Wolfgang Kieling

  

Darsteller

 

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Wolfgang Kieling, hier Filmfest Hamburg 1979 - Foto: VIRGINIA

Wolfgang Kieling, 1979

  

Copyright: Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

 

Geboren am 16. März 1924 in Berlin-Neukölln

Gestorben am 7. Oktober 1985

  

Er spielte den Stasi-Mitarbeiter Gromek in  Der zerrissene Vorhang (1966) und er stirbt einen qualvollen Tod in einem Gas-Backofen. Nicht gerade der beste Hitchcock, aber Kieling blieb mit den anderen deutschen Stars wie Felmy oder Günter Strack im Kopf der Zuschauer hängen.

 

Man hört ihn bereits im Alter von 6 Jahren auf der Schallplatte und im Hörfunk als "Wölfchen". Er wird  Regieassistent bei der UFA und nimmt  Schauspielunterricht bei Albert Florath. Leider ist der Krieg seiner Karriere nicht förderlich. 1942 Einberufung. Er kommt in russische Kriegsgefangenschaft. Im Lager organisiert er Theater für Kriegsgefangene. Dann wird er nach Westberlin entlassen und spielt an Theatern in West- und Ostberlin. Nach 1945 Synchronsprecher für Frank Sinatra und Paul Newman. 
  

Im Alter von 12 Jahren sieht man ihn 1936 in Veit Harlans Maria die Magd zum ersten Mal im Kino. 1937 spielt er bei Jürgen von Alten in Heimweh, 1939 wiederum bei Harlan in Reise nach Tilsit, 1941 bei Paul Martin in Jenny und der Herr im Frack.

 

Nachdem er 1954 in die DDR gegangen war, spielt er 1955 unter Konrad Wolf in dem Streifen Genesung. Spielt Theater in

Harry Meyn  (li.) und Wolfang Kieling in "Mörderspiel" von 1961 - Foto: Murnau-Stiftung

Harry Meyn  (li.) und Wolfang Kieling 

in Mörderspiel, 1961, Regie: Helmuth Ashley

  

©Murnau-Stiftung

  

 Stuttgart, München, Köln, nachdem er wieder in die Bundesrepublik gezogen war.  Kurt Jung-Alsen ist sein Regisseur in Betrogen bis zum jüngsten Tag, einem Kriegsfilm nach einer Novelle von Franz Fährmann und Helmuth Ashley besetzt ihn 1961 für die Rolle des Kriminalkommissars in Mörderspiel. Er spielt bei Dietrich Haugk in Agatha, lass das Morden sein, in Helmut Käutners Fernsehfilm Die Sendung der Lysistrata (1960), bei Franz Josef Wild Frau Chenneys Ende (1961), Kurt Hoffmann Das Haus in der Karpfengasse, Jürgen Roland Polizeirevier Davidswache (1964) und Frank Beyer Geschlossene Gesellschaft (1966).

 

1968 nochmaliger Wechsel in die DDR und spielt in Konrad Wolfs Goya (1971). Wieder in der Bundesrepublik sieht man ihn 1973 in Im Reservat, 1979 bei Alf Brustellin in Der Sturz, bei Norbert Kückelmann in Morgen in Alabama (1983) sowie in einer Glanzrolle in dem Thriller Abwärts (1984) von Carl Schenkel.

 

Schauspieler Wolfgang Kieling und seine Tochter - Foto: Deutsches Bundesarchiv

Schauspieler Wolfgang Kieling, hier mit seiner Tochter Annette in einer Ausstellung am 20. März 1968

(Foto: Deutsches Bundesarchiv

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Creative Commons CC-BY-SA 3.0

  

  

In den folgenden Jahrzehnten ist Wolfgang Kieling überwiegend im Fernsehen zu sehen in Serien wie z.B. Traumschiff, Schwarzwaldklinik und im Tatort. Aber auch anspruchsvolle Stücke werden mit ihm besetzt, so auch Mitte der 70er Jahr in Rainer Werner Fassbinders Theaterstück Bremer Freiheit. Ebenfalls fürs Fernsehen entstanden zwei seiner bemerkenswertesten Werke: Friedrich Dürrenmatts Die Physiker von Fritz Umgelter (1964) und unter der Regie von Frank Beyer Der König und sein Narr (1981) mit Götz George.

In der Kindersendung Sesamstraße lieh er "Bert" von Ernie und Bert bis zu seinem Tod seine Stimme.

   

Sein Sohn Florian Martens ist ebenfalls einer der gefragtesten deutschen Schauspieler. Wolfgang Kieling war dreimal verheiratet, mit Jola Jobst, Gisela Uhlen (aus dieser Verbindung stammt Tochter Susanne Uhlen) und Monika Gabriel.

 

Am 7. Oktober 1985 verstarb Wolfgang Kieling mit 61 Jahren in Hamburg, nach einer Magen-Operation, der er sich aufgrund seines Krebsleidens unterziehen musste. Er ist auf dem Hauptfriedhof Ohlsdorf in Hamburg beerdigt. 

 

  

Auszeichnungen

Mitglied der deutschen Akademie der darstellenden Künste 1974.

Adolf Grimme-Preis 1974.  

