Die erste Polka

1979

 

Filmliste Klaus Emmerich

 

  

 

Regie

Klaus Emmerich

Drehbuch

Helmut Krapp

Vorlage

Nach einem Roman von Horst Bienek

Produktion

NDF / Bavaria (Helmut Krapp)

Kamera

Michael Ballhaus

Musik

Edward Anio

FSK

ab 12 Jahre

Länge

105 Minuten

Sonstiges

-

Auszeichnung

-

Ur-/Erstaufführung

Kinostart 28.02.1979, ARD 07.09.1980

Genre

Literaturverfilmung

  

      

  

Darsteller

Rolle

Maria Schell

Valeska Piontak

Erland Josephson ( 2012)

Leo Maria Piontek

Ernst Stankovski

Anwalt Wondrak

Claus Theo Gärtner

Metzmacher

René Schell

Josel Piontek

Marco Kröger

Andreas

Miriam Geissler

Ulla

Eva-Maria Bauer

Tante Lucie

Marie Bardischewski

Wassermilka

Regine Lamster

Irma

Jessica Früh

Halina

Markus Stolberg

Heiko

Ursula Strätz

Witwe Zoppas

Holger Hildmann

Uffz. Klingsor

Maria Donnerstag

Witwe Kupka

Dieter Wagner

General

    

 

         

Inhalt

  

Gleiwitz/Oberschlesien, der 31. August 1939. Das ist der Tag vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Jeder im Haus der Familie Piontek kann die Zeichen der drohenden Katastrophe wahrnehmen, aber niemand nimmt sie wirklich ernst. Die Stadt wimmelt schon von Soldaten. Der Generalstab ist in das Hotel "Haus Oberschlesien" eingezogen. Im selben Haus will Valeska Piontek am folgenden Tag ein großes Hochzeitsfest für ihre Tochter Irma organisieren. Dazu hat sie ein Programm vorbereitet, die große Verwandtschaft von überall her eingeladen und die für ihre Geschäfte nützliche Prominenz der Stadt gebeten.

Valeska, Oberhaupt der Familie Piontek, seit sich ihr Mann Leo Maria ins Bett legte, um nicht mehr aufzustehen, ist heftiger denn je "mit dem Leben beschäftigt" - das jedenfalls wirft ihr Maria Leo vor, der an Asthma leidet und den Tod erwartet. Aber das heile, glückliche, provinziell behütete Leben, das sie den Ihrigen mit Energie und Eifer zu bewahren sucht, ist längst geschädigt. Irma heiratet den Leutnant Heiko, der seit wenigen Tagen in ihrem Haus einquartiert ist, und bis zuletzt verweigert die Tochter ihrer Mutter deutliche Zeichen der Zuneigung und der so sehr ersehnten Zärtlichkeit. Josel, ihr 15jähriger Sohn, verbirgt die bewegende Liebe zu seinem todkranken Vater vor ihr wie ein Geheimnis, er ist allein, er hat sich der fürsorgenden Zumutung seiner Mutter entzogen und geht seine eigenen Wege. Er vermietet eine leerstehende Baubaracke an Liebespaare und will damit seinem Cousin Andreas imponieren, der am Abend vorher aus Berlin gekommen ist, um in Gleiwitz seine Ferien zu verbringen.

Josel nimmt Andreas nicht ernst. Deshalb kriegt Josel auch nicht mit, wie sich seine Freundin Ulla, die bei seiner Mutter Valeska Klavierunterricht nimmt, in seinen Cousin aus der Reichshauptstadt verliebt. Auf dem Rückweg von einer Radtour, während der sie ihre Gefühle einander zum erstenmal zeigen, werden Ulla und Andreas zu unfreiwilligen Zeugen des fingierten Überfalls auf den Sender Gleiwitz, der zwar nicht die Ursache des Zweiten Weltkriegs war, aber zum Anlass der deutschen Kriegserklärung gegen Polen wurde.

Das Hochzeitsfest im "Haus Oberschlesien" findet statt, mit Programm. Es wird getrunken, getanzt, gefeiert - alles über die Maßen. Josel und Ulla tanzen ihre erste Polka, die für alle, die an diesem zügellosen und ausgelassenen Fest teilnehmen, auch die letzte ist. Auf dem Heimweg erschlägt Josel den betrunkenen  Feldwebel Metzmacher, weil er Ulla zu vergewaltigen sucht. Josel ist verzweifelt, er berichtet seine Tat dem Landgerichtsrat a.D. Montag, den Valeska in ihrem Gartenhaus versteckt hält. Montag ist Halbjude, aber früh in seinem Leben zum Katholizismus konvertiert. Montag wittert Gefahr für sein Leben, als Josel seine Identität entdeckt. Montag hat Angst, entsetzliche Angst. Er will Josel trösten, aber ihm fehlt die Kraft, ihm zu helfen. So fährt Josel nach Berlin, ohne zu seiner Mutter und zu seinem Vater zurückzukehren. Am nächsten Morgen - seit 5:45 Uhr wird zurückgeschossen - erscheint die Feldpolizei und sucht nach dem verschwundenen Feldwebel und nach dem nicht aufgetauchten Bräutigam, Leutnant Heiko. Montag fühlt sich durch die Untersuchung bedroht. Er erschießt sich. Leo Maria stirbt. Josel bleibt für die verwirrte Valeska verschwunden. Im Radio beginnt eine Übertragung der Rede Adolf Hitlers vor dem Reichstag...

(Quelle: Broschüre "ARD Fernsehspiel", Ausgabe Juli - September 1980. Herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland)

 

  

  

  

  

    

 

 

 


  

 

  

   

   

   

   

   

   

    

   

   

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 10. April 2016

  

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