Eugen York

Regisseur und Drehbuchautor

  

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Geboren am 26.11.1912 in Rybinsk (Russland)

Gestorben am 18.11.1991 in Berlin

 

Im Kindesalter kam Eugen York nach Deutschland. Schon während seiner letzten Schuljahre begeisterte ihn die Arbeit am Film und das Filmwesen überhaupt. Er wurde Cutter und Regieassistent.

  

1937 wurde York von der UFA als Kulturfilmregisseur und Schnittmeister eingestellt und so wurden von ihm auch propagandistische Filme, Lehr- Kultur- und Industriefilme, wie z.B. "Brandbomben und Entstehungsbrände" (1942/43), "Danzig, Land an Meer und Strom" (1938), "Entwicklung und Vollendung" (Ein Werbefilm über die Entstehung eines Bleistiftes, 1939), "Münster - Westfalens schöne Hauptstadt" (1938), "Arbeiterfilm" und "Bauernfilm" (beide 1941), "Der 22. Juni" (1942) und 1943 eine Dokumentation über Tuberkulose ("TBC!") gedreht. 

Er lernte den avantgardistischen Dokumentarfilm-Regisseur Walter Ruttmann kennen, wurde sein Assistent und wechselte anschließend als Schnittmeister zum Dokumentarfilm. Sein Film Spiegel der Zeit wurde 1938 mit dem ersten Preis für Kulturfilme auf der internationalen Filmschau in München ausgezeichnet. 

  

1943 führte York erstmals Regie bei Spielhandlungen, darunter auch die kleinen Wochenschau-Propagandabeiträge Liese und Miese (mit Brigitte Mira und Gisela Schlüter). Dabei war die "Liese" (Schlüter) die "Gute", die im Sinne der Nazi-Propaganda alles richtig machte. Dagegen machte die "Miese" (Mira) alles falsch, hörte Feindsender und hortete Lebensmittel. Brigitte Mira als "Miese" hatte beim Publikum jedoch mehr Sympathien als die von Gisela Schlüter gespielte "Liese", so dass das Propagandaministerium die Serie als kontraproduktiv bald wieder absetzte. 1944 debütierte York mit dem Liebesfilm Heidesommer, der aber wegen des Zusammenbruchs 1945 nicht mehr zur Aufführung kam. Es war sein erster abendfüllender Spielfilm als Regisseur.
 

Im Herbst 1947 holte ihn der Berliner Produzent Artur Brauner für die dramatische Geschichte um eine Massenflucht von KZ-Insassen. Morituri, wurde Yorks beste Arbeit für das Kino. Mit der Aufführung des deutschen Films Lockende Gefahr werden im August 1950 die Filmfestspiele in Venedig eröffnet. Seine späteren Filme (darunter auch die späten Filme mit Hans Albers' wie 1957 Das Herz von St. Pauli, 1958 Der Greifer), brachten leider nicht den erwarteten Erfolg an der Kinokasse. Zu den Flops gehörte auch der Hamburger Film Der Mann im Strom, wiederum mit Hans Albers in der Hauptrolle. Dieser Streifen spielt nicht am Michel, an der Alster oder auf dem Jungfernstieg, sondern zeigt ein kleineres, intimeres aber auch ärmeres Hamburg. Albers' Leistung wird als "großartig" (Münchner Merkur, 20.08.1958) bezeichnet, da man ihn in der Rolle eines alternden Tauchers einmal nicht singend erleben kann.

 

1958 kehrte York dem Kinofilm den Rücken und drehte nun fürs Fernsehen. Sein erstes Fernsehspiel Aufruhr wurde 1960 gesendet. Weiterhin führte Eugen York Regie bei folgenden Serien: Alle Hunde lieben Theobald, Großer Mann, was nun?, Gewagtes Spiel, Kennzeichen Rosa Nelke, Der Vereinsmeier und zwei Episoden der beliebten Serie Berliner Weiße mit Schuss. Er kam erst 1976 mit dem Film Das Gesetz des Clans noch einmal zurück (Filmdienst schreibt: "Der bescheidene Versuch eines Gangsterfilms"). Danach kamen nur noch Dreharbeiten fürs Fernsehen, z.B. die Krimireihe Ein Fall für zwei, für die er in den 1980er-Jahren drei Folgen der Krimiserie drehte (Chemie eines Mordes, Zwielicht und Herr Pankraz bitte) mit Günter Strack und Claus Theo Gärtner in den Hauptrollen. 

  

Eugen York war eine zeitlang mit der Schauspielerin Catja Görna verheiratet.

  

Weitere Filme von Eugen York sind auf der IMDb-Website gelistet.

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

   

 

  

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 29. Juli 2017

  

Diese Kurzbiografie kann nur Stichpunkte aus dem Leben und Wirken des Künstlers enthalten und erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, deshalb sind hier Links angebracht, die weitere Hinweise geben. Da ich auf Inhalte zu externen Webseiten keinen Einfluss habe, kann ich auch keine Gewähr dafür übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber verantwortlich. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Rechtswidrige Inhalte waren zum Zeitpunkt der Verlinkung nicht erkennbar. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Seiten ist jedoch ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden derartige Links umgehend entfernt. Sollten mir bei den o.g. Angaben Fehler unterlaufen sein, so werden diese bei entsprechender Nachricht und Kontrolle korrigiert.

  

(Quelle: Einige Informationen aus der Webseite des Filmmuseums Hamburg, Wikipedia und aus "Das große Personenlexikon des Films" von Kay Weniger,

Verlag Schwarzkopf und Schwarzkopf, Band 8, S. 492/93 - mit Erlaubnis des Autors)