  

  

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Eine Auswahl von Filmen mit Wolfgang Kieling

 

Titel

Jahr Regie

Die Sendung der Lysistrata (Rolle: Dr. Salbach)

Die Komödie "Lysistrata" ist weit mehr als zweitausend Jahre alt. Aber, so sagt der Regisseur Fritz Kortner, veraltet ist sie nicht. Er stellt der Geschichte von der schönen, klugen und tatkräftigen Lysistrata im alten Athen eine zweite Handlung gegenüber, die heute und bei uns spielt. Die Aufführung wird zeige, ob die Dichtung wirklich einer solchen Hilfe bedurfte, um auch die Gegenwart belehren zu können. Der Krieg zwischen Athen und Sparta droht, Freund und Feind gleichermaßen zu vernichten. Lysistrata hat die Frauen, unter ihnen Myrrhine, zum Ehe- und Liebesstreik aufgerufen. So will sie die Männer zwingen, die Waffen niederzulegen. Hier verhandelt sie mit dem greisen Ratsherren. Noch ist er empört. Aber am Schluss wird er Lysistrata versprechen: "Wir wollen dir ein Denkmal setzen inmitten unserer Stadt!"

Darsteller: Barbara Rütting (Lysistrata, Agnes), Romy Schneider (Myrrhine, Uschi), Karin Kernke (Kalonike), Ruth-Maria Kubitschek (Lampito), Peter Arens (Kinesias, Hans Flims), Willy Reichert (Ratsherr), Wolfgang Kieling (Dr. Salbach), Franz Schafheitlin (Dr. Kienast), Herta Worell (Frau Kienast), Ulrich Haupt (Ellinger), Ursula Graeff (Frau Ellinger), Karl Lieffen (Dr. Hellwig) (Quelle: www.tvprogramme.net)

1960

Fritz Kortner

Mirandolina (nach einer Komödie von Carlo Goldini)

Darsteller: Herbert Bötticher, Wolfgang Kieling, Benno Sterzenbach, Johanna von Koczian

1963 Dietrich Haugk

Hedda Gabler

1963 Paul Hoffmann

Das Haus in der Karpfengasse (Rolle: Karl Marek)

1963 Kurt Hoffmann

Zeit der Schuldlosen

Das zeitkritische Denkspiel von Siegfried Lenz über die objektive und subjektive Schuld des einzelnen in einer wechselhaften Macht- und Moralgesetzen unterworfenen Gemeinschaft. Neun untadelige Bürger sollen in einem totalitären Regime einen Attentäter zum Verrat seiner Komplizen bewegen. Einer ermordet den Attentäter; vier Jahre später müssen sich alle verantworten. Der schon der Hörspiel und Bühnenfassung eigene Hang zu grüblerischer Didaktik und der Mangel an gedanklicher Klarheit werden durch die verfehlte optische Übersetzung beträchtlich erhöht. (Quelle: Kritische Notizen aus drei Film- und Fernsehjahren, Handbuch der Kath. Filmkritik)

Darsteller: Erik Schumann, Peter Pasetti, Wolfgang Kieling

1964 Thomas Fantl

Die Physiker (Rolle: Moebius)

1964 Fritz Umgelter

Das Abgründige in Herrn Gerstenberg (Titelrolle)

1966 Axel vom Ambesser

Das siebente Jahr (DDR) (Rolle: Günter Helm)

1968 Frank Vogel

Goya (Rolle: Godoy)

1971 Konrad Wolf

Der Angestellte

Beschreibt modellhaft den scheinbaren Aufstieg eines Angestellten, der eine Rationalisierungskonzeption für seinen Betrieb ausarbeitet und nach getaner Arbeit entlassen wird.

1971 Helma Sanders-Brahms

Ketten der Finsternis

1976 Karl Fruchtmann

Der Sturz (Rolle: Edmund Gabriel)

1978 Alf Brustellin

Der Spot oder Fast eine Karriere (Rolle: Ingelmann)

1981 Rainer Erler

Der Schiedsrichter (Titelrolle)

1985 Rolf von Sydow

Die Geschwister Oppermann (Rolle: Martin Oppermann) >>> MEIN FILM-TIPP <<<

1982 Egon Monk

     

   

  

   

Fremde Links:

www.berlinonline.de (über W. K. - Artikel von Ralf Schenk)

www.cyranos.ch (über Albert Florath)

www.defa.de (über Kurt Jung-Alsen)

www.defa-sternstunden.de (Film Genesung)

www.defa-sternstunden.de (Film Betrogen bis zum jüngsten Tag)

www.deutsches-filminstitut.de (über Paul Martin)

www.dhm.de (über Veit Harlan)

www.film.at (Film Die Sendung der Lysistrata)

www.filmportal.de (Film Das siebente Jahr)

www.filmportal.de (Film Der Spot oder Fast eine Karriere)

www.film-zeit.de (über W. K.)

www.geschichte-projekte-hannover.de  über Jürgen von Alten)

www.knerger.de (Grabstätte in HH-Ohlsdorf)

www.moviemaster.de (Film Der zerrissene Vorhang)

www.murnau-stiftung.de (Film Maria, die Magd)

www.murnau-stiftung.de (Film Heimweh)

www.murnau-stiftung.de (Film Reise nach Tilsit)

www.murnau-stiftung.de (Film Jenny und der Herr im Frack)

www.prisma-online.de (Weitere Filme)

wikipedia (über Hedda Gabler)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

  

 

 

 

 

 

  

  

  

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 16.04.2011

 

Die o.g. Filmliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit