Seine letzte Chance

1986

 

Filmliste Alexander von Eschwege

 

  

  

Regie

Alexander von Eschwege

Drehbuch

Antonio Skarmeta, Jürgen Haase

Regie-Assistent

-

Vorlage

-

Produktion

provobis, Hamburg

Kamera

Carl-Friedrich Koschnick

Redaktion

Franz Neubauer

FSK

-

Länge

102 Minuten

FBW-Bewertung

-

Ur-/Erstaufführung

26.09.1979

Genre

TV-Film

      

       

    

Darsteller Rolle
Gerhard Olschewski Alex Heimer
Wolf-Dietrich Berg Charly Kandler
Jürgen Vogel Harry Fock
Yvonne Remé Erna
Monica Bleibtreu Elisabeth Heimer
Franz-Josef Steffens Schnauzbart
Gisela Trowe Ruby Ried

        

         

Inhalt

Alex Heimer, der 'Einbrecherkönig', wird aus der Haft entlassen. Wohin führt sein Weg? Vorerst zieht es ihn zu alten Bekannten. Sie haben seine 'Waren' vertrieben und den Gewinn gut investiert. Er hat seinerseits den Mund gehalten und seine Hehler nicht verraten. Ist es da nicht mehr als recht und billig, wenn sie ihm nun weiterhelfen? Denn die Zeiten haben sich geändert. Die großen Dinge sind schwieriger und die kleinen zu unrentabel geworden. iÍst es redlich, wenn seine falschen Kumpane von ihm einen neuen Coup erwarten? Jünger ist er auch nicht geworden. Aber all das will er nicht so wahrhaben, denn eitel ist er auch. Schließlich geht es um seine Reputation in den einschlägigen Kreisen. Auf einen 'Drecksposten' will er sich nicht abschieben lassen.

Warum also sollte Charly, der sich (wohl mit dem von Alex geraubten Gut) ein zwielichtiges Etablissement aufgebaut hat, es nicht ehrlich meinen, wenn er von bleibender Partnerschaft spricht? Bedeutet das nicht, dass er dann auch Teilhaber eines "seriösen" Unternehmens wäre? Ist dies nicht sogar die einzige Chance, seine von ihm getrennt lebende Frau und seinen Sohn wieder für sich zu gewinnen, díe Chance, auf einem weniger riskanten Lebensweg der ausweglos erscheinenden Situation zu entrinnen?

Aber da ist noch Harry Fock, ein Junge aus Charlys Hotel: ungefestigt und anlehnungsbedürftig. In Alex Heimer sieht er die ersehnte Vaterfigur, den Mann, an dessen Seite er das spannende Abenteuer bestehen, den großen Coup landen möchte.

Der alternde Ganove mag den Jungen - er könnte sein Sohn sein - und versucht, ihn von solchen Gedanken abzubringen. Aber seine Methode schlägt fehl, denn alles, was er dem Jungen zur Abschreckung vorhält, erhöht für den realitätsblinden Harry nur den Reiz des Unternehmens, und Heimers ausweichende Hinweise auf jeweils noch günstigere Möglichkeiten werden für bare Münze genommen.

Plötzlich sieht Heimer seine Zukunftsvorstellungen als Illusion zerrinnen. Die vermeintliche Kumpantreue erscheint ihm nun klar als eiskalte Berechnung, die Hoffnung auf ein Familienleben ist zerplatzt. Als er nun ohne Ziel Abschied nimmt, sieht er sich urplötzlich vor die Frage gestellt, wie er den Jungen aus einer verfahrenen Situation retten soll; und der 'Einbrecherkönig', der nie in seinem Leben eine Waffe benutzt hat, lässt sich einen Revolver geben.

  

(Quelle: Broschüre "Spiel im ZDF", Heft 9, September 1986, 40 Seiten, herausgegeben vom ZDF, Information und Presse / Öffentlichkeitsarbeit, Mainz)

 

  

  

  

  


  

 

 

  

   

   

   

   

   

   

    

   

   

  

Layout: Rosemarie Kuheim - Deutsches Filmhaus

Aktualisiert am 22. Mai 2026

 

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