. Fechners preisgekrönte Dokumentation Die Comedian Harmonists - Sechs Lebensläufe zählt zu den Sternstunden des deutschen Fernsehens. Aus 65 Stunden Material (Interviews mit den vier damals noch lebenden Mitgliedern der Gruppe und anderen Zeitzeugen, historische Filmaufnahmen und Fotos) montiert Fechner ein Lehrstück über Musik, Geld, Macht, Moral ­ und deutsche Geschichte. Manfred Sack schreibt in "Die Zeit": "Eine Beweisaufnahme von eigenartiger Vollkommenheit, respektvoll, behutsam, man spürt fast körperlich das Klima des Vertrauens zwischen dem Fragenden und seinen Zeugen".

   

  

 

Literatur

Eberhard Fechner: Strehler inszeniert, Hannover 1965

Eberhard Fechner: Die Comedian Harmonists, Weinheim u. Berlin 1988

Eberhard Fechner: Nachrede auf Klara Heydebreck, Weinheim u. Berlin 1990

Egon Netenjakob: Eberhard Fechner, Weinheim u. Berlin 1989

Egen Netenjakob: Expeditionen in den Alltag in: Medium 6/1976

Michael Schwarze: Erinnerungen deutscher Bürger in: FAZ vom 28. Mai 1977

  

 

Auszeichnungen

1970 Adolf Grimme-Preis für den Film Nachrede auf Klara Heydebreck

1971 Adolf Grimme-Preis für den Film Klassenphoto

1974 Prix Italia für den TV-Film Tadellöser und Wolff

1975 Adolf Grimme-Preis für Unter Denkmalschutz

   

    

    

   

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Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 06/2010