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Ephraim Kishon geboren als Ferenc Hoffmann
Autor und Regisseur
Zum 100. Geburtstag von E. Kishon
Gestorben am 29. Januar 2005 in Meistrsrüte in Appenzell/Schweiz.
Nach Verfolgung und Lagerhaft ab 1949 in Israel. Bei Wikipedia ist zu lesen: "Im Jahr 1944 wurde Ephraim Kishon in das damals zu Ungarn gehörende Arbeitslager Jelšava, heute in der Slowakei, deportiert. Im letzten Kriegsjahr 1945 gelang ihm aus einem Gefangenentransport nach Polen die Flucht. Ein Großteil seiner Verwandtschaft aber kam in den Gaskammern von Auschwitz ums Leben. Seine Eltern und die Schwester Agnes überlebten die Judenverfolgung." Kunstgeschichte-Studium an der Kunsthochschule und Universität in Budapest. 1948 Diplom als Metallbildhauer (Diplom-Lehrer für Metallskulpturen) und Kunsthistoriker.
War mit humorvollen Geschichten und Theaterstücken international erfolgreich. Leitung des Theaters "Die Zwiebel" in seinem Wohnort Tel Aviv.
Deutsch-israelische Koproduktion des Films DER BLAUMILCHKANAL (Ich wünschte, er würde im Fernsehen endlich mal wiederholt werden). E. Netenjakob schreibt den Film: "Ein verwirrter Held namens Blaumilch bearbeitet mit einem Pressluftbohrer die Allenbystraße in Tel Aviv, reißt sie auf und löst damit eine Bürokratie-Posse aus, wozu K. H. Kramber in der SZ schreibt: "Dieser immer gut gelaunte Idiot verkörpert den Geist jenes bodenlosen Optimismus, von dem die Bürger des alten Israel nicht lassen durften, um als Nation zu bestehen".
Ein weiterer Film ZIEH DEN STECKER RAUS, DAS WASSER KOCHT (1969) ist eine Satire aus "subjektiv ehrlicher Entrüstung" (Die Zeit) über die angebliche Minderwertigkeit moderner Kunstwerke. "Was mich persönlich betrifft, beleidigt die moderne Kunst meinen Intellekt" (Kishon).
1974, 1978 und 1979 brachte der WDR insgesamt 23 Folgen (á 25 Minuten) der Sendung "LIEBEN SIE KISHON" heraus. Leider konnte ich hierzu keine brauchbaren Informationen finden.
Einige Produktionen nach Kishons Geschichten:
Die große Protektion ...DA: Michael Kehlmann, nach E. K., 1956, HR
Schwarz auf Weiß ...DA: Hanns Korngiebel, 1963, SFB
Der Blaumilchkanal ...DA und Regie: E. K., 1969, SFB/Canal-Film
Schlaf gut, Wachtmeister ...DA und Regie: E. K., 1972, SFB/Ephi-Productions Azulai ist Polizist in dem Städtchen Jaffa, nahe Tel Aviv. Er trägt seine Uniform mit großem Stolz, ist jedoch zu einfältig, um das offensichtlichste Verbrechen aufzuklären. Somit planen seine Vorgesetzten, Azulai nach 20 Dienstjahren in den Vorruhestand zu schicken - doch dieser möchte weiter im Amt bleiben. Auch die Kriminellen-Bande sieht in der Entscheidung der Vorgesetzten eine Gefährdung ihrer bisher ungestört ausgeführten dunklen Geschäfte. Sie wollen dem naiven Azulai eine Chance geben, sein Können als Polizist unter Beweis zu stellen...
Es war die Lerche ...1976/1977 Romeo und Julia sind das wohl berühmteste Liebespaar der Welt. Was wäre wohl aus ihnen geworden wären sie am Leben geblieben, fragte sich der israelische Erfolgsautor Epharim Kishon und beantwortete die Frage mit einem Stück. Stellen Sie sich vor Julia wäre rechtzeitig erwacht und hätte Romeo an seinem Selbstmord gehindert. Ein wahres Happy-End? Wohl kaum. 30 Jahre später leben die beiden gemeinsam zurückgezogen in einer verkommenen Wohnung. Von der Glut ihrer einstigen Liebe und Leidenschaft ist nicht ein Funke übrig geblieben. Romeo und Julia öden sich nur noch an. Mordgelüste, Ignoranz und Streitereien bestimmen ihren Alltag. Zu allem Überfluss müssen sie sich mit der missratenen 14-jährigen Tochter Lucretia herum schlagen. Erzürnt über den Lebenswandel seines größten Liebespaares steigt William Shakespeare aus dem Grab, um Romeo und Julia zur Vernunft zu bringen. Doch die halten ihren Schöpfer zum Narren ...
Der Fuchs im Hünerstall ...DA und Regie: E. K., 1981, SFB/Foxes Productions Der Politiker Amitz Dolniker bricht mitten in einer Rede zusammen. Er braucht dringend Ruhe, die er in dem weit abgelegenen Dorf Kimmelquell zu finden hofft. Zusammen mit seinem Sekretär Ze'ev bringt er aber sehr schnell die dörfliche Ordnung und Ruhe durcheinander, indem er versucht ein demokratisches Modellsystem einzuführen. Er spaltet das Dorf in zwei Lager und bringt sogar den Schuster dazu, sich selbst zu bestreiken. Mit der Ruhe ist es nun vorbei, denn die Geister die er rief lassen ihn nicht mehr los...
Der Schützling ...DA: E.K., Regie: Rolf von Sydow, 1981, ZDF
Der Trauschein ...DA und Regie: E. K., 1984, ZDF Darsteller: u.a. Wolfgang Kieling, Maria Schell, Simone Rethel Daniel Brozowsky kann nicht verstehen, dass seine Tochter Vicky, eine junge Studentin, sich ausgerechnet in den strengen Beamten Robert Knoll verliebt hat. Zudem ist er ein Muttersöhnchen per exellence. Und dann seine Mutter selbst! Diese Person ist besonders erpicht, dass sie keine Schwiegertochter bekommt, die möglicherweise nicht ehelicher Abstammung ist. Folglich will sie rechtzeitig vor der Hochzeit ihres Sohnes den Trauschein der Brauteltern sehen. Aber dieser ist nicht aufzufinden! Ist eine Heirat nun ausgeschlossen?
Layout: Rosemarie Kuheim - Deutsches Filmhaus Angelegt am 17. April 2026
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Die o.g. Informationen sind teilweise aus dem TB "TV-FILMLEXIKON - REGISSEURE, AUTOREN, DRAMATURGEN" von Egon Netenjakob, der mir erlaubt hat, Texte aus diesem Buch zu übernehmen.
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